Bayreuth besteht in der Höhle der Löwen

EHC Waldkraiburg – EHC Bayreuth 1-2 (0-0;0-1;1-1)

Nach gleich verteiltem Beginn bekam die Heimmannschaft Übergewicht durch zahlreiche Strafzeiten für die Gäste, die bis auf Center Müller und Torwart Sievers endlich einmal nahezu komplett antreten konnten. Waren die 12 Minuten gegen Pertl schon etwas fragwürdig, muss man auch die Spieldauerstrafe gegen Potac als sehr harte Regelauslegung bezeichnen. Doch mit großem Einsatz und klasse Penaltykilling überstanden die Tigers diese Druckphase, teilweise auch 3 gegen 5, schadlos. Als Turm in der Schlacht erwies sich dabei der starke EHC Goalie Bädermann, besonders bei einem Monstersave in der 13.Minute, bei dem er auch noch den Nachschuss sicher hatte, bewahrte er sein Team vor einem Rückstand. So hielt man das torlose Unentschieden trotz fast Dauerunterzahl bis zur ersten Pause taktisch klug, mit großer Kampfkraft und einem klasse Torwart.

Im Mittelabschnitt, jetzt völlig ohne Strafzeiten der Gäste, bekamen die Tigers immer mehr Oberwasser und deutlich mehr Linie ins Spiel, nachdem sich zu Anfang noch vieles in der neutralen Zone abspielte. Die Chancen der Gelb-schwarzen häuften sich und mit zunehmender Spieldauer agierte nur noch eine Mannschaft. Verdienter Lohn dieser Steigerung war dann das 0-1 durch Hlozek, Im Powerplay. Er fälschte einen Zimmermann Fernschuss entscheidend ab und brachte seine Farben hoch verdient in Führung. Die klaren Vorteile konnte man leider nicht zu einem höheren Vorsprung nutzen und so blieb es weiter spannend, weil Löwentorwart Birk mit einigen Klasseparaden glänzen konnte. Trotz einiger sehr gelungener Spielzüge, fehlte noch der letzte, erfolgreiche Abschluss.

Im Schlussdrittel versuchten die Hausherren die Partie natürlich noch einmal zu drehen, doch trotz wegen massiven Problemen mit der Eisbereitung verdoppelter Pause, hielten die Oberfranken voll dagegen. Die Löwen intensivierten zwar ihre Anstrengungen noch einmal, doch die Wagnerstädter verhinderten mit geschicktem Defensivspiel, dass sich die Gastgeber richtig dauerhaft in ihrem Drittel festsetzen konnten. konnten. Als das Spiel richtig hin und her wogte gelang Bartosch bei einem schnellen Gegenzug der wichtige 0-2 Führungstreffer. Zuvor gab es bei 5 gegen 3 Überzahl eine gute Schusschance für die Bayreuther, die ungenutzt blieb woraus sich durch den von der Strafbank zurück kommenden Piskunov eine gute Breakmöglichkeit ergab, die mit einem Fehlpass endete. Und genau aus diesem Fehlpass heraus markierte Bartosch, quasi mit einem „Gegenkonter“, das 0-2. Bei der nächsten Strafe für einen Gästespieler bäumten sich die Industriestädter noch einmal gegen die drohende Niederlage auf und Verteidiger verkürzte tatsächlich noch einmal mit einem satten Distanzschuss. Davon ermuntert kamen sich auch noch einmal auf und Bädermann musste einen gefährlichen 2 gegen 1 Konter parieren bevor der knappe, aber verdiente Auswärtsdreier fest stand. Daran konnte auch der letzte Versuch der Löwen ohne Torwart nichts mehr ändern.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Tigers-Trainer Pleger. „Der Knackpunkt dieses heißen Tanzes, war aus meiner Sicht die lange Unterzahlphase im ersten Drittel. Daraus zogen wir den absoluten Willen, hier zu punkten“. „Auch ohne Jozef Potac hat die Mannschaft das richtig gut gemacht und hier drei für uns wichtige Punkte geholt“.

314 Zuschauer, Strafen: W: 12 Min, BT: 45 Min, Powerplay: W: 1/3, W: 2/4

Bayreuth: Bädermann (2),M.Müller  – Meixner, Zimmermann, C.Maier (2), Okonek, Hermann, Potac   (25), S.Mayer (2) – Hlozek, Pertl (12) Geigenmüller, Bartosch, Schmidt, Stoyan, Zeilmann, Zimmer, Schadt, Seibel

Waldkraiburg: F.Birk, Scharnagl – Laschütza (2), Vogl (2), Richter (2), Schrödinger, Loboda, Schneider – Maier, S.Piskunov (2), Höfner, Sorsak, A.Piskunov, Geuder (2), Rott, Hämmerle, Lederer (2), Ferstl, Führmann, Schießl

Tore: 0-1 (32) 5-4 Hlozek (Zimmermann, Bartosch); 0-2 (56) 5-4 Bartosch (S.Mayer, Bädermann); 1-2 (58) 5-4 Richter (Hämmerle, Führmann)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH