DEL2 Team aus Kassel wurde in Bayreuth lange voll gefordert

EHC Bayreuth – Kassel Huskies 5:8 (2-2;3-2;0-0)

 

1 176 Zuschauer Strafen: BT: 39 Min K: 49 Min Powerplays: BT: 2/10 K: 2/4

 

Bayreuth: Sievers, Hartung – F.Müller, Wolsch, Sevo (2), Kasten (2), Hermann, Franz, Potac (2), S.Mayer – Marsall, Altmann, Geigenmüller, Pietsch (2), Kolozvary, Thielsch (2), Bartosch, Pleger (25), Juhasz, Dam (2), Theoret, Feuerpfeil

 

Kassel: Kristian, Nielsen – Valenti (6), M.Müller, Tomassoni, Bergmann, Alt, Heinrich – Meilleur (2), Habermann (2), Klinge (4), Christ (4), Proft, Wycisk (4), M.Collins, A.Carciola (27), Morrison, S.Schlicht, Patocka

 

Tore: 1:0 (6) 5-4 Kolozvary (Bartosch, Potac); 1:1 (6) Morrison (Penalty); 1:2 (7) Christ (Proft, Wycisk); 2:2 (14) Marsall (Pietsch, Hermann); 3:2 (22) Hermann (Kasten, Kolozvary); 3:3 (35) Collins (Valenti, Wycisk); 4:3 (37) Juhasz (Theoret, Sevo); 4:4 (37) Collins (Christ, Tomassoni); 5:4 (40) 5-4 Theoret (Wolsch, Thielsch); 5:5 (42) 4-3 Klinge; 5:6 (46) 5-4 Bergmann (Morrison, Carciola); 5:7 (51) 4-5 Proft (Carciola); 5:8 (59) Habermann (Patocka)

 

In diesem flüssigen und absolut sehenswerten Testspielauftakt erlebten die zahlreichen Tigersfans ein Heimteam, das sich keineswegs versteckte und mit Geigenmüllers Pfostentreffer nach 5 Minuten auch das erste Ausrufezeichen setzte. Mit dem ersten Powerplay gelang dann Kolozvary von Bartosch prima frei gespielt durch seinen platzierten Schuss in den Winkel auch schnell die verdiente Führung. Ein sehr fragwürdiges Penaltygeschenk des häufig unglücklich wirkenden Schiedsrichters nahm nur 30 Sekunden später Kassels Morrison dankend zum Ausgleich an und die kurze Unordnung danach nutzte Christ gar nur weitere 15 Sekunden später sogar gleich zum 1-2. Doch auch davon ließen die Gelb-schwarzen sich nicht groß beirren und besonders die Paradelinie sprühte teilweise schon wieder nur so vor Spielfreude. Auch die Gäste ließen zumindest einige Male die in ihrer Liga nötige Abgezocktheit aufblitzen, konnten aber den Ausgleich durch den bissig nachsetzenden Neuzugang Marsall nicht verhindern.

Im Mittelabschnitt gingen die Hausherren durch Hermanns Schlenzer erneut früh in Führung und präsentierten sich weiter mehr als nur ebenbürtig. Vom Klassenunterschied war jedenfalls überhaupt nichts zu sehen. Den Ausgleich durch den Nachschuss von Collins beantwortete Juhasz mit der Führung nach einem gut ausgespielten schnellen 3 gegen 1 Konter, dem wieder Collins nur Sekunden später das 4-4 als Antwort folgen ließ. Den letzten „Punch“ dieses Drittels setzte dann aber der schon gut integrierte Theoret, der einen Wolsch-Schuß in Überzahl per Abstauber veredelte. Einen Wermutstropfen gab es aber auch. Leider musste Verteidiger Mayer das Spiel nach einem heftigen Bandencheck vorzeitig beenden.

In den letzten 20 Minuten machte sich aber der Trainingsvorsprung der Gäste und die nachlassenden Kräfte durch die harte Vorbereitung des EHC immer mehr bemerkbar. Die Beine der Tigers wurden sichtbar schwer und die Nordhessen nutzten das durch Klinge, Bergmann, Proft und Habermann um die Partie doch noch deutlich für sich zu entscheiden. Unschöner Höhepunkt war dann ein völlig deplatzierter Faustschlag vom Kasseler Carciola an dem völlig unbeteiligten Feuerpfeil, der dem „Schläger“ und EHC-ler Pleger wegen hohen Stocks eine Spieldauerstrafe einbrachte.

Trainer Waßmiller und auch die applaudierenden Zuschauer waren über den ersten Auftritt der Tigers in dieser Spielzeit sehr angetan. Die komplett mit 4 Reihen (8ter Verteidiger war der lange verletzte Routinier Müller) agierenden Oberfranken überzeugten gegen das DEL-2 Team so lange der „Sprit im Tank“ reichte voll und ganz.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH