Plötzlicher Tod in Unterzahl bringt den Tigers zwei Zähler

EHC Bayreuth – EC Bad Tölz 2:1 n.V. (1-0;0-1;0-0)

 

1 205 Zuschauer Strafen: BT: 8 Min T: 4 Min Powerplays: BT: 0/2 T: 0/4

 

Bayreuth: Sievers, Bädermann – Wolsch (4), Sevo, Hermann (2), Kasten, Franz, Potac, Mayer, Gerstung – Marsall, Müller, Geigenmüller, Altmann, Kolozvary (2), Thielsch, Bartosch, Pleger, Juhasz, Dam, Theoret, Reiter

 

Bad Tölz: Goll, Wölfl – F.Kolacny, C.Kolacny, Koberger, Schenkel, Schlager, Sternkopf, Fuchs, Neal – Strobl, M.Kimmel, Mangold, Lewis, Ketterer, Fischhaber (2), T.P.Kimmel, Kathan, Heller, Biersack (2), Walleitner

 

Tore: 1:0 (15) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch); 1:1 (32) 4-4 Fuchs (Mangold); 2:1 (61) 3-4 Potac (Marsall, Kasten)

 

Dieses Verfolgerduell 3.gegen 5. von Tabellenführer Regensburg begann verhalten und viel von Taktik geprägt im gut gefüllten Tigerkäfig. Wie schon letzte Woche machten die Erstsemester der Uni wieder regen Gebrauch von der Einladung des EHC für ein Freispiel. Erste Highlights waren einige dynamische Szenen des auffälligen Förderlizenzstürmers Reiter, der wie sein Kollege aus Weißwasser Verteidiger Gerstung eine gute Partie bot. Mit etwas veränderten Formationen der Tigers dauerte es aber bis zur 15.Minute bis zum ersten Eintrag auf der Anzeigentafel. Gewonnene Zweikämpfe hinter dem Tor, zwei schnelle Pässe und Torjäger Geigenmüller traf mit seinem berüchtigten platzierten Handgelenkschuss. In den einzelnen anderen gefährlichen Szenen behielten trotz leichter Vorteile des Heimteams die Abwehrreihen und die guten Goalies auf beiden Seiten die Oberhand und so ging man mit einem 1-0 in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt kamen die Gäste dann deutlich aktiver zurück, betrieben mehr Aufwand und drängten die Wagnerstädter immer weiter in die Defensive. Bei einzelnen Gegenangriffen blieben die Hausherren zwar auch gefährlich, doch die altbekannte Abschlussschwäche kam wieder zum Tragen. Viel mehr im Blickpunkt stand nun der starke und aufmerksame Tigersgoalie, der mit vielen klasse Paraden sein Team noch in Führung hielt. Machtlos war er dann aber nach 32 Minuten. Bei 4 gegen 4 startete Fuchs eine Einzelaktion aus der Ecke heraus, zog nicht konsequent genug bedrängt vors Tor und netzte mit der Rückhand ein. Durch ein klares Plus an Spielanteilen hatten die Isarwinkler sich diesen Treffer auch absolut verdient.

In den letzten 20 Minuten änderte sich der Spielverlauf dann nochmals. Nun zogen die Oberfranken das Tempo nochmal an und phasenweise gingen auch die Zuschauer nun mehr mit und trieben ihr Team an. Es sprangen auch einige Torchancen heraus, doch Zählbares gelang erneut nicht. Entweder hatte man einen Schnörkel zu viel im Spiel oder der gute Gästetorwart Goll parierte die Schüsse bzw. verfehlten sie ihr Ziel. Nicht umsonst wurden beide Torsteher jeweils zum Spieler des Tages ihres Teams ernannt. Als Wolsch kurz vor Ende noch eine umstrittene Strafe bekam, geriet man nochmal in Gefahr, ließ aber mit einer weiterhin starken Abwehrleistung nichts mehr zu und ging in die Verlängerung.

Noch in Unterzahl bediente Marsall dann mit einem feinen Querpass den aufgerückten Potac und der zog alleine los und legte cool und überlegt die Scheibe am weit heraus stürzenden Goalie vorbei in die Maschen zum umjubelten Siegtreffer.

Beide Trainer zeigten sich nach der Partie zufrieden mit der Punktverteilung in diesem intensiven Duell zweier Spitzenteams der Oberliga, auch wenn diesmal mehr Kampf und Taktik die spielerischen Highlights überdeckte, dass die Tigers weiterhin auf Platz 3 der Tabelle hält.

 

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH