Werbung für das Spitzenspiel

EHC beweist in Miesbach tolle Moral, dreht 0:2-Rückstand und gewinnt mit 4:3 nach Penaltyschießen

Der EHC Bayreuth bleibt auswärts eine Macht: Der Bayernliga-Zweite lag beim TEV Miesbach nach 30 Minuten mit 0:2 in Rückstand, dank einer kämpferischen Glanzleistung gelang dennoch ein 4:3 (0:2, 2:0, 1:1)-Erfolg nach Penaltyschießen.

Respekt! Hut ab! Grandiose Leistung!“, überschüttete Dietmar Habnitt sein Team nach dem Spiel mit Lob. Da war es dem EHC-Teammanager auch egal, dass die Tigers den dreifachen Punktgewinn nur knapp verpasst hatten. Bis 27 Sekunden vor der Schlusssirene hielt die Gästeführung, dann erzielte Mario Jann den Ausgleich. Im Penaltyschießen behielt der EHC einen klaren Kopf. Jozef Potac sowie Florian Müller verwandelten und Torwart Julian Bädermann entschärfte die Penaltys von Jann und Markus Busch.

Die nur mit vier Verteidigern und neun Stürmern angetretene Bayreuther Rumpftruppe – Defensivspezialist Marian Okonek wurde zum Stürmer umfunktioniert, um wenigstens drei Sturmreihen aufbieten zu können – belohnte sich für ihren starken Auftritt, denn der Erfolg war völlig verdient. Den durch zahlreiche Verletzungen gebeutelten Tigers war keinerlei Verunsicherung anzumerken. Selbst im ersten Drittel, in dem die Gäste mit 0:2 in Rückstand gerieten, lieferte Bayreuth eine starke Partie. Nur im Abschluss fehlte das Quäntchen Glück.

Ab dem Mitteldrittel waren die Bayreuther sogar Herr im Miesbacher Stadion. Der EHC überzeugte nicht nur mit großem Kampfgeist, sondern auch spielerisch. Mit Traumkombinationen nahm er die TEV-Defensive auseinander. Der Ausgleich war die logische Folge der Bayreuther Spielweise. Miesbach enttäuschte nicht und hielt stets dagegen, die besseren Torchancen verbuchten aber die Gäste.

Das setzte sich auch im Schlussdrittel fort, der großartig auftrumpfende Michael Fendt – er war an allen Toren beteiligt – erzielte die Führung für Bayreuth. Doch nicht nur Fendt glänzte, die Mannschaft trat geschlossen auf, kein Spieler fiel leistungsmäßig ab.

Der Ausgleich war einfach Pech“, sagte Habnitt. „Aber dieses Spiel hatte alles, was Eishockey ausmacht: aggressive Spielweise, schöne Kombinationen und jede Menge Spannung.“ Seine Mannschaft habe Werbung fürs Spitzenspiel am Sonntag gegen Tabellenführer Sonthofen betrieben. Und nicht nur das: „Der Erfolg hat zwar Kraft gekostet, aber dieser Sieg gibt uns noch einen Schub für das Bayernliga-Gipfeltreffen.“

EHC Bayreuth: Bädermann – S. Mayer, Potac; Kasten, Franz – F. Müller, Bartosch, Thielsch; Geigenmüller, Fendt, Schadt; Zeilmann, Okonek, Masel;

Tore: 1:0 (6.) Jann, 2:0 (15.) Rohm (5 gegen 4), 2:1 (29.) Müller (Schadt, Fendt), 2:2 (30.) Bartosch (Fendt, Geigenmüller – 5 gegen 4), 2:3 (46.) Fendt (S. Mayer, Geigenmüller), 3:3 (60.) Jann;

Strafminuten: Miesbach 10, Bayreuth 10; Zuschauer: 478.

 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH