Tigers auch in Nürnberg standesgemäß

In der fast schon überfüllten Nebenhalle gingen die Oberfranken schon mit dem ersten Angriff (nach 29 Sekunden!!) durch Juhasz in Führung, der einen Querpass von Thielsch, zentral vollendete. Die Norisstädter waren auch danach nur ein Spielball für die Gelb-schwarzen die fast nach Lust und Laune agieren konnten. Bartosch erhöhte auch gleich zweimal. Zuerst mit einer starken Einzelaktion bei angezeigter Strafe für die Hausherren und als Geigenmüller zuerst mit einem Unterzahlbreak noch an Torhüter Schnierstein scheiterte, traf er dann beim zweiten Versuch zum 0-3 schon nach 6 Minuten. Nachdem Juhasz noch einen weiteren Treffer markieren konnte, kam auch der EHC 80 zu einer ganz seltenen Möglichkeit, doch Braund visierte dabei den Pfosten an. Mit dem 0-5 von Müller, der den Goalie in dieser Szene regelrecht „auszockte“ setzte man auf den völlig einseitigen Spielverlauf sogar kurz vor der ersten Pause noch ein „Schmankerl“ oben drauf.

Im Mittelabschnitt änderte sich nichts an den Spielanteilen, sondern das Einbahnstraßenhockey mit gelegentlichen Unterbrechungen setzte sich nahtlos fort. Ein sich steigernder Schnierstein im Tor der Nürnberger und eine extrem schlampige Chancenverwertung der Tigers verhinderten aber vorerst weitere Treffer. Die Hausherren versuchten noch mehr Augenmerk auf die Defensive zu richten und stellten ihre Angriffe dafür fast komplett ein, allerdings gelang das nur bedingt und die Gäste überboten sich teilweise im Auslassen hochkarätigster Torchancen. Ab der 30.Minute etwa versuchten die Achtziger dann zumindest ab und zu auch wieder etwas für die Offensive zu tun und verzeichneten dabei einen weiteren Pfostenschuß, bevor Juhasz im Powerplay und Hermann innerhalb von 45 Sekunden doch noch zweimal für die Wagnerstädter einnetzten.

Zum Schlussdrittel wechselte das Heimteam dann den Goalie, der sich auch gleich wieder unter Beschuss sah. Bei einem Schussverhältnis von am Ende 19-69 konnten sich die Torhüter in Blau-rot wahrlich nicht über Arbeitsmangel beschweren. Allerdings gelang nur noch ein weiteres Tor durch Geigenmüller, der einen feinen Steilpass von Neuzugang Göldner, der mit einem soliden und fehlerfreien Debut aufwartete, technisch stark zum Endstand veredelte.

8 Minuten vor Ende hatte dann der 16 jährige Jugendtorwart der Tigers Moritz Schmidt noch seinen großen Auftritt. In seinem ersten Einsatz bei den Herren präsentierte sich das Talent völlig ohne Angst und zeigte sogar einige beherzte Aktionen, konnte Schüsse parieren und hielt die Null bis zum Ende mit fest.

Tigerscoach Waßmiller war genauso wie die meisten der mitgereisten Fans mit der Effektivität im Sturm nicht ganz zufrieden. „Das eine oder andere Tor hätten wir mehr machen müssen, aber das wir uns so viele Chancen erspielt haben, ist auch wieder positiv“, erklärte er nach dem Spiel um den Fokus gleich wieder auf die nächste schwere Aufgabe am Sonntag beim starken ESC Dorfen zu richten.

422 Zuschauer, Strafen: N: 8 Min, BT: 4 Min, Powerplays: N: 0/2,  BT: 1/4

Nürnberg: Schnierstein, Metz (ab 41) – H.Schnabel, Jones (2), Hahn, O.Schnabel (2) – C.Hörl, Reiser, Budny (4), P.Hörl, Wiener, Braund, Meiler, Priem, Gietl, Härtlein

Bayreuth: Bädermann, Mo.Schmidt (ab 52)  – Okonek (2), Göldner, Kasten, Hermann (2), Potac, Zimmer  – F.Müller, Geigenmüller, Masel, Fendt, Bartosch, Thielsch, Juhasz, Zeilmann, Seibel

Tore: 0-1 (1) Juhasz (Thielsch); 0-2 (4) 6-5 Bartosch (Fendt); 0-3 (6) 4-5 Bartosch (Geigenmüller, Potac); 0-4 (10) Juhasz (Müller); 0-5 (19) Müller (Juhasz); 0-6 (38) 5-4 Juhasz (Müller, Bartosch); 0-7 (38) Hermann; 0-8 (45) Geigenmüller (Göldner)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH