Beeindruckende Heimbilanz des EHC Bayreuth

In diesem Nachbarrivalenkampf im wieder gut gefüllten und sehr stimmungsvollen Tigerkäfig legten die Hausherren gleich mächtig los und Kolozvary brachte seine Farben früh in Führung, indem er schon im ersten Powerplay einen Direktschuss von Sevo in die Maschen abfälschte. Nur wenige Minuten später erhöhte der sehr agile Potac bei 4 gegen 4 auch gleich zum 2-0 mit trockenem Handgelenkschuss auf blitzsauberen Kolozvary-Pass, nachdem Bartosch kurz zuvor noch mit einer guten Chance an Huber gescheitert war. Vielleicht fühlte man sich dann schon zu sicher und genauso wie die Oberpfälzer aktiver wurden, ließ beim EHC die Konzentration und der Einsatz etwas nach. Resultat waren zahlreiche einfache Fehler, die die Gäste durch ihre starken Individualisten Grassi und Andrasovsky mit klasse Einzelaktionen zum Ausgleich nutzten.

Im Mittelabschnitt hatten sich die Gelbschwarzen noch nicht davon erholt und erlaubten erneut Andrasovsky durch viel zu körperloses Spiel ein weiteres Solo quer durch die ganze Zone an fast allen Tigersspielern vorbei, welches Grassi locker zur eigenen Führung veredelte. Besonders die Zweikampfquote war nun ziemlich deutlich zu Gunsten des EVW und es dauerte ziemlich lange bis man sich wieder etwas aus dieser Blockade lösen konnte. Erste Initialzündung war der „shorthander“ von Thielsch, den dieser nach einem Stellungsfehler der Gäste im Alleingang mit einem sauberen „move“ auf die Rückhand erzielte. Zweiter Knackpunkt war dann die überstandene doppelte Unterzahl für über 90 Sekunden, wo man mit starkem Penaltykilling den Blau-weißen den Schneid abkaufte und mit einem 3-3 Unentschieden in die zweite Pause ging.

Nun zeigten die Tigers richtig Charakter. Von Coach Waßmiller neu eingestellt drängten sie die Oberpfälzer wieder in die Defensive. Mitten in eine solche Druckphase hinein gelang dem technisch versierten Geigenmüller im Zusammenspiel mit dem sehr starken Kolozvary das extrem wichtige 4-3 und ebnete damit den Weg für sein Team. Damit hatte der EHC nun endgültig wieder „Blut geleckt“ und ließ sich nun „die Butter nicht mehr vom Brot nehmen“. Potac mit einem fulminanten „Onetimer“ in den Winkel bei 5 gegen 4 und Geigenmüller, der ein wie auf dem Reißbrett entworfenes weiteres Powerplay vollstreckte, verewigten diese Überlegenheit dann auch auf der Anzeigentafel. Den Schlusspunkt setzte dann noch einmal Bartosch, dessen energisches Nachsetzen mit dem Treffer zum 7-3 Endstand belohnt wurde, als er zusammen mit Torwart Huber und einem Devilsverteidiger ins Tornetz rutschte, wo die Scheibe aber zuvor schon völlig regelkonform drin war. Zufriedener Trainer und glückliche, lautstarke Fans, der Tigerkäfig ist wieder eine schwer einnehmbare Festung !

EHC Bayreuth  – 1.EV Weiden                                              7:3       (2-2;1-1;4-0)

 

2615 Zuschauer                        Strafen: BT: 37 Min      W: 22 Min        Powerplays: BT: 3/10    W: 0/5

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch (2), Sevo (2), Göldner, Hermann, Potac (2), S.Mayer – Müller (2), Holzmann, Geigenmüller (2), Altmann, Pietsch, Kolozvary, Thielsch (25), Bartosch, Schadt (2)

 

Weiden: Huber, Engmann – Herbst, Domke (2), Salinger, Schmid, Frank (2), Bogner, Schmitt – Schopper (2), Grassi (6), Schreier, Kirchberger, Bartels, Köbele, Musial (2), Andrasovsky (2), Zellner, Waldowsky (6), Faschingbauer, Pronath, Noe (2)

 

Tore: 1-0 (2) 5-4 Kolozvary (Geigenmüller, Sevo); 2-0 (6) 4-4 Potac (Kolozvary Bartosch); 2-1 (10) Grassi (Andrasovsky, Noe); 2-2 (12) Andrasovsky (Grassi, Frank); 2-3 (24) Grassi (Andrasovsky,. Noe); 3-3 (35) 4-5 Thielsch (Göldner); 4-3 (49) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch); 5-3 (51) 5-4 Potac (Kolozvary); 6-3 (55 ) 5-3 Geigenmüller (Potac, Thielsch); 7-3 (58) 4-4 Bartosch (Kolozvary, Sevo)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth