Spektakuläres Spitzenspel

EHC Bayreuth liefert beim ERC Sonthofen einen tollen Kampf, unterliegt aber mit 3:5.

Der EHC Bayreuth hat auch das zweite Saisonspiel gegen den großen Rivalen im Kampf um die Bayernliga-Meisterschaft verloren. Allerdings zeigten die Tigers gestern Abend bei der 3:5 (0:2, 2:1, 1:2)-Niederlage beim ERC Sonthofen eine tolle Leistung und begegneten den Allgäuern auf Augenhöhe.

Hohes Tempo, tolle Kombinationen packende Zweikämpfe, viele Tore und zwei mannschaftlich geschlossen starke Teams: Das Duell zwischen dem Tabellenersten und seinem ärgsten Verfolger hatte das Prädikat Spitzenspiel voll verdient. Erst nach dem Treffer zum 5:3 in der 59. Minute stand Sonthofen als Sieger fest. Bis dahin war die Partie ausgeglichen.
„Mit etwas mehr Glück hätten auch wir den Sieg holen können“, sagte Dietmar Habnitt nach der Partie. Dabei trauerte der Teammanager des EHC Bayreuth vor allem dem verschlafenen ersten Drittel nach. Die Gäste fanden nur schwer in die Partie und gerieten durch Treffer von Michael Waginger (16.) und Marc Sill (17.) mit 0:2 in Rückstand. Dieser Doppelschlag war letztlich spielentscheidend. Bayreuth kämpfte sich zwar immer wieder heran, doch Sonthofen konnte seinen Vorsprung stets verteidigen. „Vielleicht hatten wir nach der langen Busfahrt in den ersten 20 Minuten etwas schwere Beine und waren deshalb nicht hundertprozentig da“, mutmaßt Habnitt. Denn ab dem zweiten Durchgang präsentierte sich Bayreuth wesentlich stärker. Dazu trug auch eine Umstellung bei. Kevin Altmann wechselte in die erste Reihe, Florian Zeilman übernahm dessen Platz in der dritten, und Oleg Seibel fand sich in der vierten Formation wieder. Der EHC war nun das bessere Team und entwickelte viel Druck. Der Anschlusstreffer durch Michal Bartosch (26.) war hochverdient, doch mitten in dieser Drangphase, stellte Sonthofen wieder den Zwei-Tore-Vorsprung her. Florian Müller (36.) hielt die Bayreuther Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis mit seinem Unterzahltreffer am Leben.
Selbst als das Heimteam im ausgeglichenen Schlussdrittel auf 4:2 (43.) davonzog, war die Partie noch nicht entschieden. Marcel Juhasz erzielte drei Minuten später mit einem sehenswerten Alleingang den Anschlusstreffer. „Leider haben wir etwas fragliche Strafzeiten bekommen, ansonsten hätten wir mehr Druck aufbauen können“, haderte Habnitt mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. So entschied Waginger mit seinem zweiten Treffer endgültig die Partie.
Trotz der Niederlage war Habnitt vom hohen spielerischen Niveau der Partie begeistert: „Ich habe einige Zweitliga- und Oberligatrainer im Stadion getroffen, alle waren der Meinung, dass beide Teams problemlos in der Oberliga mithalten können.“ EHC Bayreuth: Siekmann – Hermann, Kasten; S. Mayer, Potac; Göldner, Okonek; Franz, Zimmer – Seibel, Müller, Thielsch; Bartosch, Fendt, Geigenmüller; Altmann, Juhasz, Hlozek; Pleger, Zeilmann und Masel.
Tore: 1:0 (16.) Waginger (Kleinheinz), 2:0 (17.) Sill (Snider, Rabbani), 2:1 (26.) Bartosch (Potac, Fendt), 3:1 (32.) Witting (Snider), 3:2 (36.) Müller (Thielsch – 4 gegen 5), 4:2 (43.) Newhook (5 gegen 4), 4:3 (46.) Juhasz (Siekmann), 5:3 (59.) Waginger (Friedl).
Strafminuten: Sonthofen 6 plus 10 gegen Vit, Bayreuth 12.
Zuschauer: 985



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH