Auftakt nach Maß für den EHC Bayreuth

ERC Sonthofen – EHC Bayreuth   2:3 (2-2;0-0;0-1)

Beim Zwischenrundenauftakt im Oberallgäu hatten die Wagnerstädter nach der langen Anreise im ersten Abschnitt ein Offensivfeuerwerk des Hauptrundenzweiten und besten Heimteams vom Bully weg erwartet. Zu Beginn gelang es ihnen das Spiel allerdings ohne große Probleme offen zu halten. Die Nervosität war auf beiden Seiten fast greifbar. Danach benötigten sie aber auch etwas Glück, als die Bulls nach guten Angriffsaktionen gleich zweimal am eigentlich leeren Tor vorbei zielten. Davon konnten sich die Tigers aber relativ schnell befreien und Spielertrainer Waßmiller brachte seine Farben mit einer erfolgreichen Einzelaktion sogar in Führung. Kurze Zeit später wurde der vermeintliche Ausgleich der Hausherren im Powerplay wegen Abseits nicht anerkannt und einmal scheiterte der ERC auch noch am Pfosten. Leider quittierten die Oberfranken in dieser Phase zu viele Strafen und der Druck nahm immer mehr zu. So war es dann Torjäger Vaitl, der mit einem Direktschuss nach guter Kombination in doppelter Überzahl das 1-1 markierte. Sehr kurios war dann die erneute Führung der Gäste. Stoyans Distanzschuss  prallte von Torhüter Zellhuber an den Schlittschuh von Tarrach und dann über die Linie zum 1-2. Kurz danach nutze aber Friedl eine Einzelaktion gegen die zu zaghafte EHC-Abwehr wiederum zum Ausgleich.
In der ersten Pause fand Coach Waßmiller dann vermutlich die richtigen Worte. Zumindest kamen die Tigers deutlich besser ins Spiel und sorgten für völlig ausgeglichene Verhältnisse auf dem Eis. Pertls Pfostentreffer nach etwa 26 Minuten war die größte Torchance, weil man den gegenseitigen Respekt voreinander nicht verhehlen konnte. Keiner wollte den Vorentscheidenden Fehler begehen und viel spielte sich in der neutralen Zone ab, wie es in Spitzenspielen zweier Teams auf Augenhöhe häufig zu sehen ist. Etwas mehr Spielanteile und die eine oder andere Chance lagen nun auf Seiten des Teams vom roten Main.
Im Schlussdrittel setzte sich der ziemlich gleich verteilte Spielverlauf fort, bis Stoyan den Fernschuss von Geigenmüller in die Maschen zum 2-3 abfälschte. Damit hatten die Bayreuther die bessere Ausgangsposition und ließen die Bullen kommen. Man machte die Räume eng, störte früh mit gutem forechecking und ließ so gut wie keine klaren Aktionen von Sonthofen zu. Wenn doch einmal etwas durchkam war auch Bädermann in den entscheidenden Situationen zur Stelle. Mit aufopferungsvollem Kampf, sich in die Schüsse werfend und alles gebend, schaffte man es tatsächlich Minute um Minute von der Uhr zu bekommen. Knapp eine Minute vor Ultimo nahmen die Hausherren noch Zellhuber für einen sechsten Feldspieler vom Eis, aber auch dieses letzte Mittel fruchtete nicht. Fast wäre Stoyan bei einer Entlastung sogar noch sein Hattrick gelungen, doch auch so nahmen die Oberfranken drei wichtige Punkte mit nach Hause
Beide Trainer bestätigten in der Pressekonferenz dann das enge Spiel mit dem berühmten Quäntchen Glück auf Seiten des EHC. Entschieden ist damit zwar noch lange nichts. aber ein erster guter Anfang ist den Bayreuthern schon gelungen, auf den man in den nächsten Partien aufbauen kann.

-bis-

822 Zuschauer  Strafen: S: 6 Min BT: 12 Min Powerplay: S: 1/5 BT: 0/3

Sonthofen: Zellhuber, Hornik – Witting (2), C.Tarrach, Schütze, Bindl (2), Lang Blaha, Krötz – Vit, Vaitl, S.Tarrach, Sill, Friedl, Waibel, Gottwalz, Unzeitig, Newhook, Grimm (2), Hack

Bayreuth: Bädermann, Sievers  – Meixner, Zimmermann (2), Okonek (2), Potac (2), S.Mayer – F.Müller, Hlozek, Pertl, Geigenmüller, Bartosch, Waßmiller (2), Schmidt, Stoyan, Schadt (4)

Tore: 0-1 (10) Waßmiller (Potac, Hlozek); 1-1 (14) 5-3 Vaitl (Witting, Grimm); 1-2 (18) Stoyan; 2-2 (19) Friedl (C.Tarrach); 2-3 (43) Stoyan (Geigenmüller, Müller)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH