Penaltyniederlage in einem Derby auf Augenhöhe für den EHC

VER Selb – EHC Bayreuth 2:1 n.P. (1-0;0-1;0-0)

 

3 687 Zuschauer Strafen: S: 16 Min BT: 14 Min Powerplays: S: 0/5 BT: 0/6

 

Selb: Suvelo, Kümpel – Lillik, Meier, Schnabel, Nägele (2), Hendrikson, Roos (2), Neumann – Piwowarczyk, Hördler, Mudryk (4), Heilman (2), Geisberger, Moosberger, Pauker (2), Galvez, Schmid (2), Neugebauer (2)

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch, Sevo (2), Hermann (2), Kasten, Potac (4), Mayer – Marsall, Müller (4), Geigenmüller, Altmann, Pietsch, Kolozvary, Thielsch, Juhasz, Dam, Theoret (2), Feuerpfeil

 

Tore: 1:0 (18) Mudryk (Piwowarczyk, Geisberger); 1:1 (40) Geigenmüller (Mayer, Marsall); 2:1 (Pen) Geisberger

 

Dieses Oberfrankenderby zweier dezimierter Kontrahenten war ziemlich ausgeglichen und lebte diesmal mehr von der Rivalität und Spannung als von spielerischen Höhepunkten aus der Oberliga Spitze. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend vor stimmungsvollen Rängen und die nur vereinzelten Torchancen auf beiden Seiten resultierten mehr aus Einzelaktionen, als aus Kombinationen oder Spielzügen. Der gegenseitige Respekt und Augenmerk auf Fehlervermeidung verhinderte ein größeres Offensivspektakel und so war fast zu erwarten, dass man sich belauerte. Einen Fehler im Spielaufbau nutzte die Paradelinie der Hochfranken dann auch zu einem schnellen Gegenzug und Mudryk netzte ein.

Intensiv geführt war auch der Mittelabschnitt, wobei die Tigers weiterhin mehr Aufwand betrieben. Was oft fehlte war der letzte Pass oder Abschluss um sich zu belohnen. Thielsch knapp vorbei gelegter „steal“ in Unterzahl (28.) war dabei genauso wenig von Erfolg gekrönt, wie mehrere Überzahlspiele, die auch immer wieder ergebnislos verpufften. Zu selten kam man in die Powerplayaufstellung und noch seltener richtig gut zum Abschluss. Die stoische Ruhe von Suvelo im Kasten der Wölfe wirkte dabei fast unüberwindbar, weil man ihm allerdings auch zu wenig versuchte die Sicht zu nehmen. Bädermann im EHC-Tor bestand seine weiteren Prüfungen allerdings auch alle und hielt sein Team damit im Spiel. Lohn des zumindest nimmermüden Einsatzes war dann der verdiente Ausgleich Sekunden vor der zweiten Pause. Passend zur Partie war es keine heraus gespielte Kombination, sondern dem energischen Nachsetzen von Geigenmüller zu verdanken, der bedrängt von einem Verteidiger die Scheibe in einer unübersichtlichen Situation zum 1-1 über die Linie brachte.

Damit hatten sich die Vorzeichen für die schon zuvor mit der Führung im Rücken eher abwartenden Hausherren, zum Schlussdrittel verändert. Das aktivere Team in diesem intensiven Spiel mit gutem Tempo blieben aber weiterhin die Wagnerstädter, denen jedoch weiterhin etwas die Durchschlagskraft im Angriff fehlte. Die Blau-weißen wirkten da in einigen Szenen sogar gefährlicher, Tore fielen aber weder hüben noch drüben.

Auch in der Verlängerung das gleiche Bild. Die Tigers mühten sich ohne zu treffen und als Potac eine umstrittene Strafe erhielt, versuchten es auch die Porzellanstädter noch einmal. Da Bädermann und seine Abwehr auch bei 3 gegen 4 nichts mehr zu ließen musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Beim EHC versuchten sich Juhasz und Geigenmüller, die beide nicht an Suvelo vorbei kamen, während Piwowarczyk und Geisberger jeweils mit einem trockenen Schuss trafen.

Die Tigers kämpften stark mit guter Defensivleistung, im Vorwärtsgang und Powerplay gibt es aber weiter noch Steigerungspotenzial in der immer noch jungen Spielzeit.

-bis-

 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH