EHC Bayreuth bestätigt trotz Niederlage gute Frühform

Beim zweiten Vorbereitungsspiel in der Ferne die zweite Niederlage erneut gegen einen Oberligisten. Auch das Ergebnis ist mit 4:7 das gleiche wie beim ersten Auftritt . Dennoch war man insgesamt nicht unzufrieden im Lager des EHC.

Im ersten Drittel schienen die Mannen um Coach Waßmiller regelrecht überrascht von dem Offensivpower der Oberpfälzer. Regensburg startete furios und legte ein Tempo vor, dass die Bayreuther, jedenfalls in diesem Drittel, nicht mitgehen konnten. Gleich in der 2. Minuten nutze der Gastgeber einen nummerische Überzahl zur Führung. Feuerecker konnte dabei den am heutigen Abend eingesetzten jungen Goalie Max Müller zum ersten Mal überwinden.  Nur drei Minuten später war es Ex-Nationalspieler Fical, der traf und auf 2 : 0 stellte. Wieder  drei Minuten später waren es jetzt die Bayreuther, die ein Überzahlspiel nutzen konnten. Juhasz verkürzte. Allerdings währte die Freude über diesen Anschlusstreffer nicht lange. Regensburg spielte weiter sein Spiel und schoss in der Folge durch Huber (9.), Piecha (10.) und Brandt(18.) einen beruhigenden Vorsprung heraus, mit dem man auch in die erste Pause ging.

Das dies nicht so weitergehen sollte, war klar. Die Ansprache von Waßmiller in der Kabine schien jedenfalls Anklang gefunden zu haben. Eine fast komplett andere Bayreuther Mannschaft sah man jetzt auf dem Eis. Die Tigers kämpften und gingen jetzt auch die Wege des Gegners mit, machten die Räume eng und kamen auch selbst immer wieder in Position. Bis kurz vor der 2. Pause dauerte es, da schnappte sich Youngster Nikolai Pleger  in der 38. Min. den Puck im Mitteldrittel und zog auf und davon. Keiner der angreifenden Regensburger konnte ihn aufhalten und dem Regensburger Goalie lies er keine Chance, mit einem schönen „Move“ verladen konnte er die Scheibe locker einnetzen.

Im letzten Drittel legte der Bayernligist los, ähnlich wir Regensburg zu Beginn, wie die Feuerwehr. Gleich bei der ersten gefährlichen Aktion fiel der Anschlusstreffer zum 3:5. Hermann konnte aus dem Gewühl heraus die Scheibe im Tor der Regensburger unterbringen.  In der Folge schickte der am heutigen Abend schwache Schiedsrichter immer wieder Akteure der Tigers mit nicht immer nachvollziehbaren Gründen auf die Strafbank. Scheinbar mit Wut im Bauch hielt in der  46. Minute Florian Müller aus dem eigenen Drittel in der Nähe des Bullykreises auf das Tor des Gegners. Zur Verwunderung der Zuschauer konnte Leserer im Kasten des Heimteams diesen Schuss nichts entgegensetzen und lies ihn passieren.  4:5 stand es nun aus Sicht der Tigers und Regensburg konnte in dieser Phase des Spiels nichts gegen das Powerhockey der Bayreuther entgegensetzen.  Leider setzte der schon angesprochene Schiedsrichter seine fragwürdige und aus Sicht der Tigers auch einseitige Pfeiferei fort. Geigenmüller und Hlozek mit kleinen Strafen,– Kasten gleich mit 2 + 10 belegt waren die Tigers ab sofort nur noch dezimiert auf dem Eis anzutreffen. Trotzdem fuhren die Tigers noch den einen oder anderen Angriff. In der 53. Minute traf Seibel nur das Metall, im Gegenzug machte es der Regensburger Michl besser und netzte zum 6:4 für sein Team ein. Bevor gleicher Spieler nur eine Minute später den Entstand zum 7:4 herstellte, schickte der Mann im gestreiften Trikot wieder Mal einen Bayreuther, Patrik Franz, mit einer großen Strafe (2+10) vom Feld. Seinen Kontrahenten im Zweikampf belegt er hingegen nur mit 2 Minuten.  Nur wenige Minuten vor Ende der Partie kam es vor dem Bayreuther Tor, nachdem Goalie Müller etwas unsanft angegangen wurde, zu einem Tumult. Der vorher völlig unbeteiligte Helmroth fuhr an die Szenerie heran und schnappte sich von hinten Denis Hermann um mit diesen einen Fight zu beginnen. Im Laufe der Auseinandersetzung lies der Regensburger die Handschuhe fallen und versuchte auf Hermann einzuschlagen.  Ein nicht sehr rühmlicher Schlusspunkt der Partie.

Die Tigers können durchaus zufrieden aus diesem Spiel gehen. Man hat gegen den ambitionierten und von vielen als Geheimfavoriten gehandelten Oberligisten zwei Drittel dagegen gehalten war in diesen Phasen ebenbürtig. Der hohe Rückstand aus dem ersten Drittel war dann fast nicht mehr gut zu machen.


 

Torfolge:

1:0 (02.) Feuerecker
2:0 (05.) Fical
2:1 (08.) Juhasz, Bartosch
3:1 (09.) Huber
4:1 (10.) Piecha
5:1 (17.) Brandt
5:2 (38.) Pleger, Bartosch, Hlozek
5:3 (41.) Hermann, Fendt
5:4 (46.) Müller
6:4 (53.) Michl
7:4 (54.) Michl

Strafen:

Regensburg: 12 + 10 Helmroth

Bayreuth:  26 + 10 Kasten + 10 Juhasz +10 Franz



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth