Zu harmlose Tigers verlieren in Sonthofen

ERC 99 Sonthofen – EHC Bayreuth 5:2 (2-0;1-1;2-1)

 

694 Zuschauer Strafen: S: S 6 Min BT: 4 Min Powerplays: S: 1/2 BT: 0/3

 

Sonthofen: Beech, Schütze – Gulda, Henkel, S.Schütze, Vit (2), Kröber, Blaha, Miller – Noack, Sikora, Vaitl (2), Berger, McFeeters, Sill, Newhook (2), Kujala, Stiebinger, Grimm

 

Bayreuth: Sievers, Bädermann (ab 35.) – Wolsch, Sevo, Hermann, Kasten, Franz, Potac, – Marsall, Müller, Geigenmüller, Altmann (2), Kolozvary, Bartosch, Juhasz, Dam, Theoret (2), Feuerpfeil

 

Tore: 1:0 (11) Noack (Grimm, Sikora); 2:0 (13) McFeeters (Sill, Miller); 3:0 (34) Neewhook (Vaitl, Kröber); 3:1 (39) Bartosch (Sevo, Geigenmüller); 4:1 (42) Miller (Vaitl, Kujala); 5:1 (49) 5-4 Vaitl (Miller, Sikora); 5:2 (59) Kolozvary (Geigenmüller, Potac)

 

Nach der üblichen Abtastphase übernahmen die Gäste auch ohne die grippekranken Thielsch und Mayer langsam die Initiative. Leichte Vorteile an Spielanteilen und Torschüssen brachten aber nichts Zählbares für den EHC. Wie aus dem Nichts fiel dann aber das 1-0 für die Hausherren. Einen verlorenen Zweikampf in der Ecke nutzte Noack für einen "move" vors Tor und legte die Scheibe unter Sievers in die Maschen. Keine zwei Minuten später drängten die Tigers einen schnellen Gegenzug gerade noch ab, die daraus entstandene Unordnung bestrafte aber McFeeters, der den sofortigen nächsten Querpass ungestört direkt verwandelte. Diesen unerwarteten Schock musste man erst verdauen und es passierte nicht mehr viel bis zur Pause.

Im Mitteldrittel drängten die Bayreuther wieder auf das vom neuen Goalie Beech fehlerlos gehütete Tor, doch fehlte ihnen meist die zündende Idee für echte Großchancen. Bemühen kann man ihnen nicht absprechen, aber Durchschlagskraft entwickelten sie viel zu wenig. Sonthofen achtete mit der Führung im Rücken sehr auf eine stabile Defensive und streute einzelne Konter ein. Einer dieser Breaks führte dann auch zum 3-0. Eine 2 gegen 1 Situation konnte Sievers noch parieren, doch als ihn der in ihn hinein rutschende Vaitl völlig aus der Position schob hatte Newhook beim Nachschuss leichtes Spiel, weil der Schiedsrichter die eigentliche Torwartbehinderung nicht abpfiff. Mit dem folgende Torwartwechsel zu Bädermann versuchte Coach Waßmiller sein Team zu wecken und einen Impuls zu setzen. Da die Oberfranken kurz vor der Pause durch Bartosch auch noch zurückschlugen blieb noch etwas Hoffnung für den Schlussabschnitt.

Diese Flamme erlosch aber schon nach 70 Sekunden als Miller mit feiner Stocktechnik bei einem nur angetäuschten Bauerntrickversuch, aber völlig alleine gelassen, ins kurze Eck traf. Nun auch noch ohne den mit Knieverletzung ausgefallenen Juhasz, steckten die Tigers spätestens nach dem 5:1 im sauber ausgespielten Powerplay durch Torjäger Vaitl dann endgültig auf. Ohne große Höhepunkte ließen beide Teams dann die Uhr fast nur noch herunter laufen. Nur Kolozvary, der eine Kombination seiner Reihe über die Linie drückte, konnte noch eine Ergebniskorrektur erzielen. Mehr Schüsse und Spielanteile reichten hier nicht um den verdienten Heimsieg der energischeren, und konsequenteren Bulls zu verhindern. Die Versuche der Bayreuther blieben einfach viel zu oft zu harmlos.

 

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH