Tigers belohnen sich erst spät in einem echten Spitzenspiel

EHC Bayreuth – EC Peiting 3:2 n.V. (0-1;2-1;0-0)

 

1321 Zuschauer Strafen: BT: 6 Min P: 16 Min Powerplays: BT: 1/7 P: 0/2

 

Bayreuth: Sievers, Hartung – Wolsch, Sevo, Hermann, Franz, Potac, Geiseler – Marsall (2), Müller (4), Geigenmüller, Altmann, Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Juhasz, Theoret

 

Peiting: Hechenrieder, Henne – Altenhofen (2), Carlson, Zink, Weyrich (4), Zeck (4), Rohrbach – Höfler, Guth, Eichberger, Kreitl, Baindl, Saal, Fischer, Stauder (2), Latta, Bartsch (2), Krabbat (2); Radu, McDonald

 

Tore: 0:1 (17) Fischer (McDonald, Kreitl); 1:1 (33) Theoret (Marsall, Thielsch); 1:2 (38) Stauder; 2:2 (40) Geigenmüller (Kolozvary, Potac); 3:2 (61) 4-3 Sevo (Juhasz, Thielsch)

 

Nach kurzer Abtastphase ohne 4 Stammspieler und dafür mit Förderlizenzverteidiger R.Geiseler in der „starting six“ drückten die Hausherren immer mehr aufs Tempo und erspielten sich reihenweise Chancen. Spiel-, Lauf- und Kampfstark drängte man die Oberbayern in die Defensive, doch was man auch versuchte, die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie. Egal ob Schlagschuss, Schlenzer zum abfälschen oder Kombination, immer hatte der bärenstarke Hechenrieder im Tor des ECP die bessere Antwort. Höhepunkt war eine phantastische Parade per Hechtsprung bei einem Bayreuther Powerplay in der 11.Minute. Noch unglaublicher wurde es dann in Minute 17, als man Fischer im Slot völlig alleine ließ und der auch noch dankend einnetzte. Trotz eines Schussverhältnisses von 21-7 leuchtete ein 0-1 zur ersten Pause an der Anzeigentafel.

Im zweiten Abschnitt fühlte man sich dann fast wie in der Zeitschleife im Kinohit „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Angriffswelle auf Angriffswelle der Wagnerstädter rollte auf das Tor der Gäste, nur sporadisch unterbrochen von Gegenzügen der Peitinger, die dabei aber auch gefährlich blieben und den guten Sievers im EHC-Gehäuse immer wieder einmal forderten. Die Trefferquote der Oberfranken blieb aber weiter verbesserungswürdig. Markant war dabei, dass bei Unmengen von Abprallern in der heißen Zone, beim Heimteam selten jemand zum Nachschuss positioniert war. Genau einer dieser Nachschüsse vom auffälligen Theoret brachte dann nämlich den schon lange in der Luft liegenden Ausgleich und wirkte wie die pure Erlösung im gut gefüllten und stimmungsvollen Rund. Die Gelb-schwarzen versuchten nun darauf aufzubauen, wurden hinten aber auch etwas nachlässig und so bestrafte Stauder sehr zögerliches Zweikampfverhalten direkt am Tor gleich wieder mit dem 1-2. Als dann Geigenmüller Sekunden vor der Pause einfach einmal abzog, Kolozvary energisch nachsetzte und die Oberbayern so unter Druck gesetzt ein halbes Eigentor fabrizierten ging man doch noch mit einem Remis in die Kabine. Die völlig überlegenen Spielanteile und Torchancen der Tigers spiegelte aber auch das nicht entsprechend wieder.

Auch in den letzten 20 Minuten änderte sich an diesem Szenario nur wenig. Feldüberlegene Bayreuther erspielten sich weitere Möglichkeiten ohne zu treffen und die Rot-weißen suchten ihr Heil in einzelnen Kontern. Kolozvary traf z.B. nur den Pfosten und Thielsch verfehlte hart bedrängt sogar das leere Tor. Fast wäre eine grobe Unkonzentriertheit in der Abwehr aber auch ins Auge gegangen, doch nutzten die Gäste dieses Geschenk ebenfalls nicht. Und so ging man in die Overtime. Dort holte Sevo dann aber den Hammer raus und wuchtete die Scheibe in Überzahl aus der Halbdistanz unhaltbar in die Maschen zum völlig verdienten Heimsieg.

Beide Trainer sprachen dann berechtigter Weise von einem tollen Eishockeyabend, an dem jeder etwas Zählbares einspielte und die Zuschauer in der noch jungen Saison richtig gut unterhalten wurden. -bis-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH