Glanzloser Dreier hält Tigerssiegserien aufrecht

Wie erwartet starteten die Hausherren sofort mit dem Vorwärtsgang und beschäftigten den Außenseiter aus der Münchner Vorstadt fast pausenlos in der Defensive. Kein einziger Torschuss der Gäste in den ersten 10 Minuten waren dafür ein deutliches Indiz. Durch die personellen Ausfälle noch verschärft, suchten die Wanderers verständlicherweise ihr Heil strikt in der Abwehr, was Trainer Ashton, als einzige Möglichkeit für sein Team auch freimütig einräumte. Mit dem Führungstreffer von Müller, der nach einem Abwehrfehler unbedrängt aus dem Zentrum sicher verwandelte, schien das ungleiche Aufeinandertreffen zwischen Spitzenmannschaft und Underdog auch seinen erwarteten, einseitigen Verlauf zu nehmen, doch es gelang den Oberfranken nicht nach zu legen. Irgendwie fehlte etwas der letzte Kick im Abschluss, man ging mit den Torchancen etwas zu leichtfertig um oder scheiterte am guten Nachwuchstorhüter Klein. Als dann Jeske die inkonsequente EHC-Abwehr per Rückhand auch noch mit dem Ausgleich bestrafte nahm das Resultat bei einem Schussverhältnis von zwischenzeitlich 21-4 fast schon etwas groteske Züge an.

Im Mittelabschnitt ließen die Tigers weitere Möglichkeiten ungenutzt und erlaubten sich sogar einmal den Luxus das völlig leere Tor aus etwa 5 Metern zu verfehlen. Einen schnellen Gegenzug bei einem Powerplay für Germering konnte Juhasz dann zwar zur erneuten Führung nutzen, doch keine 2 Minuten später glich Schumacher mit einem halben Bauerntrick schon wieder aus. Zu sorglos agierte man dabei kurz nach dem schadlos überstandenen Ablauf einer eigenen Strafe. Die Spielanteile waren da zwar immer noch klar zu Gunsten der Wagnerstädter, aber die Gäste waren zumindest etwas besser im Spiel als noch in den ersten 20 Minuten. Durch das Tor von Geigenmüller und dem Lattentreffer von Juhasz gelang aber doch noch der verdiente 3-2 Vorsprung vor der zweiten Pause.

Die häufig mit allen 5 Feldspielern in der eigenen Zone agierenden Germeringer machten weiter die Räume eng und ließen den etwas zu verspielt wirkenden Tigers nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Folgerichtig blieb es Thielsch mit einem Nachschuss bei 5 gegen 4 vorbehalten die drei Punkte auf der Habenseite der Oberfranken abzusichern, ohne das man richtig glänzen konnte. Germering verkaufte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten gut und bei den Tigers erklärte Trainer Waßmiller die fehlende Spritzigkeit seiner Cracks mit dem harten Training der letzten Tage als Vorbereitung für die folgende heiße Saisonphase ab Februar.

EHC Bayreuth – Germering Wanderers                               4:2       (1-1;2-1;1-0)

 

632 Zuschauer                        Strafen: BT: 8 Min      G: 10 Min        Powerplays: BT: 1/5    G: 0/4

 

Bayreuth: Bädermann, M.Müller  – Okonek, Göldner, Kasten, Hermann, Potac, S.Mayer  – F.Müller Geigenmüller, Fendt, Thielsch, Bartosch, Zeilmann, Zimmer, Seibel

 

Germering: Klein, C.Schedlbauer – Schmidbauer, Jeske, Gambs, Chavira-Schramm , Dosch – May, Bentenrieder, Rossi, Lieb, Ott, Schumacher, Smolik, Reichel, T.Schedlbauer

 

Tore: 1-0 (3) Müller (Juhasz, Kasten); 1-1 (14) Jeske (Bentenrieder); 2-1 (33) 4-5 Juhasz (Thielsch); 2-2 (35) Schumacher; 3-2 (38) Geigenmüller (Potac, Fendt); 4-2 (44) 5-4 Thielsch (Kasten)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth