Hoch überlegen Tigers

Durch einen Fehler beim Verband waren für dieses Testspiel keine Schiedsrichter eingeteilt, was zur Folge hatte das nur Dank des kurzfristig aktivierten hier ansässigen Markus Schmidt mit halbstündiger Verzögerung überhaupt gespielt werden konnte.

Obwohl die Gäste nur mit Minikader (13 Feldspieler) angereist waren, dauerte es wegen der ungewöhnlichen Wartezeit auch noch ziemlich lange, bis sich auf dem Eis richtig Attraktives für die Zuschauer bot. Die Wagnerstädter mühten sich zwar, hatten viel mehr Spielanteile und auch Schüsse, aber taten sich gegen die engmaschigen Harzer trotzdem schwer. Wenn dann doch einmal etwas durchkam, war der gute Dantuono im Tor auf dem Posten. So dauerte es bis zur 18.Minute ehe der auffällige Pietsch den vielen Platz auf dem Eis durch einige Strafzeiten bei einer drei gegen drei Situation nach einer schnellen und schönen Passfolge über Hermann und Kasten zur Führung nutzte.

Im Mittelabschnitt zogen die Hausherren dann das Tempo phasenweise etwas an und die Falken hatten damit auch gleich sichtbare Probleme dem noch zu Folgen. Holzmann traf z.B. mit einem schnellen Unterzahlgegenzug und Pleger belohnte die nominell 4.Angriffsreihe für ihren insgesamt gelungenen Auftritt, bei dem sie immer viel Energie aufs glatte Parket brachten im Zusammenspiel mit Slivka und Schadt durch das 3-0. Schadts sportliche Situation wurde unter der Woche ebenfalls geklärt. Man einigte sich nach seinen geduldigen, guten Vorstellungen in der Vorbereitung auf ein Engagement bis zum Saisonende. Er hatte zwar auch andere Optionen, wollte aber unbedingt die Chance auf Oberliga bei „seinem EHC Bayreuth“, wo er etwas von der Hilfe in für ihn schwierigen Zeiten zurückgeben will, wahrnehmen. Nach feinem Zuspiel von Thielsch erhöhte dann Kolozvary im Powerplay nochmals bevor es in die zweite Pause ging.

Am Spielverlauf änderte sich auch weiter nichts. Speziell im Vorwärtsgang ging bei Braunlage nur ganz wenig und war spätestens bei Bädermann Endstation. Geigenmüller mit einer gekonnt abgeschlossenen Einzelaktion, sowie Juhasz der einen Handgelenkschuß von Wolsch abfälschte, sorgten dann noch für den Endstand in einem sehr einseitigem Spiel.

Tigerdompteur Waßmiller, bemerkte zwar das sein Team oftmals etwas schlampig agierte, was aber bei der schnell erkennbaren Unterlegenheit des Nordoberligisten fast normal ist, konnte er seinen Jungs dafür nicht richtig böse sein. „Sonntag in Erfurt wird das dann vermutlich ein ganz anderes Spiel, wo man eher erkennen kann als heute, ob wir für die Punktspiele bereit sind“ schloss er noch an. Fast dreimal so viele Torschüsse (54-19) der Gelb-schwarzen wie die Gäste dokumentieren diese Vorteile deutlich und dabei gaben die Hausherren kaum einmal Vollgas.

EHC Bayreuth  – Harzer Falken Braunlage                          6:0       (1-0;3-0;2-0)

 

753 Zuschauer                        Strafen: BT: 16 Min    B: 24 Min        Powerplays: BT: 1/5    B: 0/6

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch (2), Sevo (2), Göldner (4), Kasten, Hermann, Franz, S.Mayer – F.Müller, Holzmann, Geigenmüller (2), Altmann (2), Pietsch, Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Pleger, Juhasz, Zeilmann, Schadt (2), Slivka

 

Braunlage: T.Bannach, D’Antuono – Herold (4), Grondey, Schwindt – Nüsse Deich, MacDonald, Bilstein (12), Bippus, Pipp (4), Niemeyer (2), Maas, R.Bannach (2), Schock

 

Tore: 1-0 (18) 3-3 Pietsch (Hermann, Kasten); 2-0 (25) 4-5 Holzmann (Kasten, Altmann); 3-0 (26) Pleger (Schadt, Slivka); 4-0 (35) 5-4 Kolozvary (Thielsch); 5-0 (47) Geigenmüller (Bartosch); 6-0 (53) Juhasz (Wolsch)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth