Tigers mit fast perfektem Auswärtspiel in Deggendorf

 

Nach der üblichen Abtastphase wurden die Oberfranken, nochmals ohne den noch angeschlagenen Potac, durch das 0-1 mit Ortolfs Rückhandtreffer kurz kalt erwischt, doch „berappelten“ sie sich ziemlich schnell davon und übernahmen die Spielkontrolle. Jeweils in Überzahl glich der sehr agile Geigenmüller mit einem seiner berüchtigten platzierten Handgelenkschüsse aus und Tilla markierte, stabil im Slot arbeitend, die völlig verdiente Führung für die Gelbschwarzen. Da Kolozvary später noch einmal die Latte anvisierte blieb es vorerst bei dem knappen Resultat, trotz deutlicher Vorteile des EHC.

Kaum aus der Pause zurück machte es der Slowake dann besser und markierte das 3-1, um den in der Pause sicher neu motivierten Hausherren gleich wieder den „Zahn zu ziehen „. Deggendorf mühte sich und verzeichnete auch einen Pfostentreffer, doch es war für sie kein „rechtes Kraut gewachsen“ gegen die spritzigen und läuferisch hoch überlegenen Tigers. Als Thielsch aus fast unmöglicher Position von ganz rechts außen Agricola überwinden konnte, wechselte Coach Benda seinen Torhüter, doch stellte Geigenmüller gleich danach noch auf 5-1, indem er einen Powerplayfernschuss von Kasten in die Maschen abfälschte. Kurz vor der Sirene traf dann Geiger noch mit einem Distanzschuss bei 5-4, wobei dem guten und erneut viel Ruhe ausstrahlenden Tigersgoalie Bädermann komplett die Sicht verstellt war. Die Kräfteverhältnisse auf dem Eis waren da aber schon mehr als deutlich zu Gunsten der Wagnerstädter verteilt.

Dieses Szenario setzte sich dann auch im Schlussdrittel unverändert fort. Erst traf Geigenmüller noch einmal den Pfosten, bevor er später noch seine Treffer 3 und 4 dieses Abends in seiner unnachahmlichen Art folgen ließ. Schlittschuhtechnisch herausragend, mit tollem Schuss und dem typischen Torjägergen ausgestattet, ließ er dem Torhüter nur wenig Möglichkeiten. Dazwischen trafen auch noch Altmann und Bartosch zum auch in dieser Höhe völlig verdienten Auswärtssieg, den beide Trainer in der Pressekonferenz auch genauso einstuften. Teilweise zelebrierten die Gelbschwarzen „Oberligaeishockey vom Feinsten“. Die in allen Belangen deutlich stärkeren Bayreuther feierten damit den zweiten überragenden Kantersieg des Wochenendes und können nun schon langsam mit den Play-offs planen. Der Aufsteiger liegt mit Platz 3 auf einer Topposition und sprühte nur so vor Spielfreude gegen ziemlich überfordert wirkende Deggendorfer gegen allerdings teilweise auch wie entfesselt wirbelnde Bayreuther.

Deggendorf Fire – EHC Bayreuth                                       2:9       (1-2;1-3;0-4)

 

598 Zuschauer                        Strafen: D: 12 Min      BT: 14 Min      Powerplays: D: 1/7      BT: 3/6           

 

Deggendorf: Agricola, Albrecht (ab 31) – A.Maier, Benda, Frank, Wolfgramm, P.Gulda, Franz, Rehthaler – Schembri (2), D.Retzer, S.Maier (4), C.Retzer, D.Gulda, M.Wiederer, Geiger, Vavra (2), Ortolf (4)

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch (2), Sevo (2), Göldner (2), Kasten (2), Hermann, Mayer (2) – Holzmann, Geigenmüller (2), Altmann, Pietsch (2), Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Juhasz, Tilla

 

Tore: 1:0 (4) Ortolf; 1:1 (7) 5-4 Geigenmüller (Göldner, Kasten); 1:2 (13) 5-3 Tilla (Thielsch, Sevo); 1:3 (21) Kolozvary (Bartosch, Geigenmüller); 1:4 (30) Thielsch (Tilla, Wolsch); 1:5 (32) Geigenmüller (Kasten, Kolozvary); 2:5 (40) 5-4 Geiger (M.Wiederer, S.Maier); 2:6 (50) Altmann (Pietsch, Kasten); 2:7 (51) Geigenmüller, Bartosch, Holzmann); 2:8 (52) Bartosch (Geigenmüller, Wolsch); 2:9 (54) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth