EHC Bayreuth setz überzeugende Siegesserie auch an der Aisch fort

Gestärkt durch die klasse Vorstellungen der letzten Wochen übernahmen die Oberfranken auch bei den Panzerechsen vom Bully weg die Initiative und drängten nach vorne. Mit dem im zweiten Versuch von Thielsch verwandelten Alleingang lenkte man die überlegene Anfangsphase auch bald in die richtigen Bahnen. Mit der einzigen echten Torchance der Hausherren gelang dann Grau direkt vor Bädermann sogar der schmeichelhafte Ausgleich und stellte die Spielanteile quasi auf den Kopf. Die Lila-Grünen hatten sich auf gelegentliche Konter aus einer massierten Abwehr verlegt, doch da diese Versuche meist schon im Keim erstickt wurden, spielte sich fast alles nur vor Torhüter Glaser ab, der sein Team mit zahlreichen Paraden noch im Spiel halten konnte. Als Fendt einen schnellen Gegenstoß mit einem trockenen Schuß erfolgreich abschloss und Zeilmann nur 30 Sekunden später per Nachschuss auf 1-3 stellte, wurden die Vorteile auch auf der Anzeigentafel deutlich, denn Eishockey gespielt hatte eigentlich nur eine Mannschaft.

Mit dem 1-4 durch einen Überzahlschlagschuss von Mayer erhöhten die Bayreuther auch gleich erneut und sorgten für eine ganz frühe Vorentscheidung gegen die durch Verletzungen arg dezimierten Alligators. Äußerst souverän behielt man die Partie im Griff und gestattete den Gastgebern nicht einmal bei numerischer Überlegenheit wirklich gefährliche Aktionen. Die gelb-schwarzen spielten aber da schon nicht mehr mit letzter Konsequenz und so fiel nur noch ein Treffer durch Fendt, der Glaser mit einem Schuß aus zentraler Position „tunneln“ konnte.

Zum Letzten Drittel gab Trainer Waßmiller Juniorentorwart Müller noch seinen Einsatz und verschaffte auch den anderen Nachwuchsspielern Eiszeit. Auf dem Eis genauso wie auf den Rängen blieben die Kräfteverhältnisse aber davon unverändert. Das Team spielte locker und dominant und auf der Tribüne sangen nur die zahlreichen Anhänger aus der Wagnerstadt. 2 mal Bartosch und Geigenmüller mit schönen, flüssigen Spielzügen durch kombiniert, bei einem Gegentor durch Sikorski trafen noch für den EHC und sorgten am Ende für einen auch in dieser Höhe völlig verdienten Sieg gegen die sich tapfer und fair wehrende Jun-Truppe. Hätte man bei den Gästen nicht schon sehr früh einen Gang herunter geschaltet, wäre es vermutlich noch deutlicher geworden. Vor allem technisch und läuferisch gab es mehr als nur einen Klassenunterschied für den das Team sich die verdiente Anerkennung der eigenen stimmungsvollen Fans abholte.

Beide Trainer waren dann auch in der Pressekonferenz einer Meinung, dass der EHC das Spiel durchgehend komplett unter Kontrolle hatte und die Alligators gegen das hohe Tempo des Teams vom roten Main chancenlos war.

Höchstadter EC – EHC Bayreuth                    2:8       (1-3;0-2;1-3)

 

1 084 Zuschauer           Strafen: H: 6 Min          BT: 8 Min         Powerplays: H: 0/3       BT: 1/2

 

Höchstadt: Glaser, Feeser (ab 54) – Sikorski, D.Goblirsch, Eyrich, Kaczmarek, Weiß, Babinsky (2) – Jun (2), Tratz (2), Lenk, Grau, Stribny, Dam

 

Bayreuth: Bädermann, M. Müller (ab 41)  – Okonek, Kasten (2), Hermann, Potac (4), S. Mayer, Zimmer Franz  – F. Müller (2), Geigenmüller, Masel, Fendt, Bartosch, Thielsch, Juhasz, Zeilmann, Schadt, Seibel

 

Tore: 0-1 (7) Thielsch (Kasten, Juhasz); 1-1 (11) Grau (Eyrich, Kaczmarek): 1-2 (18) Fendt (Bartosch, Potac); 1-3 (19) Zeilmann (Hermann, Seibel); 1-4 (22) 5-4 S.Mayer (Potac, Fendt); 1-5 (40) Fendt (Potac, Bartosch); 1-6 (28) 4-4 Bartosch (S.Mayer, Potac); 2-6 (29) Sikorski; 2-7 (29) Geigenmüller (Bartosch, Potac); 2-8 (53) Bartosch (Geigenmüller, Fendt)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth