Pflicht- und Arbeitssieg der Tigers bei den Ice Hogs

Mehr als ein 2:1 Sieg n. P. war am gestrigen Abend für den als Favoriten geltenden EHC Bayreuth in seinem Spiel gegen den EC Pfaffenhofen nicht drin. Die Tigers, die bedingt durch eine massiv verschneite Autobahn erst 10 Minuten vor dem regulären Spielbeginn eintrafen, mussten sich im Schnelldurchgang warmmachen und sahen sich bei dem 30 Minuten nach hinten verschobenen Anfangsbully anschließend erneut mit Schneetreiben im halboffenen Pfaffenhofener Eisstadion konfrontiert, was dem Spielfluss über die gesamte Partie sicher nicht zuträglich war.

Im ersten Abschnitt taten sich beide Teams gleichermaßen schwer, flüssige Kombinationen aufs Eis zu bringen. Viele Abspielfehler und überhastete Aktionen brachten nicht wirklich Gefahr für die Torhüter auf beiden Seiten. Die Tigers, insgesamt von der Spielanlage sicher das bessere Team, erspielten sich ein leichtes Übergewicht, ohne jedoch zählbaren Erfolg verbuchen zu können. Als in der 11. Minute Marco Zimmer – er saß die 2 Minuten ab, die sich S. Mayer durch einen Check gegen Kopf und Nacken (2+10) geholt hatte - gerade von der Strafbank zurück auf Eis wollte, gelang Spindler die doch etwas überraschende 1:0-Führung für die Gastgeber. In der Folge ging es weiter hoch und runter, ohne dass wirklich ernsthafte Chancen heraus gespielt werden konnte. So fiel in diesem Drittel auch kein weiteres Tor.

Zum Anfang des zweiten Drittels wechselten sich dann erst einmal die Tigers auf der Strafbank ab. Zeilmann, Potac und Okonek nahmen beinahe die ersten 6 Minuten des Abschnitts nacheinander auf dieser platz. Wer meinte, das Spiel würde jetzt Fahrt aufnehmen, sah sich getäuscht. Es ging beinahe weiter wie im ersten Abschnitt, mit dem Unterschied, dass das Spiel etwas giftiger wurde. Beide Teams neutralisierten sich meist und so war ein 0:0 im Mittelabschnitt die logische Folge.

Im Schlussdrittel wachten die Tigers auf oder hatten sich an die nicht besonders optimalen Verhältnisse gewöhnt. Jedenfalls konnte man die eine oder andere schöne Kombination der Jungs um Coach Waßmiller bestaunen und so des Öfteren gefährlich vor dem Kasten der Hausherren auftauchen. Der Lohn dieses Engagements ernteten die Tigers in Form des Treffers von Andreas Geigenmüller in der 51. Spielminute zum redlich verdienten Ausgleich. Auch wenn die Tigers jetzt Druck machten, der Treffer zum Sieg in der regulären Spielzeit wollte nicht mehr fallen und so ging es nach 60 Minuten ins Penaltyschießen. Und hier war es erneut Andreas Geigenmüller, der seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellen konnte. Als einziger von den sechs Schützen, die zum Penalty antraten, verwandelte der Rechtsschütze und sicherte seinen Tigers den hier zu vergebenden Zusatzpunkt.

 

EHC Bayreuth: Bädermann, M. Müller – Hermann, Kasten, S. Mayer, Potac, Okonek, Franz – Müller, Schadt, Geigenmüller, Thiehlsch, Juhasz, Bartosch, Zeilmann, Fendt, Masel, Zimmer

 

Torfolge: 1:0 (10.) Spindler (Feilmeier – 5 gegen 4), 1:1 (51.) Geigenmüller

Strafminuten: Pfaffenhofen 10, Bayreuth 16 + 10 gegen S. Mayer

Zuschauer: 275



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth