Tigers haben Play-off-Heimrecht sicher

 

In diesem vorletzten Heimspiel der Hauptrunde starteten die Hausherren mit Vollgas und drängten die noch um Platz 8 kämpfenden Niederbayern vom Eröffnungsbully weg druckvoll in deren Defensive. Die Paradereihe des EHC sprühte nur so vor Spielwitz und nach nicht einmal einer Minute netzte Kolozvary per Nachschuss nach einem abgewehrten Bartosch-Schuss das erste Mal ein. Keine 60 Sekunden später erhöhte Potac schon auf 2-0, als sein Schuss bei angezeigter Strafe gegen die Gäste Torhüter Albrecht durch rutschte. Eine Angriffswelle folgte der nächsten und nur mit größter Mühe hielten sich die Deggendorfer schadlos. Verteidiger Kasten musste leider mit einer herben Gesichtsverletzung vom Eis und Junior Franz übernahm seine Position reibungslos. Die Gelb-schwarzen ließen aber auch wieder einmal reihenweise gute Chancen aus und hatten Pech, dass ein Überzahltreffer seltsamerweise nicht anerkannt wurde, bevor Pietsch eine starke Kombination mit Holzmann im Slot zum 3-0 nutzen konnte. In den letzten 2 Minuten schlich sich vllt auch wegen den überdeutlichen Kräfteverhältnissen etwas der Schlendrian ein, der erst Vavra zu einem Pfostenschuss einlud und nur wenig später kam Deggendorf durch einen Fernschuss des 47-jährigen Routiniers P.Gulda sogar zum Anschlusstreffer.

Im Mittelabschnitt hatten „Fire wohl seine Zündschnur“ gefunden und agierte begünstigt durch viele Nachlässigkeiten in der Bayreuther Abwehrarbeit nun zielstrebiger. Belohnt wurde das im Powerplay, welches der schön frei gespielte Schembri trocken zum zweiten Treffer für sein Team nutzte. Gut dass Torjäger Geigenmüller sofort eine Antwort parat hatte und den alten Abstand gleich wieder herstellte. Die Partie war danach richtig offen mit Chancen auf beiden Seiten, bevor erneut Geigenmüller bei einem Konter über die linke Außenbahn den Querpass direkt zum 5-2 verwertete. Leider hatte auch der Schiedsrichter viele schwache Momente, denn seine Entscheidungen wirkten reichlich willkürlich. Erst pfiff er z.B. ein weiteres Überzahltor des EHC viel zu früh ab, um kurz darauf bei einem Konter über Schembri den Sievers schon pariert hatte, so lange zu warten bis der Goalie mit der Scheibe unter dem Schoner über die Linie rutschte. Nicht zu übersehen waren in dieser Phase aber auch große Abstimmungsprobleme der Tigers in der Rückwärtsbewegung, die immer wieder gefährliche Situationen vor Sievers erlaubten.

In den letzten 20 Minuten besannen sich die Oberfranken dann wieder mehr auf ihre Tugenden und ließen den Gästen bei weiteren Treffern durch eine starke Einzelaktion von Kolozvary und Ligentoptorjäger Geigenmüller mit seinem 40ten Saisontreffer zum völlig verdienten Endstand keine Chance mehr.

Damit ist dem Aufsteiger aus der Wagnerstadt das Heimrecht in den für den EHC am Dienstag 25. Februar startenden Play-offs nicht mehr zu nehmen. Einzig der eigene Tabellenplatz (3. oder 4.) und der Gegner stehen noch nicht fest.

EHC Bayreuth – Deggendorf Fire                                           7:3       (3-1;2-2;2-0)

 

1107 Zuschauer                        Strafen: BT: 6 Min        D: 36 Min         Powerplays: BT: 0/6     D: 1/2

 

Bayreuth: Sievers, Bädermann – Wolsch, Sevo, Kasten, Hermann, Franz, Potac (2), Mayer – Müller, Holzmann, Geigenmüller, Altmann, Pietsch, Kolozvary (2), Thielsch, Bartosch (2), Zeilmann, Schadt, Tilla

 

Deggendorf: Albrecht, Agricola – A.Maier, Benda (2), Frank, Wolfgramm, P.Gulda, Franz, Rehtaler (10) – Schembri (4), S.Maier, C.Retzer, D.Gulda, Stern, M.Wiederer, Vavra (6), Ortolf

 

Tore: 1:0 (1) Kolozvary (Bartosch, Potac); 2:0 (2) 6-5 Potac (Kolzvary, Mayer); 3:0 (16) Pietsch (Potac, Holzmann); 3:1 (19) P.Gulda (S.Maier, Schembri); 3:2 (24) 5-4 Schembri (Vavra, P.Gulda); 4:2 (25) Geigenmüller (Potac, Kolozvary); 5:2 (28) Geigenmüller (Mayer, Potac); 5:3 (32) Schembri; 6:3 (45) Kolozvary (Bartosch, Geigenmüller); 7:3 (50) Geigenmüller (Bartosch, Kolozvary)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth