DEL 2 Spitzenteam Heilbronn zu stark für Bayreuth

Nach Gleichverteiltem Beginn in diesem zweiten Testspiel der Tigers hintereinander gelang den klassenhöheren Gästen mit dem ihrem ersten gefährlichen Angriff auch schon die Führung. Bires reagierte nach einer Parade von EHC-Goalie Bädermann am schnellsten und verwertete den Abpraller. Heilbronn spielte zwar nicht spektakulär, doch zeigte sich ihre Klasse in den berühmten Kleinigkeiten. So wurde jede noch so kleine Ungenauigkeit im Passspiel oder Scheibenannahme sofort konsequent bestraft, da sie auch sehr eng an ihren Gegenspielern dran waren und ihnen damit nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten boten. Im Gegenzug gab es solche Unzulänglichkeiten in ihrem eigenen Spiel fast überhaupt keine. Folgerichtig gab es auch nur wenige gute Offensivszenen der Hausherren und die auch alle ohne zählbaren Erfolg. Im Gegensatz dazu nutzten die Falken einige ihrer Möglichkeiten durch Blank, der eine Unordnung in der Defensive der Oberfranken bestrafte und Krull, der mit einem „Billiardtreffer“ – mehrere Abpraller von „Freund und Feind“ - auf 0-3 stellte.

Gleiches Szenario gab es im Mitteldrittel. Der Zweitligamitfavorit Heilbronn spulte weiter sein Pensum konsequent und effektiv ab und auch Hauptschiedsrichter Linnek sorgte mit einigen fragwürdigen Entscheidungen gegen die Tigers für den Unmut des Publikums. Einen sehr „überraschenden“ Penalty (26.) konnte Asselin z.B. zwar noch nicht nutzen, doch nur Sekunden später markierte Baum völlig allein gelassen vor Bädermann das 0-4 und das Schicksal nahm seinen Lauf. Man kann nicht sagen das die Wagnerstädter nicht wollten, doch fehlten ihnen gegen die im Training viel weiter stehenden Gäste, noch dazu nach der kräftezehrenden Partie vom Vortag, nicht nur die spielerischen, sondern auch die körperlichen Mittel. Deutlich wurde das besonders als in jedem Drittel mit zunehmender Spielzeit die Schwierigkeiten der Gelb-schwarzen größer wurden. Spielerisch reifer und auf beiden Seiten der Eisfläche viel robuster demonstrierten die Kätchenstädter ihre Qualitäten eindrucksvoll und erhöhten das Resultat auf verschiedenste Arten bis auf 0-7 nach 40 Minuten.

Auch im Schlussabschnitt änderten sich die Vorzeichen nicht. Bayreuth suchte den „Schlüssel ins Spiel“ fand ihn aber nicht und die Gäste erweckten nie den Eindruck an ihre Grenzen gehen zu müssen. Trotzdem schraubten sie das Ergebnis gegen die oft zu unentschlossen wirkende EHC-Abwehr weiter hoch und Coach Waßmiller nutzte diesen Test um wechselnde Formationen auch ohne die verletzten Potac, Müller, Pauker und Sievers und dem sichtlich angeschlagenen Thielsch zu probieren. Dabei gab er auch den sonst nicht so im Rampenlicht stehenden Akteuren reichlich Eiszeit. Der renommierte Zweitligist war an diesem Tag mehr als eine Nummer zu groß für die Tigers, was aber unter den Voraussetzungen nicht weiter verwundert und auch nicht der Anspruch des Oberligaaufsteigers sein sollte.

EHC Bayreuth  – Heilbronner Falken                                  0:10     (0-3;0-4;0-3)

955 Zuschauer                        Strafen: BT: 20 Min    H: 8 Min          Powerplays: BT: 0/3    H: 0/4

Bayreuth: Bädermann, Max Schmidt (ab 52) – Wolsch, Sevo, Göldner, Kasten (2), Hermann, S.Mayer, Zimmer, Franz  – Holzmann (4), Geigenmüller, Pietsch (2), Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Pleger, Juhasz, Zeilmann, Schadt (12)

Heilbronn: Martinovic, Lehr (ab 34) – Card (2), Krull, Bär (2), Danner, Baum, Fendt, Versteeg (2) – F.Carciola, Blank, Hock, Bires, Ackermann (2), Karachun, Hackert, Rupp, Habermann

Tore: 0-1 (3) Bires (Rupp, Hackert); 0-2 (11) 6-5 F.Carciola; 0-3 (18) Krull; 0-4 (26) Baum (F.Carciola); 0-5 (27) 6-5 Habermann (Hackert); 0-6 (31) Krull (Hock; Bires); 0-7 (37) Asselin (Versteeg, Bires);  0-8 (44) Ackermann (Bires, Lehr); 0-9 (52) Bires; 0-10 (56) Versteeg;



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth