5 ter Sieg in Serien der Tigers

 

Auch in Unterfranken ließ sich der EHC Bayreuth auf seiner Erfolgswelle nicht stoppen. 14 von 15 möglichen Zählern sammelten die Kufencracks vom roten Main zuletzt ein und untermauern damit den glänzenden dritten Tabellenplatz.

Einige Minuten abtasten, dann nahm der Tigersexpress richtig Fahrt auf. Auslöser war der Treffer des seit Wochen formstarken Bartosch, den er mit einer Pirouette, die im klassischen Eistanz sicher gute Haltungsnoten bekommen hätte, um seinen Gegenspieler herum einleitete und trocken verwandelte. Die Hausherren hatten dagegen nur Stückwerk anzubieten, was spätestens bei Bädermann sichere Beute wurde. Als Altmann sein Break nach Steilpass in seiner typischen Art mit einen satten Schlagschuss verwandelte brachen dann die Dämme endgültig und Geigenmüller setzte schön frei gespielt noch vor der ersten Pause einen drauf. EHC-Verteidiger Wolsch hatte da schon die Partie beendet, weil seine alte Verletzung wieder Schwierigkeiten machte und Göldner übernahm seinen Part neben Sevo.

Nur Sekunden nach Wideranpfiff machte Thielsch mit seinem verwandelten Alleingang, wie bei ihm fast üblich mit der Rückhand oben rein, sprichwörtlich schon „den Deckel drauf“. Die folgenden Auflösungserscheinungen bei den Blau-weißen nutzten Pietsch mit dem nächsten trockenen Schuss auf die schwache Fanghandseite oben des Heimtorhüters und Schadt, der einen Kasten-Fernschuss gezielt abfälschte zum 0-6 schon nach 24 Minuten. Heim-Trainer Ollila nannte das Demontage und das Spiel lief auch wirklich seit dem 0-1 fast ausnahmslos in eine Richtung. Durchgehend lautstark angefeuert von geschätzt 400 Anhängern der Wagnerstädter fügten sich auch die Rückkehrer Juhasz und Göldner gleich wieder gut ein und Tigerdompteur Waßmiller verteilte die Eiszeiten auf alle mit angereisten Akteure, um für das Monsterprogramm dieser Tage etwas Kräfte zu sparen. Trotzdem erhöhte der nur so vor Spielfreude sprühende Kolozvary (5-Punktespiel) noch einmal, indem er eine der vielen Kombinationen seiner Reihe mit einem Antritt und satten Schuss (natürlich wieder Fanghandseite oben) krönte.

Im Schlussdrittel merkte man natürlich das die Partie längst entschieden war und Vojta gelang zumindest der Ehrentreffer für die MightyDogs nach einer kleinen Unachtsamkeit in der Abwehr der Oberfranken. Potac mit einem „Blueliner“ im Powerplay und Juhasz per Nachschuss in einer unübersichtlichen Szene setzten dann aber den Schlusspunkt für die in allen Belangen überlegenen Gäste.

Schweinfurt war an diesem Abend sicher kein großer Gradmesser, doch die Tigers spielten konzentriert, womit sie sich den klaren Auswärtserfolg auch völlig verdienten und weiter Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben tanken konnten.

ERV Schweinfurt – EHC Bayreuth                                          1:9       (0-3;0-4;1-2)

 

863 Zuschauer              Strafen: S: 8 Min           BT: 0 Min         Powerplays: S: 0/3        BT: 1/3

 

Schweinfurt: Swolenski, Korb – Koch, S.Knaup (2), Vojta, Kleider, J.Knaup, Schäfer – Amrhein (2), Zimmermann, Filobok, Funk, Nemirovsky, Stähle, Aminikia (4), Dam, Litesov

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch, Sevo (2), Göldner, Kasten (2), Hermann, Potac, Mayer (2) – Holzmann, Geigenmüller, Altmann, Pietsch, Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Pleger, Juhasz (2), Zeilmann, Schadt

 

Tore: 0:1 (9) Bartosch (Geigenmüller, Kolozvary); 0:2 (18) Altmann (Kasten, Schadt); 0:3 (20) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch); 0:4 (21) Thielsch (Potac, Sevo); 0:5 (23) Pietsch (Thielsch, Göldner); 0:6 (24) Schadt (Kasten, Altmann); 0:7 (35) Kolozvary (Schadt, Bartosch); 1:7 (46) Voijta (Litesov); 1:8 (54) 5-4 Potac (Kolozvary, Bartosch); 1:9 (56) Juhasz (Geigenmüller, Kolozvary)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth