"Geige" macht die Musik

Sechs Punkte, elf Treffer, kein Gegentor: Der EHC Bayreuth hatte ein perfektes Wochenende mit zwei Siegen in der Oberliga Süd. Nach dem 6:0-Heimsieg am Freitag blieben die Tigers auch gestern Abend im Rückspiel beim EHC Klostersee ohne Gegentreffer. Überragender Mann beim 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)- Erfolg war Andreas „Geige“ Geigenmüller. Er erzielte die ersten vier Treffer und bereitete den fünften vor. Der Bayreuther Stürmer war ein ständiger Unruheherd, suchte in fast jeder Situation den Abschluss und verdiente sich so seine Treffer. Bereits in der ersten Minute stocherte er nach einem Abpraller des Torwarts den Puck über die Linie. Diese Führung gab Bayreuth Sicherheit, so dass der Sieg nie in Gefahr geriet.

„Egal ob läuferisch, technisch oder kämpferisch–wir waren unserem Gegner in allen Belangen überlegen“, sagte der Bayreuther Teammanager Dietmar Habnitt, gestand aber auch ein, dass die Partie nicht auf dem höchsten Niveau stand. Beide Mannschaften mussten den Ausfall wichtiger Spieler verkraften, so fehlte bei Bayreuth neben Marcel Juhasz auch der gesperrte Daniel Sevo. Beim EHC aus Grafing bei München mussten Ben Warda, Trevor Elias und Ben Warda passen. Und die Gäste stecktendie Ausfälle wesentlich besser weg. „In dieser Aufstellung ist Klostersee in der Oberliga überfordert“, fällte Habnitt ein hartes Urteil über die Leistung der Hausherren. „Die waren einfach zu schwach, um uns wirklich zu fordern.“ Die Bayreuther taten nur das Nötigste, einedurchschnittliche Leistung reichte zum zweiten Auswärtssieg in dieser Saison. Die Gäste machten das Spiel, hielten die Scheibe gut in ihren Reihen und zeigten erneut ein perfektes Unterzahlspiel. In ihren sechs Powerplay-Situationen kamen die Klosterseer kaum zu Torchancen. Was trotzdem an der stabilen Defensive vorbei kam, war eine sichere Beute des erneut starken Tigers-Rückhalts Julian Bädermann im Tor.
Zudem ließen die Bayreuther keine Hektik aufkommen und sich auch von den Provokationen der Hausherren nicht aus der Ruhe bringen. Nur in der 50. Minute kochten die Emotionen über: Nach einem Stockstich gegen Bädermann gab es eine Schlägerei auf
dem Eis. „Die Klosterseer haben schon eine seltsame Spielart“, urteile Habnitt. „Die provozieren ständig und schlagen auf alles, was sich bewegt.“ Nach der Massenschlägerei bewiesen die Schiedsrichter Fingerspitzengefühl: Es gab keine großen Strafen, drei Spieler jedes Teams mussten für zweimal zwei Minuten vom Eis.

 

EHCKlostersee: Berger–Kablau, Merz, N. Quinlan, Hördt, S. Senger, Glombitza, Acker, C.Hummer,Kaller, Unverzagt, D. Quinlan, N. Senger, Meier, T.Hummer, Kaefer.

EHCBayreuth:Bädermann–Kasten, Wolsch; Potac, Mayer; Hermann, Göldner–Thielsch, Pietsch, Holzmann; Bartosch,Kolozvary, Geigenmüller; Schadt,Zeilmann, Altmann; Pleger.

Tore: 0:1 (1.) Geigenmüller (Potac), 0:2(14.) Geigenmüller (Potac, Bartosch),0:3 (24.) Geigenmüller (Bartosch,Thielsch), 0:4 (40.) Geigenmüller, 0:5(59.) Kolozvary (Bartosch, Geigenmüller).

Strafminuten: Klostersee 14, Bayreuth24+10gegen Schadt.

Zuschauer: 499.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth