Erster Rückschlag in den PlayOffs

Wer den ersten Treffer der Partie erzielt, der verliert das Match. So jedenfalls das Geschehen in den inzwischen vier Begegnungen zwischen den Tigers und dem Tabellennachbarn der Hauptrunde, dem EHC Klostersee.

Michal Bartosch eröffnete in der vierten Spielminute den Torreigen an diesem Abend, als die Tigers mit einem Mann mehr auf dem Eis zu Gange waren. In der Folge kamen die Jungs aus der Wagnerstadt immer wieder zu guten Chancen. Ab Mitte des ersten Drittels tauchte dann auch Klostersee immer wieder gefährlich vor Julian Bädermann auf. Insgesamt verlief das erste Drittel ausgeglichen, mit einem minimalen Chancenplus auf Seiten der Gäste.

Mit Volldampf kamen die Mannen um Coach Irwin zum zweiten Drittel aus der Kabine und drückten auf den Ausgleich. Nach vielfachen Chancen war es dann in der 30. Minute so weit. In einer unübersichtlichen Situation kam Unverzagt an die Scheibe und drückte diese über die Torlinie. Wie nach einem Weckruf gingen jetzt auch die Tigers mit voller Konzentration zu Werke und erhöhten die Schlagzahl. Mit viel Platz auf dem Eis – zwei Grafinger und ein Bayreuther hatten auf der Strafbank Platz genommen – nahmen die Tigers mehrfach Anlauf auf das Tor der Gastgeber. Wieder war es Bartosch, der den Schlussmann der Gastgeber überwinden konnte und die erneute Führung besorgte, aber nur eine knappe halbe Minute später und noch in der gleichen Spielminute glich der torgefährlichste Angreifer aus Klostersee, Ben Warda, aus.

In Abschnitt Drei erhöhten dann beide Teams noch einmal das Tempo. Mit „offenem Visier“ wurden Chancen – auf beiden Seiten der Eisfläche – im Minutentakt herausgespielt. Die Spannung war förmlich zu spüren und zum dritten Mal an diesem Abend, in der 45. Minute, waren es die Tigers, die in Führung gingen. Nach feiner Vorarbeit durch Kolozvary war es Geigenmüller, der zum 3:2 aus Sicht der Tigers traf.  Nur kurz darauf zielte wieder Ben Ward genau, traf in die rechte obere Torecke und glich somit zum dritten Mal aus. Chancen erspielten sich beide Mannschaften bis zum Ende der regulären Spielzeit weiter genug, zählbares sprang jedoch nichts mehr heraus. Die Overtime, in der es mit höchstem Tempo weiter ging, musste die Entscheidung bringen und diesmal hatten die Gastgeber, im Gegensatz zum vergangen Sonntag, das Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Routinier Acker beendete die Partie in der 72. Minute mit seinem Treffer zum 4:3 endgültig.

EHC Klostersee: Morczinietz – Kablau, Merz, N. Quinlan, Hördt, S. Senger, Glombitza, Gvora, Acker, C. Hummer, Warda, Vollmayer, Kaller, Unverzagt, D. Quinlan, N. Senger, T. Hummer, Möhle, Kaefer.

EHC Bayreuth: Bädermann – Sevo, Wolsch; Mayer, Potac; Hermann, Kasten; Göldner, Franz – Juhasz, Tilla, Thielsch; Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller; Altmann, Pietsch, Holzmann; Schadt.

Tore: 0:1 (4.) Bartosch (Kasten, Kolozvary – 5 gegen 4), 1:1 (30.) Kaefer (Unverzagt), 1:2 (38.) Bartosch (Kolozvary, Geigenmüller – 4 gegen 3),2:2 (38.) Warda (D. Quinlan, Gvora – 4 gegen 4), 2:3 (45.) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch), 3:3 (49.) Warda (Gvora, Merz), 4:3 (72.) Acker (4 gegen 4).

Strafminuten: Klostersee 10 + 10 gegen Kaefer, Bayreuth 10.

Zuschauer: 606



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth