Zum Finale reißt die Heimserie der Tigers

EHC Bayreuth – ERV Schweinfurt    2:5 (1-1;0-2;1-2)

Dieses echte Finale um die Hauptrundenmeisterschaft begann vor stattlicher Kulisse von gut 1.500 Besuchern im Eisschrank Tigerkäfig bei etwa minus 18 Grad Celsius mit aggressiven Gästen, die Dank des besseren Starts durch einen Fernschuss von Kleider, der EHC-Goalie Sievers über die Kelle rutschte, nicht unverdient in Führung gingen. Nach einer kurzen „Sortierphase“ befreiten sich die Einheimischen und nahmen das von Dirksen gut gehütete ERV-Gehäuse massiv unter Beschuss. Eine gehörige Portion Glück benötigten die Kugellagerstädter bei mehreren Metalltreffern u.a. während eines druckvollen doppelten Überzahlspiels der Oberfranken. Danach hatte Juhasz mit einem Break sogar die Riesenchance zum 0-2, doch Sievers macht seinen Fehler mit einer Glanzparade wieder wett. Davon völlig unbeirrt markierte Geigenmüller keine Minute später im Powerplay überlegt und klasse freigespielt den völlig verdienten Ausgleich. Das Überzahlspiel der Tigers wirkte danach auch weiter sehr druckvoll, doch gelang es nicht, noch mehr Kapital daraus zuschlagen, und man ging mit einem Remis zum ersten Mal in die Kabine.
Auch im zweiten Abschnitt kamen die Gäste etwas wacher aus der Pause, doch diesmal passierte auf der Anzeigentafel nichts, bevor die Gelb-Schwarzen wieder mehr die Regie übernahmen. Doch auch den Tigers fehlte im Abschluss etwas das „Fortune“ und so war es ein nicht konsequent zu Ende gespielter Zweikampf an der Bande, der Nemirovsky die Möglichkeit zu einem tödlichen Querpass offen ließ, den Funk per Direktschuss zum wichtigen 1-2 verwerten konnte. Das schockte die Oberfranken doch etwas und mit dem 1-3, bei dem Nemirovsky ein Überzahlspiel per Abstauber zum Tor nutzte, fiel schon eine kleine Vorentscheidung. Zu wenig ließen die Mighty Dogs hinten anbrennen und wenn doch einmal etwas durchkam, konnte man sich weiter auf das Glück des Tüchtigen (Pfosten oder Latte) und einen guten Dirksen verlassen.
Im Schussabschnitt versuchten es die Bayreuther noch einmal, doch ließen die Gäste den gewünschten Druck des Heimteams nach wie vor nicht zu. Das auf beiden Seiten relativ schwach agierende Schiedsrichtertrio trug mit teilweise seltsamen Entscheidungen seinen Teil bei und spätestens mit dem 1-4 durch Juhasz, direkt nach einem vom eher unauffälligen Koskinen gewonnenem Bully, war die Partie so gut wie entschieden. Der Anschlusstreffer durch Spielertrainer Waßmiller weckte zwar noch einmal Hoffnungen, doch hielten die Blau-Weißen energisch dagegen und brachten mit kluger Spielweise den Sieg über die Zeit. Der Schlusspunkt war dann noch ein empty net goal durch Eckmair. Die bessere Chancenverwertung und die etwas geringere Fehlerquote neigte die Waage diesmal nicht unverdient in diesem Kampfspiel zu Gunsten der Unterfranken, was beide Trainer so auch in der Pressekonferenz bestätigten.
Damit ergeben sich für den EHC Bayreuth in der Zwischenrundengruppe B ab nächster Woche Duelle mit Sonthofen, Miesbach und Peißenberg. Der Auftakt steigt am Freitag um 20 Uhr in Sonthofen und im Tigerkäfig erwartet man am Sonntag um 18 Uhr den TSV Peißenberg.

-bis-

1 218 Zuschauer Strafen: BT: 53 Min S: 59 Min Powerplay: S: 1/6 BT: 1/9

Bayreuth: Sievers, M. Müller  – Zimmermann, C. Maier (6), Okonek (14), Potac, Zimmer (2) – F. Müller, Hlozek, Pertl, Geigenmüller, Bartosch (2), Waßmiller (2), Schmidt, Stoyan (2), Zeilmann (25),Schadt

Schweinfurt: Dirksen, Swolensky – Schäfer (2), Koch (2), S. Knaup, Dunlop (14), Schrimpf, Kleider, J. Knaup – Koskinen (2), Dürr (29), Lang, Filobok, Funk, Feuerfeil (2), Juhasz (4), Eckmair (2), Nemirovsky (2)

Tore: 0-1 (3) Kleider (Eckmair); 1-1 (10) 5-4 Geigenmüller (Potac, Müller); 1-2 (32) Funk (Nemirovsky, Dunlop); 1-3 (38) 5-4 Nemirovsky (Filobok, Eckmair); 1-4 (48) Juhasz (Koskinen); 2-4 (49) Waßmiller ( Bartosch, Potac); 2-5 (59) 5-6 Eckmair (Juhasz, Dunlop)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH