Verdienter Derbysieger EHC

Vom Eröffnungsbully weg übernahm der EHC vor der imposanten Derbykulisse gegen die eher passiv eingestellten Gäste die Initiative. Der klare Favorit aus der Porzellanstadt war vielleicht zu sehr darauf bedacht erstmal Sicherheit in seine Aktionen bringen, doch die Tigers attackierten sofort und erspielten sich einige gute Gelegenheiten. Besonders der sehr aktive Kolozvary erarbeitete sich mit seinen Reihenkollegen Geigenmüller und Bartosch in der überlegenen Anfangsphase einige gute Szenen, die aber nicht zum zählbaren Erfolg führten, da man vorerst keinen Weg vorbei am guten Suvelo im VER-Tor fand. Das Spiel der Wölfe wirkte erstaunlich passiv und man kam nur zu ganz wenig eigenen gefährlichen Aktionen, während der EHC erneut mit der mangelhaften Chancenverwertung haderte.

Im Mittelabschnitt schien die abwartende und verhaltende, nur auf gegnerische Fehler lauernde Spielweise der Wölfe sogar kurzzeitig aufzugehen. Ein klassisches 2 gegen 1 gegen zu weit aufgerückte Bayreuther, bei jeweils nur 4 Feldspielern, nutzte Torjäger Piwowarczyk zusammen mit Mudryk eiskalt zur Führung. In der Folgezeit bekam der VER auch wirklich etwas Oberwasser, doch die Hausherren sammelten sich wieder. Die Initialzündung war dann ein Onetimer des auffälligen Potac von der blauen Linie, den Suvelo trotz Fanghandversuchs nicht parieren konnte. Dadurch neu gestärkt übernahmen die Gelb-schwarzen wieder mehr und mehr das Kommando auf dem Eis. Kurz vor der zweiten Pause brachte Sevo seine Farben dann mit einem weiteren „Strich“ von der „Blauen“ aus nicht gerade optimaler Position tatsächlich noch in Führung,

In den letzten 20 Minuten bauten die Tigers darauf auf und den favorisierten Gästen fiel trotz ihres großen Offensivpotenzials nicht viel ein, bzw. ließen die aufopferungsvoll kämpfenden Wagnerstädter nicht viel zu. Als dann Altmann mit dem nächsten fulminanten Distanzschuss sogar auf 3-1 stellte (47.) wurde der Derbysieg langsam greifbar. Selb versuchte zwar noch einmal heran zu kommen und schaffte bei 6 gegen 5, wieder durch den abschlussstarken Piwowarczyk, noch den zweiten Treffer, doch mit vereinten Kräften brachten die Tigers den verdienten Sieg über die Zeit.

In der Pressekonferenz  räumte VER-Coach Holden den gerechten Spielausgang wegen der größeren Laufbereitschaft und Siegeswillen der Bayreuther auch sofort ein, während Tigerdompteur Waßmiller sich berechtigt über ein kämpferisch starke, geschlossene Mannschaftsleistung freute, bei der „sich das Team endlich einmal auch für die bisher so starken Saisonspiele belohnte"! 

EHC Bayreuth  – VER Selb                                                 3:2       (0-0;2-1;1-1)

 

3810 Zuschauer                      Strafen: BT: 8 Min      S: 14 Min        Powerplays: BT: 0/5    S: 0/3

 

Bayreuth: Bädermann, Max Schmidt – Wolsch, Sevo (2), Göldner, Kasten, Potac, S.Mayer (2) – F.Müller, Holzmann, Geigenmüller, Altmann, Pietsch (2), Kolozvary, Thielsch, Bartosch (2), Schadt

 

Selb: Suvelo, Kümpel – Meier, Schütt (2), R.Schneider, T.Schneider (2), Roos, Schadewaldt, Martell, Hechtfischer – Piwowarczyk, Hördler (2), Schiener (4), Mudryk, Heilman, Fiedler, Geisberger (2), Hendrikson, Moosberger (2)

 

Tore: 0-1 (28) 4-4 Piwowarczyk, Schadewaldt); 1-1 (32) Potac (Kolzvary); 2-1 (39) Sevo (Holzmann, Göldner); 3-1 (47) Altmann (Kolozvary, Potac); 3-2 (60) 6-5 Piwowarczyk (Mudryk, Schadewaldt)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth