Tigers schrauben Heimbilanz auf makellose 27 Punkte

EHC Bayreuth – EHC 80 Nürnberg 4:2 (1-0;2-1;1-1)

Nach dem Kräfte zehrenden Freitagstriumpf in Waldkraiburg merkte man den Einheimischen doch etwas schwere Beine an und auch das Fehlen von „Quaterback aus der Defensive“ Potac machte sich besonders beim oft fehlerhaften Spielaufbau bemerkbar. Trotzdem ging man druckvoll in die Partie, erspielte sich ein Übergewicht, bei dem sich die Gäste Anfangs oft nur mit Fouls helfen konnten. Eines dieser Überzahlspiele nutzte Stoyan nach schöner, direkter Kombination mit Geigenmüller und Pertl zur völlig verdienten Führung. Mit ihrem robusten Körperspiel, gepaart mit viel läuferischem Einsatz versuchte die junge Nürnberger Truppe den Favoriten zu ärgern, was ihnen  teilweise auch ganz ordentlich gelang. Trotz optischer Vorteile der Wagnerstädter hielten die Achtziger mit einem starken Rückhalt Schnierstein im Gehäuse, somit auch den knappen Rückstand bis zur ersten Pause.

 

Im zweiten Abschnitt hielten die Tigers dann körperlich richtig dagegen und nahmen auch die eine oder andere Strafzeit. Das hinderte Torjäger Hlozek aber nicht daran, gleich mit mehreren Unterzahlbreaks für Aufsehen zu sorgen. Um die 30. Minute herum startete er nacheinander drei Solos nach Steilpass mit 4 gegen 5, bei denen er bei den letzten Beiden vermeintlich zweimal traf. Anerkennung beim Schiedsrichtergespann fand allerdings nur der dritte Versuch, obwohl bei Aktion 2 und 3 die Meinungen im Stadion zwischen drin und nicht drin munter hin und her wechselten.

Davon ließ sich der Tabellenvorletzte aber nicht beeindrucken und verkürzte durch den Fernschuss des auffälligen Beck im Powerplay. Pertl stellte aber wenig später bei doppelter Überzahl den alten Abstand wieder her, indem er den zweiten Nachschuss doch am guten Schnierstein vorbei in den Maschen unterbrachte.

Leider fiel Verteidiger Zimmermann dann mit Verdacht auf Zerrung aus und vergrößerte die langsam abnehmende Verletztenliste bei den Wagnerstädtern wieder. Mit einer technisch anspruchsvollen Einzelaktion erhöhte Geigenmüller auf 4-1, bevor auch ihn ein Schlag auf den Arm später noch außer Gefecht setzte. Weitere Chancen blieben dann bei den Hausherren ungenutzt und Beck verkürzte mit einem klassischen Überzahltor noch einmal für sein Team. Bei einem Pfostentreffer hätten die Noriscracks vielleicht sogar noch etwas näher heran rücken können, aber das wäre dem Guten dann doch etwas zuviel gewesen. In den letzten Minuten sorgten die über die komplette Spielzeit sehr schwachen Referees dann fast sogar noch für eine Eskalation des Spiels, indem sie die sich schon längere Zeit aufschaukelnden Emotionen durch hanebüchene Entscheidungen noch forcierten. Zuvor hatten sie auch schon so ihren Anteil an dem nur selten aufkommenden Spielfluss. Zum Glück kochte das Fass nicht komplett über und es blieb bei einigen Rangeleien und maximal 10-Minuten-Strafen auf beiden Seiten.

506 Zuschauer, Strafen: BT: 50 Min, N: 46 Min,Powerplay: BT: 2/6, N: 2/6

Bayreuth: Bädermann, M.Müller  – Meixner, Zimmermann, C.Maier (8), Okonek (10), Hermann, Potac, S.Mayer (18) – Hlozek, Pertl, Geigenmüller (4), Bartosch (2), Schmidt (2), Stoyan, Zeilmann (2), Zimmer (4), Schadt

Nürnberg: Schnierstein (2), Güttner –Beck (4), Schnabel, Hahn (2), Rister – Penezic (2), Budny (6), Altmann (12), Priem, Hörl, Reiser, Pruett, Jones (4), Härtlein (14), Meiler

Tore: 1-0 (8) 5-4 Stoyan (Geigenmüller, Pertl); 2-0 (30) 4-5 Hlozek (Zimmer); 2-1 (34) 5-4 Beck (Hörl, Budny); 3-1 (37) 5-3 Pertl (Geigenmüller, Okonek); 4-1 (44) Geigenmüller (Stoyan, Pertl); 4-2 (47) 5-3 Beck (Hörl, Altmann)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH