Halbfinale ist dem EHC Bayreuth kaum noch zu nehemen

In diesem letzten Derby sahen die auch durch die mit großen Abordnungen eingeladenen BBC, Altstadt, Haspo und ATS Kulmbach deutlich über 1000 Besucher vom Bully weg ein flüssiges Spiel, obwohl die Gäste durchgehend den Eindruck erweckten, nur auf Schadensbegrenzung aus zu sein. Erwartungsgemäß übernahmen die Tigers auch sofort die Initiative und der von Juhasz herrlich frei gespielte Okonek brachte seine Farben mit starkem Abschluss schnell in Führung. In der Folgezeit bewahrte Feeser die Alligators mit einigen guten Paraden vor Schlimmerem, die zumindest auch einige wenige Offensivaktionen hatten. Kurz vor der ersten Pause erhöhte Torjäger Hlozek aber immerhin noch auf ein standesgemäßes 2-0 gegen seinen ehemaligen Club.

Im Mittelabschnitt hatten die Gäste dann kurzzeitig den besseren Start und verzeichneten bei einem Lattenschuß in Überzahl ihre beste Chance des ganzen Spiels. Dieses Strohfeuer hielt aber nicht lange an, denn besonders läuferisch bewegten sich die Wagnerstädter in einer völlig anderen Liga als die Mittelfranken. Hlozek schraubte seine prächtige Torquote per Nachschuss nach oben und als Geigenmüller bei seinem Unterzahlbreak unfair gestoppt wurde, holte er seinen Treffer kurzerhand mit dem fälligen und sicher verwandelten Penalty nach. Höchstadt war spätestens ab diesem Zeitpunkt heillos überfordert, obwohl die Tigers noch nicht einmal alle Register gezogen hatten. Die spielerischen Vorteile waren so auffällig, dass man auch beim erneut perfekt verwandelten Alleingang Geigenmüllers zum 5-0 nicht von einer Spielentscheidung sprechen kann. Die Frage nach dem Sieger dieser Partie stellte sich nämlich eigentlich schon viel früher nicht mehr wirklich.

Im Schlussdurchgang blieben die Spielanteile auch unverändert. Weil sein eigentliches Tor nicht anerkannt wurde (die Schiris sahen die Scheibe nicht hinter der Torlinie), setzte Bartosch nach und schloss sein dynamisches Solo aus der Ecke heraus drei Minuten später doch noch zum 6-0 ab. Der sehr aktive Thielsch krönte seine gute Vorstellung dann mit dem nächsten Treffer, als er erst seinen Gegenspieler und dann noch den Goalie mit seiner Einzelaktion regelrecht „vernaschte“. Den Schlusspunkt setzte dann wie bei der Eröffnung des Torreigens Okonek, der sein „Dreipunktespiel“ mit dem Powerplaytor zum Endstand vollendete, nachdem zuvor im Dauerdruck des EHC trotz mehrerer Versuche kein Tor gelungen war.

Höchstadts Spielertrainer Jun war sich über die Kräfteverhältnisse mit seinem Gegenüber Waßmiller in der Pressekonferenz auch völlig einig. Während der Tigerdompteur wieder sehr zufrieden mit Tempo und Einsatz seiner Mannschaft war, erkannten die Gäste ihre völlige Chancenlosigkeit ohne große Umschweife an. Der Klassenunterschied in allen Belangen zwischen beiden Teams war aber auch einfach nicht zu verleugnen. Während die Oberfranken weiter mit Elan ihrem Saisonhöhepunkt entgegen steuern, sehnt der HEC doch offensichtlich mehr das Ende der Spielzeit herbei.

EHC Bayreuth – Höchstadter EC                                8:0       (2-0;3-0;3-0)

 

906 Zuschauer              Strafen: BT: 20 Min      H: 14 Min         Powerplays: BT: 1/5     BT: 0/3

 

Bayreuth: Bädermann, Siekmann  – Okonek, Göldner (12), Kasten, Hermann, Potac, Zimmer (4), Franz (2) – F. Müller, Hlozek, Geigenmüller, Fendt, Thielsch, Bartosch (2), Pleger, Juhasz, Zeilmann, Seibel

 

Höchstadt: Feeser, Glaser – Stütz, Sikorski (2), D. Goblirsch, (4) Eyrich, Kaczmarek (4), Babinsky (2) – S. Goblirsch, Michalek, Jun, Tratz, Lang, Gulda, Grau, Hiendlmeyer, St. Maier

 

Tore: 1-0 (5) Okonek (Juhasz, Göldner); 2-0 (20) Hlozek (Okonek, Göldner); 3-0 (28) Hlozek (Juhasz, Potac); 4-0 (30) 4-5 Geigenmüller (Penalty); 5-0 (38) Geigenmüller (Franz, Kasten); 6-0 (50) Bartosch (Fendt, Geigenmüller); 7-0 (56) Thielsch (Seibel); 8-0 (59) 5-4 Okonek (Hlozek, Zeilmann)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH