Tigers holen verdient eminent wichtigen Auswärtssieg

EHC Klostersee  – EHC Bayreuth                                       3:5       (2-3;1-1;0-1)

710 Zuschauer                        Strafen: K: 10 Min      BT: 39 Min      Powerplays: K: 1/7      K: 2/3

Klostersee: Morczinietz, Berger – N.Quinlan (2), S.Senger, C.Hummer, Vollmayer, Kaller, Unverzagt, D.Quinlan, N.Senger – Kablau (4), Merz, Hördt, Glombitza, Gvora, Acker, Warda, P.Meier, T.Hummer, Käfer, Möhle

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Sevo (12), Wolsch (2), Göldner (4), Kasten, Hermann (2), Potac (2), Mayer (25) – Holzmann, Geigenmüller, Altmann, Pietsch, Kolozvary, Thielsch (2), Bartosch, Juhasz, Tilla

Tore: 1:0 (1) Kaefer; 1:1 (3) 5-4 Geigenmüller (Potac, Kolozvary); 1:2 (8) Kolozvary (Mayer, Geigenmüller); 1:3 (13) Bartosch (Kolozvary, Geigenmüller); 2:3 (13) 6-5 Merz (Gvora, Warda); 2:4 (30) 5-4 Geigenmüller (Potac, Kolozvary); 3:4 (35) 4-3 Warda (Gvora, D.Quinlan); 3:5 (47) Juhasz (Tilla, Thielsch)

Die zweite Play-off-Partie der Gelb-schwarzen in Klostersee begann wie im Heimspiel unter denkbar schlechten Vorzeichen. Schon mit dem ersten Angriff, nachdem Kaefer im Aufbau Potac die Scheibe abluchste und schnell abzog, gingen die Hausherren in Führung. Aber wie auch schon am Dienstag ließ sich der EHC Bayreuth davon nicht groß beirren, schwamm sich relativ schnell frei und zog sein Spiel konsequent auf. Die erste Antwort hatte Torjäger Geigenmüller, der einen Fernschuss von Potac in Überzahl zum Ausgleich ins Tor abfälschte. Davon beflügelt drehten die Wagnerstädter erst richtig auf und nach einer Druckphase der Paradelinie des EHC stellte Kolozvary per Nachschuß auf 1-2. Die Gäste übernahmen nun mehr und mehr die Kontrolle und stellten die Rot-weißen besonders spielerisch klar in den Schatten. Resultat davon war das 1-3 mit einer überragenden Einzelaktion von Bartosch per Rückhand unters Dach, nachdem schon der wieder sehr starke Kolozvary an der Bande, technisch brillant die Scheibe gegen mehrere Gegenspieler behauptete. Kurz danach erhielt Tigers-Verteidiger Mayer eine Spieldauerstrafe nach einem Check mit Verletzung und als Sevo auch noch 2+10 bekam, fehlten zeitweise zwei wichtige Abwehrspieler und es kam etwas Unordnung auf. Nutznießer davon war Klostersee die durch Merz, bei einer angezeigten Strafe gegen Bayreuth und aus einer unübersichtlichen Situation von hinter dem Tor angespielt nochmals zum Anschlusstreffer kamen.

Im Mittelabschnitt kontrollierten die Tigers dann erstmal klar das Spielgeschehen. Die Grafinger mühten sich zwar, doch ließ man durch eine geschlossene Mannschaftsleistung praktisch keine wirklich gefährlichen Torchancen zu. Im eigenen Powerplay packte dann nach einem kurz zuvor verzogenen Versuch von Potac, Geigenmüller auf der linken Verteidigerposition den Hammer aus und bezwang den diesmal nicht so sicher wirkenden Morczinietz mit einem „Strich“ per Direktschuss von der blauen Linie. Die dann wieder zunehmenden Strafen sorgten wieder für mehr Hektik auf dem Eis, bei dem die Hausherren etwas besser aussahen als bei 5 gegen 5 und Warda besorgte bei 4 gegen 3 tatsächlich mit einem satten Schuss aus der Halbdistanz nochmals den Anschluss für seine Farben.

In den letzten 20 Minuten fanden die Bayreuther dann wieder ihre ruhige und sichere Linie und ließen den kämpferisch bemühten Oberbayern überhaupt keine Entfaltungsmöglichkeiten. Nicht nur auf dem kühlen Nass, sondern auch auf den Rängen beherrschten die gut 100 Anhänger in Gelb-schwarz stimmungsvoll das Geschehen. Heimcoach Irwin erkannte das taktisch glänzende Spiel der Tigers dann auch an, „mit nahezu perfektem, äußerst cleverem Eishockey wurden seinen Jungs praktisch ausgeschaltet“ gab er in der Pressekonferenz unumwunden zu. Den „Deckel drauf“ machte dann quasi Marcel Juhasz, der die überragende Aktion von seinem Sturmpartner Tilla hinter dem Heimtor, als er zweimal mit sich selbst und der Torumrandung Doppelpass spielte, schließlich frei im Slot mit dem erlösenden 3-5 krönte. Tigerscoach Waßmiller war zurecht auch sehr stolz auf die klasse und kompakte Mannschaftsleistung seiner Jungs. In der Defensive stabil und im Angriff druckvoll und richtig effektiv bot man ein ganz starkes Play-off-Spiel. Da die Grafinger nicht einmal den Torwart vom Eis nahmen, gingen die Tigers dann völlig verdient mit 2-0 in der Serie in Führung. Mit dem Heimspiel am Sonntag 18.30 Uhr !!! könnte man mit zahlreicher und lautstarker Unterstützung schon für eine kleine Vorentscheidung sorgen. Also auf geht’s Tigers und Fans!                                                              



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth