Penaltyniederlage der Tigers gegen Eishackler

EHC Bayreuth – TSV Peißenberg    1:2 n.P. (0-1;1-0;0-0)

Die Einschätzung zu dieser Zwischenrundenpartie fällt auf Bayreuther Seite extrem schwer. Nach dem grandiosen Erfolg vom Freitag war man sicher mit der Hoffnung auf mehr als nur einen Punkt gestartet, doch irgendwie kam diesmal so einiges zusammen.
Nach den ersten beiden guten Angriffen, bei denen einige der Zuschauer schon den Torjubel auf den Lippen hatten, konnte man sich in der Folgezeit auf der Tribüne eines etwas nachlässigen Eindrucks nicht erwehren. Die Wagnerstädter wirkten vor der nach dem tollen Auftakt etwas enttäuschenden Kulisse zumindest nicht wirklich präsent, fast etwas schläfrig, gewannen nur wenige Zweikämpfe und waren auch vor dem Tor zu unentschlossen. Nicht von ungefähr nutzten die Gäste einen ihrer wenigen Konter dann auch durch Buchwieser zum 0-1. Nach etwa 10 Minuten bekamen die Hausherren dann langsam etwas mehr „Zugriff“, deckten das von Barth gut gehütete Tor mit Schüssen ein, aber die einzelnen guten Chancen blieben ungenutzt.
Im Mittelabschnitt setzten sich diese Spielanteile fort, mit dem Unterschied, dass sich die hochkarätigen EHC-Chancen jetzt immer mehr häuften. Der Druck auf das TSV-Gehäuse nahm eigentlich ständig zu. In Überzahl erzielte Hlozek dann nach einem „scharfen“ Querpass von Mayer auch den längst fälligen Ausgleich. Den Oberbayern gelangen nur noch wenige Entlastungsangriffe, doch ein weiterer Treffen der Gelb-Schwarzen wollte trotzdem nicht fallen. Vor dem Tor fehlte dazu manchmal aber auch etwas der allerletzte Einsatz. Das Thema Chancenverwertung verfolgt den EHC eigentlich schon die ganze Spielzeit.
In den letzten 20 Minuten änderte sich daran weiter kaum etwas. Bei einem Lattentreffer von Hlozek kam dann auch noch das Pech dazu. Die Gäste verlegten sich nun endgültig relativ erfolgreich aufs Zerstören der EHC-Angriffe und den Rest entschärfte Goalie Barth. Die drei Referees trugen mit unzähligen falschen Entscheidungen bei Bully, Abseits oder Icing auch dazu bei, dass den nur noch rein defensiv agierenden Eishacklern immer wieder zusätzliche Verschnaufpausen eingeräumt wurden. So lief die Uhr unaufhaltsam immer weiter gegen die  anrennenden Tigers.
Das für den Zusatzpunkt nötige Penaltyschießen lief dann ziemlich einseitig für den TSV. Während Kopecky und Andrä verwandelten, scheiterten Pertl und Bartosch für die Tigers. Damit liegen alle drei 4 Teams der Zwischenrundegruppe B nun wieder nah bei einander und alle Clubs beginnen nächste Woche fast wieder bei Null.
Auch wenn er seinen Jungs keinen großen Vorwurf machen konnte - „Sie haben alles gegeben und versucht“ - merkte man Spielertrainer Waßmiller eine leichte Enttäuschung durchaus an. Mit „Das müssen wir akzeptieren und nun gegen Miesbach nachlegen“ setzte er den Fokus aber gleich auf die nächsten Aufgaben. Am Ende wusste man im Lager der Bayreuther dann nicht, ob man sich mehr über die Tabellenführung freuen oder über die verpassten Zähler ärgern sollte.

-bis-

658 Zuschauer  Strafen: BT: 4 Min P: 12 Min Powerplay: BT: 1/6 P: 0/2

Bayreuth: Sievers, Bädermann  – Meixner, Zimmermann, Okonek, Potac, S. Mayer, Zimmer – F. Müller, Hlozek (2), Pertl, Geigenmüller, Bartosch, Waßmiller, Schmidt, Stoyan, Zeilmann, Schadt

Peißenberg: Fe. Barth, Resch – Guggemoos (2), M. Barth, Dornbach, Lenz, Kastner (2), Tob. Maier – Weindl (2), Fl. Barth, A. Pfleger, Wasl, Tho. Maier, Müller, Andrä, Buchwieser (6), Weckerle, Kopecky

Tore: 0-1 (2) Buchwieser (Weindl); 1-1 (30) 5-4 Hlozek (S. Mayer, Potac); 1-2 (Pen) Andrä



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH