Tigers gehen als Gruppensieger ins Halbfinale

Die Hausherren fanden zu Beginn etwas besser ins Spiel und setzten die ersten Akzente. Nach etwas Anlaufzeit kämpften sich die Tigers in die Partie und stellten die erwarteten Kräfteverhältnisse wieder her. Die Gäste übernahmen immer mehr Spielanteile und bekamen ihre Torchancen, wovon Geigenmüller eine nach turbulenten Szenen vor dem guten Tanzer per Nachschuss zur nicht unverdienten Führung nutzen konnte. Nach einem kapitalen Fehler im Aufbau, den Führmann in Unterzahl sofort mit dem Ausgleich bestrafte, antwortete der EHC aber nach nur 14 Sekunden sofort. Potac brachte seine Farben mit einem clever ausgespielten Powerplayspielzug aus der Distanz wieder in Front und korrigierte den Fauxpas schon im Gegenzug. Mit dem 1-3 durch Juhasz, der einen Zentimetergenauen Querpass von Göldner direkt veredelte, legten die Oberfranken auch gleich noch mal nach und stellten die Weichen schon etwas auf Sieg.

 

Im Mittelabschnitt blieben die Wagnerstädter weiter spielbestimmend, wobei der ESC auch die eine oder andere Szene vor Siekmann hatte, der seine Aufgaben aber sicher bewältigte. Im Angriff, speziell in der „heißen Zone“ vor dem Tor fehlte den Bayreuthern vielleicht etwas der letzte Druck, oder man hatte den einen oder anderen Schnörkel zuviel, so dass man auch keinen weiteren Treffer landen konnte. In echte Gefahr kam man aber kaum, weil man die Zügel eigentlich immer in der Hand behielt. Der Eindruck dass man falls nötig jederzeit zulegen könnte, oder der Vergleich dass ein gutes Pferd nur so hoch springt, wie es gerade muss, beschreibt die Zustände auf dem Eis relativ gut. Die Chance mit dem mehrfach möglichen 1-4 endgültig alles klar zu machen, konnte man aber auch nicht nutzen.

Im Schlussdrittel übernahm dann Altmann die Position von Seibel neben Müller und Thielsch, was die leichten Vorteile der Gelb-schwarzen eher noch bestärkte. Als man sich schon fast mit dem Ergebnis abgefunden zu haben schien, weckte der EHC die Eispiraten mit etwas zu passivem Spiel noch einmal auf. Ein etwas zu zögerliches Defensivverhalten nutzte der auffällige Kanadier Anderson mit feinem Schuss zum 2-3 und setzte damit das Startsignal für ein letztes Aufbäumen des ESC. Mit ihrer Paradereihe versuchten sie es auch noch mal und sorgten für Druck und „Verkehr“ vor Siekmann. Mit etwas Glück und viel Geschick sicherten sich die Bayreuther den knappen aber letztlich nicht unverdienten Dreier, der ihnen nun Platz 1 für die im März beginnenden Play-offs sichert.

 

ESC Dorfen – EHC Bayreuth                                   2:3       (1-3;0-0;1-0)

 

250 Zuschauer                        Strafen: D: 12 Min      BT: 20 Min      Powerplays: D: 0/5      D: 1/6

 

Dorfen: Tanzer, Cesak – Numberger, Kreß, M. Poetzel, Behrendt, Kroner – Attenberger (4), Brenninger, A.Koß , Anderson, Fürbeck (2), Hämmerle, Beham, Führmann, C. Poetzel (2), D.Koß (2), Trox (2)

 

Bayreuth: Siekmann, Bädermann – Okonek (4), Göldner (2), Hermann, Potac, Zimmer, Franz  – F.Müller, Hlozek, Geigenmüller (2), Altmann (10), Fendt, Thielsch, Bartosch, Juhasz, Zeilmann (2), Seibel

 

Tore: 0-1 (14) Geigenmüller (Fendt, Bartosch); 1-1 (16) 4-5 Führmann; 1-2 (16) 5-4 Potac (Geigenmüller, Fendt); 1-3 (19) Juhasz (Göldner); 2-3 (54) Anderson (M.Poetzel)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH