Erfolgreicher Play-Off Start der Tigers

EHC Bayreuth  – EHC Klostersee                                       3:2       (1-1;1-1;1-0)

1175 Zuschauer                      Strafen: BT: 6 Min      K: 26 Min        Powerplays: BT: 3/8    K: 0/3

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Sevo (2), Wolsch (2), Göldner, Kasten, Potac, Mayer – Holzmann, Geigenmüller, Altmann, Pietsch, Kolozvary, Thielsch (2), Bartosch, Juhasz, Tilla

Klostersee: Morczinietz, Berger – N.Quinlan (2), S.Senger, C.Hummer, Vollmayer, Kaller, Unverzagt, D.Quinlan (12), N.Senger – Kablau, Merz (2), Hördt, Gvora (2), Acker (2), Warda (2), T.Hummer, Käfer (4), Möhle

Tore: 0:1 (1) Acker (Kaefer, Vollmayer); 1:1 (6) 5-4 Tilla  (Sevo, Wolsch); 2:1 (24) 5-4 Tilla (Sevo, Juhasz); 2:2 (35) Warda (Gvora, Kaefer); 3:2 (50) 5-4 Wolsch (Juhasz, Thielsch)

Den Anfang dieser Partie verschlief der EHC Bayreuth förmlich. Anders ist es nicht zu erklären, dass schon nach 17 Sekunden Gästestürmer Acker am linken Torpfosten lauernd völlig vergessen wurde und nur noch eindrücken brauchte. Die Oberfranken benötigten dann auch einige Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen, bis sie ihre anfängliche Lethargie ablegten. Mit Tillas Überzahltor, als er einen Sevo-Schlenzer von der blauen Linie gekonnt in die Maschen abfälschte, wachten sie aber auf und schnürten die ab da fast nur noch mit Abwehrarbeit beschäftigten Klosterseer ein. Die teilweise mehr als nur rustikale Spielweise der Oberbayern wurde vom Schiedsrichter und am Ende auch von den Gelb-schwarzen noch zu wenig bestraft. Denn dabei wäre unter anderem bei knapp 70 Sekunden doppelter Überzahl sogar noch mehr möglich gewesen. Fels in der Brandung war in diesen Situationen Torwart Morczinietz, der Tausend Hände zu haben schien und auch bei Dauerdruck und phasenweise einem „Trommelfeuer“ an Schüssen immer wieder verhindern konnte, dass die Scheibe noch einmal über die Linie ging.

Im Mittelabschnitt setzten die Bayreuther weiter auf Angriff, erspielten sich auch einige gute Einschussmöglichkeiten, doch entweder verhinderten die kampfstarken Grafinger den gezielten Abschluss noch, oder Morczinietz hatte das bessere Ende für sich. Das der Goalie dabei zahlreiche Abpraller zuließ, nutzte erneut der stabil im Slot arbeitende Tilla im Powerplay per Nachschuss eines Sevo-Knallers zum 2-1. Bei einigen Unterzahlspielen demonstrierten die Tigers fast perfektes Penaltykilling und beschäftigten die Gäste lange in ihrer eigenen Zone, was die Zuschauer zu stehenden Ovationen während des Spiels hinriss. Doch auf der Gegenseite fehlte die Krönung der nun deutlichen Vorteile der Heimmannschaft mit einer klareren Führung. Mit seiner in dieser Phase fast einzigen wirklich guten Chance gelang dagegen Klostersee der Ausgleich, als bei einem schnellen Konter Warda verwandeln konnte, weil er nach einem Govra-Schuss energischer nachsetzte als seine Gegenspieler.

Auch in den letzten 20 Minuten blieben die Offensivaktionen der Rot-weißen eher Mangelware und wenn doch einmal etwas nach vorne kam, zeigte sich Torwart Bädermann ruhig und souverän auf dem Posten. Mehr Spielanteile hatten nun durchgehend klar die Hausherren, doch durch den knappen Spielstand blieb die Spannung hoch und das Knistern im Tigerkäfig war richtig greifbar. Erlösung brachte dann Verteidiger Wolsch, als er wieder bei 5 gegen 4 einen feinen Diagonalpass von Juhasz per „onetime“ zum 3-2 in die Maschen hämmerte. Mit diesem Vorsprung im Rücken behielten die Wagnerstädter kühlen Kopf und versuchten zwar weiter einen Entscheidung zu erzwingen, legten aber auch noch mehr Augenmerk auf die Defensive und gestatteten dem Tabellenfünften keine große Chancen mehr. Auch gegen sechs Feldspieler behielt man alles unter Kontrolle und fuhr den ersten Schritt zum Gewinn der Serie verdient nach Hause. Beide Trainer konstatierten nach dem Spiel zwar unisono, dass es nur Spiel Eins war, doch liegt der Druck nun erst einmal deutlich mehr auf Seiten der Grafinger wenn es am Wochenende zu den nächsten Spielen dieser erwartet engen Duelle kommt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth