EHC Bayreuth setzt Siegesserie auch bei starken  Dorfener fort

Die ersten Minuten versuchten die Gäste die erwartete Anfangsoffensive der Eispiraten schon in der Entstehung zu unterbinden. Einige Wechsel gelang das auch ganz gut, doch dann unterliefen ihnen doch mehrere Fehler in der Defensive samt Torwart Bädermann, die der technische starke ESC-Kanadier Anderson zweimal zu Toren nutzen konnte. Danach kämpften sich die charakterstarken Oberfranken aber Stück für Stück ins Spiel zurück und schafften durch den von Potac im Powerplay frei gespielten Geigenmüller auch den verdienten Anschluss. Gegen seinen direkten Abschluss aus Mittelstürmerposition war auch der gute Tanzer im Heimtor machtlos.

Im Mittelabschnitt behielten die Gäste dann fast durchgehend die Oberhand und brachten ihre spielerischen Vorteile auch immer besser zur Geltung. Durch den Ausgleich, mit einem trockenen Schuss von Fendt, zentral von Bartosch frei gespielt, beflügelt, hatte man weitere zahlreiche Torchancen, die aber noch nicht genutzt werden konnten. Nach 31 Minuten bejubelte der Gelb-schwarze Anhang auch schon die vermeintliche Führung, doch der das relativ faire Spiel weitgehend laufen lassende Schiedsrichter hatte zuvor schon unterbrochen. Eine kurze Phase des wilden „coast to coast hockeys“ mit einigen Großchancen auf beiden Seiten, blieb dann auch noch ohne Treffer und so wurde die Entscheidung der Partie ins Schlussdrittel verlegt.

Dort blieben die Wagnerstädter weiterhin die agierende Mannschaft, aber die Freibeuter blieben mit ihren Gegenzügen auch gefährlich. Durch einen Sonntagsschuss von Geigenmüller jenseits der blauen Linie, als er aus der Drehung einfach einmal abzog und mit Hilfe des Innenpfostens Tanzer total überraschte, neigte sich die Waage dann endgültig zu Gunsten der Oberfranken. Der sehr spielfreudige Geigenmüller hatte damit aber noch lange nicht genug, setzte zu einem weiteren Solo an, mit dem er noch am Goalie scheiterte, was durch Zimmers Nachsetzen aber doch noch zum 2-4 genutzt werden konnte. Leider verletzte sich dann Junior Masel noch bei einem schmerzhaften Aufprall in die Bande, wonach er genauso wenig weiter spielen konnte wie zuvor schon Müller mit Fußverletzung, und zwang damit Trainer Waßmiller endgültig zu massiven Umstellungen. Seibel übernahm den Platz von Müller neben Juhasz und Thielsch, Hermann spielte für Zimmer in der Abwehr und der dritte Angriff wurde fortan von Zimmer, Zeilmann und Franz gebildet Die Tigers ließen sich davon allerdings nicht sonderlich beeindrucken und hätten das Spiel fast ruhig und sicher nach Hause gebracht. Eine Unachtsamkeit nutzte der allein gelassene Hämmerle dann aber 150 Sekunden vor Ultimo nochmals zum Anschluss und weckte die zuvor fast schon resignierenden Hausherren nochmals auf. Eine Auszeit von Trainer Samanski und der obligatorische Versuch mit einem weiteren Feldspieler statt dem Torhüter, brachte den Ausgleich gegen sich clever dagegen stemmende Festspielstädter allerdings auch nicht mehr und so konstatierten beide Trainer in der Pressekonferenz einen knappen, aber durchaus verdienten Sieger in diesem interessanten und intensiven Spitzenspiel der Bayernliga.

ESC Dorfen –  EHC Bayreuth                         3:4       (2-1;0-1;1-2)

 

300 Zuschauer              Strafen: D: 2 Min          BT: 18 Min       Powerplays: D: 0/4       BT: 1/1

 

Bayreuth: Bädermann, Mo.Schmidt  – Okonek (2), Göldner, Kasten (2), Hermann, Potac, S.Mayer, Zimmer (2), Franz  – F.Müller, Geigenmüller, Masel, Fendt, Thielsch, Bartosch, Juhasz, Zeilmann, Seibel (12)

 

Dorfen: Tanzer, Cesak – Numberger, Rauscher, Zink, Mitternacht, Behrendt, Kroner – Attenberger, A.Koß, Anderson (2), Fürbeck, Hämmerle, Beham, Zollo, C.Poetzel, D.Koß, Trox, Hinterwimmer

 

Tore: 0-1 (6) Anderson (Trox); 0-2 (11) Anderson (Mitternacht); 1-2 (14) 5-4 Geigenmüller (Potac, Bartosch); 2-2 (29) Fendt (Potac, Bartosch); 2-3 (45) Geigenmüller (Potac); 2-4 (49) Zimmer (Geigenmüller)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH