Auch die Devils können den Tigers-Express nicht stoppen

EHC Bayreuth – 1.EV Weiden   7:2 (1-0;3-2;3-0)

? Zuschauer  Strafen: BT: 28 Min W: 38 Min Powerplay: BT: 0/5 W: 0/5

Bayreuth: Bädermann, Sievers  – Meixner, Zimmermann, C.Maier (4), Okonek, Hermann (2), Potac (2), S.Mayer (2), Zimmer – F.Müller, Pertl (4), Geigenmüller (2), Masel, Bartosch, Pleger, Waßmiller, Schmidt, Stoyan, Zeilmann, Schadt (12), Seibel

Weiden: Engmann (10), Niedermeier – Bogner, Domke (2), Schönberger (2), Flamik, Schmid, Schalamon, Schmidhuber (6) – Schreier, Kirchberger, Bartels, Köbele, Musial (6), Zellner (2), Waldowsky (10), Pronath, Hampl

Tore: 1-0 (5) Stoyan (C.Maier, Pertl); 1-1 (25) Musial; 2-1 (27) Geigenmüller (Müller); 3-1 (32) Bartosch (S.Mayer, Schmidt); 3-2 (32) Kirchberger (Schmidhuber); 4-2 (36) 4-4 Okonek (Müller, S.Mayer); 5-2 (50) Schmidt (Penalty): 6-2 (56) Potac (Pertl, C.Maier); 7-2 (58) Bartosch (Pertl, Waßmiller)

Nach relativ ausgeglichenem Beginn in diesem stimmungsvollen Derby und dem frühen Ausfall von Routinier Zimmermann (Fingerverletzung) kamen die Hausherren vor den etwa 3000 Besuchern besser ins Spiel und erkämpften sich ein Übergewicht. Kurz nach Ablauf einer Strafzeit besorgte der nachsetzende Stoyan auch die Führung für sein Team, die bis zur ersten Pause bestand hatte. In der Folgezeit behielten die Tigers ihr klares Übergewicht an Spielanteilen und Torchancen. Neben einem Pfostentreffer hatten die Gäste nur in einem gut aufgezogenen Powerplay richtig Druck machen können und so war das knappe 1-0 absolut dem Spielverlauf entsprechend.
Im Mittelabschnitt kamen die Oberpfälzer etwas auf und der gute Bädermann musste öfters eingreifen. Besonders das Unterzahlbreak von Waldowsky entschärfte er mit einer „Doppelparade“ spektakulär. Einen kapitalen Abspielfehler nutzte dann Musial cool alleine zum Ausgleich, doch gut 2 Minuten später brachte Geigenmüller seine Farben erneut in Führung, als er sich am kurzen Pfosten robust durchsetzen konnte. Danach hing die Partie etwas durch und es gab auf beiden Seiten nur wenig klare Aktionen, sondern viel Kampf, was in so einem Derby aber absolut normal ist. Wieder Fahrt nahm das Spiel mit dem 3-1 durch Bartosch auf, der mit viel Tempo und einem klasse „move“ Engmann keine Chance ließ. Nur 24 Sekunden später schlugen die Blau-weißen aber schon wieder zurück. Kirchberger hatte ganz genau Maß genommen. Mit seinem „Strich“ in den Winkel aus der Distanz machte Okonek bei 4 gegen 4 seinen Fehler zum 1-1 wieder wett und führte sein Team damit endgültig auf die Siegerstrasse.
Im Schlussdrittel versuchten sich die Gäste noch einmal aufzubäumen, doch immer wieder machte man es sich mit dummen Strafen selbst schwer. Das kritisierte Trainer Hefner auch in der späteren PK. Endgültig entschieden war das Spiel nach Schmidts verwandelten Penalty, was die Gästefans zu einem „Regen an Gegenständen und Bechern“ veranlasste, was eine neue Eisbereitung nötig machte, nachdem ähnliche Vorfälle zuvor nur kleinere Reinigungen nach sich zogen. Davon ließen sich die Wagnerstädter aber nicht irritieren, sondern erhöhten selbstbewusst durch fein heraus gespielte Treffer von Potac und Bartosch auf 7-2 und holten sich somit auch noch den Ausgleich im direkten Vergleich mit den Blue Devils.
Spielertrainer Waßmiller feierte in einer geschlossen Mannschaftsleistung ein überaus gelungenes Heimdebüt und beeindruckte besonders mit einer überragenden Bullybilanz. Insgesamt war es eine Werbung fürs Eishockey mit Stimmung, Emotionen, schönen Toren und rassigen Zweikämpfen, eben alles was diesen Sport ausmacht. Die weiterhin makellose Heimbilanz der Oberfranken wird immer beeindruckender und sollte sie am nächsten Freitag gegen Meister und Tabellenführer Sonthofen auch noch halten, darf man getrost vom Angriff auf den Gipfel des EHC Bayreuth sprechen.

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH