Tigers behalten die blütenweiße Heimweste

EHC Bayreuth – ECDC Memmingen 3:1 (0-0;2-0;1-1)

4 Heimspiele 12 Punkte lautet die makellose Heimbilanz des EHC Bayreuth. Den etwa 1000 Besuchern im städtischen Kunsteisstadion boten beide Teams von Beginn an ein intensives Kampfspiel, in dem sich die Indians keineswegs versteckten. Mit dem Kantersieg vom Freitag gegen Pfaffenhofen im Rücken spielten die Gäste auch in der Wagnerstadt aggressiv und forderten die Gelb-schwarzen voll. Bayreuth agierte ebenfalls sehr engagiert, kam dadurch zu einigen Chancen ohne sie nutzen zu können, leistete sich aber auch in der defensive einige Unzulänglichkeiten, die Bädermann mit guten Paraden ausbügeln musste. Auch Reichelmeir im ECDC Gehäuse wusste zu gefallen und so gelang es vorerst keiner Mannschaft den ersten Treffer zu setzten. Einmal musste Bädermann auch der Außenpfosten etwas helfen und auf der Gegenseite zielte man einige Male knapp am Tor vorbei.


Im Mittelabschnitt brach Stoyan dann aber nach 50 Sekunden den Bann, in dem er den EHC geschickt in Führung brachte. Michal Bartosch war da aber aus gesundheitlichen Gründen schon nicht mehr dabei. Er hat es zwar 20 Minuten versucht, doch es ging beim Außenstürmer nicht mehr und er wird vermutlich in den nächsten Tagen erst einmal geschont. Seine Mannschaftskameraden versuchten den Ausfall aber zu kompensieren, in dem Schadt seine Position neben Pertl und Hlozek einnahm und Seibel in den dritten Block rückte. Besonders Abwehrchef Potac kurbelte unermüdlich an und schwang sich auch offensiv zum „spiritus rector„ auf. Nicht von ungefähr war es auch die Nr.78, die von Schadt in Mittelstürmerposition angespielt mit einem satten Schuss auf 2-0 erhöhte. Nur kurz danach scheiterte man zweimal aus besten Positionen, davon einmal am Pfosten und verpasste die mögliche Vorentscheidung. Weitere Möglichkeiten ließ man liegen und begnügte sich unfreiwillig mit der 2-Tore Führung, obwohl wesentlich mehr in dieser Phase drin war.


Dadurch blieben die Gäste im Spiel und versuchten auch im Schlussdrittel weiter den Anschluss wieder her zu stellen. Die EHC-Abwehr hielt aber meist stand und alles andere parierte der starke Bädermann im Tor. Die Einheimischen hatten zwar auch noch Chancen, doch schaffte Memmingen nun ein kleines Übergewicht und „man of the match“ Jozef Potac blieb es vorbehalten für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Im Powerplay, mit einem klasse Querpass von Hlozek angespielt, traf er fulminant zum 3-0 und brachte sein Team auf die Siegerstrasse. Dass Hoffmann trotzdem noch einmal für seine Farben bei 5 gegen 3 verkürzen konnte, zeigte dass die Gäste aus dem Allgäu nicht aufgaben. Mit dem „Ehrentreffer“ belohnten sie sich vielmehr ihre kampfstarke Vorstellung, was beide Trainer in der PK dann auch unisono festhielten. Gäste-Trainer Jogi Koch fehlte ja auf Grund einer schweren Erkrankung und der EHC übersandte mit einem kleinen Präsent beste Genesungswünsche an ihn. Interimstrainer Tenschert zeigte sich sehr zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft, auch wenn es nicht für Punkte reichte. EHC-Coach Pleger freute sich natürlich ebenfalls über das 6 Punkte Wochenende gegen zwei starke Gegner, merkte aber auch an, das man sich bei dem verdienten Sieg mit einigen vergebenen Torchancen das Leben auch etwas leichter hätte machen können.

821 Zuschauer, Strafen: BT: 18 Min, M: 28 Min, Powerplay: BT: 1/7, M: 1/7

Bayreuth: Bädermann, Sievers  – Meixner, Okonek,, Hermann, Potac (2), S.Mayer (2), Zimmer – F.Müller, Hlozek (4), Pertl, Geigenmüller (2), Masel, Bartosch, Pleger, Schmidt, Stoyan (2), Zeilmann, Schadt (2), Seibel (4)

Memmingen: Reichelmeir, Niemz – Hoffmann (2), Stotz (12), Jänichen, Vorderbrüggen, Neumann (2), Schirrmacher, Jainz – D.Lorenz (4), McLaughlin, Zientek, Tenschert (2), Rott, Simon, Varianov (4), Kerber (2), Zierfaß

Tore: 1-0 (21) Stoyan (Zimmer; Geigenmüller); 2-0 (34) Potac (Schadt); 3-0 (55) 5-4 Potac (Hlozek, Pertl); 3-1 (57) 5-3 Hoffmann (McLaughlin, Tenschert);



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH