Oberligist Bayreuth war wieder auf Augenhöhe

 

EHC Bayreuth – Eislöwen Dresden 2:3 (1-1;1-1;0-1)

 

835 Zuschauer Strafen: BT: 16 Min D: 28 Min Powerplays: BT: 0/6 D: 0/5

 

Bayreuth: Sievers, Bädermann – Wolsch (2), Sevo (2), Kasten (2), Hermann, Potac – Marsall, F.Müller(2), Altmann, Geigenmüller, Pietsch (2), Kolozvary, Thielsch (2), Bartosch, Kuhn, Juhasz (2), Dam (2), Theoret

 

Dresden: Nastiuk, Holmgren – J.Müller (2), Woidtke, Macholda (2), Slavetinsky, Martell, Tuominen – Kruminsch, Kaartinen (4), Rupprich (2), Boisvert, Berthold, Seifert, Grafenthin, Chaput, Becker, Kouba, Gosdeck (4), Sparre (12)

 

Tore: 0:1 (11) Kaartinen (Nastiuk); 1:1 (13) Thielsch (Marsall, Sevo); 1:2 (24) Chaput (Grafenthin); 2:2 (36) Kolozvary; 2:3 (43) Sparre (Macholda, J.Müller)

 

Die mit zwei neuen Probespielern (Deutschkanadier C.Sparre aus der DEL und Finne J.Tuominen) und einigen Förderlizenzlern angetretenen Sachsen aus der DEL 2 versuchten zwar von Beginn an ihre höhere Spielklasse auf dem Eis zu zeigen, doch die heimischen Tigers hielten gut dagegen. Ab und zu blitzte die spielerische Klasse der Gäste zwar auf, doch die Defensive um die diesmal nur 5 (ohne Mayer und Franz), teilweise rotierenden, EHC-Verteidiger hielt Stand. Erst ein zur Bogenlampe abgefälschter Schuss von Torjäger Kaartinen, an den Sievers nicht heran kam, brachte die Führung für Dresden. Nur kurz danach glich aber Thielsch gekonnt mit der schönsten Kombination des Tages um die etwas umformierte Reihe mit Theoret und Marsall völlig verdient aus.

Im Mittelabschnitt hatten die “Elbflorenzler” dann anfangs etwas Vorteile und erzeugten teilweise richtig Angriffsdruck, wobei auch der EHC immer wieder eigene gute Offensivszenen hatte, vor dem Tor aber etwas die letzte Durchschlagskraft und Schussgenauigkeit vermissen ließ. Nach einem Abwehrfehler und folgendem Querpass tauchte Chaput völlig alleine vor Sievers auf und verwandelte eiskalt zum zu diesem Zeitpunkt gerechten 1-2. In anderen Situationen bewahrte der Tigerstorwart und auch manchmal eine Portion Glück die Gelb-schwarzen vor einem höherem Rückstand, aber auf der Gegenseite musste auch der Ex-DEL Goalie Nastiuk einige Male beherzt eingreifen. Kolozvary gelang dann aber mit einer feinen Einzelaktion über links dennoch der erneute Ausgleich für seine Farben und so stand es auch nach 40 Minuten unentschieden gegen das ambitionierte DEL2-Team, zu dem von den Oberfranken erneut kein wirklicher Klassenunterschied erkennbar war.

Als Wolsch kurz nach Beginn der letzten 20 Minuten bei einem sauber aussehenden Hüftcheck und unglücklichem Aufprall auf dem Eis hinaus geführt werden musste, befürchtete man im Lager der Wagnerstädter schon Schlimmes. Doch zum Glück wurde im Klinikum “nur” ein schmerzhafter Pferdekuss diagnostiziert. Vielleicht deswegen auch kurz etwas unsortiert, erlaubte man den Blau-weißen zu leicht einen Angriff über die rechte Außenbahn, den Probespieler Sparre sicher zum 2-3 nutzte. Doch auch davon ließ man sich nicht schocken und drängte nun wieder vermehrt auf den Ausgleich. Hinten hielten die 4 noch verbliebenen Defender und Goalie Sievers mit einigen starken Aktionen dicht und vorne versuchte man sich immer wieder in Szenen zu setzen. Speziell die Paradeformation der Tigers hatte einige gute Szenen und Bartosch markierte im Powerplay auch den vermeintlichen Ausgleich (58.). Doch der Schiedsrichter hatte (meiner Meinung nach falsch) die Scheibe nicht im Tor, sondern am Pfosten gesehen. So blieb es beim 2-3, weil Sievers kurz vor Schluss noch einen Alleingang eines Eislöwen parierte. Trotz der knappen Niederlage änderte das schließlich aber nichts am erneut sehr guten Auftritt der Tigers, der für die Punkterunde weiter hoffen lässt. -bis-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH