Hoch überlegener EHC Bayreuth deklassiert Weiden

EHC Bayreuth – 1.EV Weiden 8:0 (2-0;4-0;2-0)

 

2 409 Zuschauer Strafen: BT: 10 Min W: 12 Min Powerplays: BT: 3/6 W: 0/5

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch, Sevo, Hermann, Kasten (2), Franz, Potac (2), Mayer (2) – Marsall, Müller, Geigenmüller, Pietsch (2), Kolozvary, Thielsch (2), Bartosch, Pleger, Kuhn, Dam, Theoret, Feuerpfeil

 

Weiden: Huber, Engmann – Salinger (2), Willaschek (2), Pöpel, Synoiwec (2), Gejerhoss (2), Ehmann – Seibel, L.Zellner, Firsanov, Kirchberger, Jirik (2), Holzmann (2), Nikiforov, F.Zellner, Waldowsky, Schadt

 

Tore: 1:0 (4) 5-4 Bartosch (Potac, Kolozvary); 2:0 (15) 5-4 Bartosch (Kasten, Kolozvary); 3:0 (22) Kolozvary (Geigenmüller, Bartosch); 4:0 (31) Potac (Geigenmüller, Bartosch); 5:0 (35) 5-4 Geigenmüller (Kolozvary, Potac); 6:0 (39) Theoret (Feuerpfeil, Pietsch); 7:0 (55) Bartosch (Potac, Theoret); 8:0 (60) Marsall (Thielsch, Wolsch)

 

Die Hausherren legten im stimmungsvollen kleinen Derby los wie die Feuerwehr und fast vom Bully weg hatte Kolozvary schon nach wenigen Sekunden einen Hochkaräter, den Huber gerade noch so parieren konnte. Mit der ersten Strafzeit gegen die Bluedevils war es dann soweit und Bartosch fälschte einen Potacschuss nach ruhigem Aufbau in die Maschen ab, als man dem Torhüter im Slot gut die Sicht nahm. Auch in der Folgezeit hatten die Gäste große Mühe dem Tempo des EHC zu folgen und wussten sich einige Male nur mit Fouls zu helfen. Eine einzige gute Torchance konnte man sich erspielen, doch Bädermann war bei einem schnellen 3 gegen 2 Gegenzug auf dem Posten. Anders die Tigers, die ein weiteres Powerplay wieder durch den sehr auffälligen Bartosch, der einen Kasten-Kracher im Nachschuss verwandelte, völlig verdient auf 2-0 zur ersten Pause stellten.

Im zweiten Abschnitt behielten die Oberfranken ihre überdeutliche Dominanz bei. Besonders im Spielaufbau der Verteidiger oder im spielerischen Bereich direkt im Angriff war mehr als ein Klassenunterschied zum dezimierten EVW nicht zu verhehlen. Folgerichtig erhöhten Kolozvary und Potac schon für ihre Farben, bevor Torjäger Geigenmüller das vielleicht schönste Tor des Tages drauf packte. Bei 5 gegen 4 krönte er eine herrlich schnelle Passfolge mit einem Onetimer, der wie ein Strich im Winkel einschlug. Noch vor der Sirene markierte Theoret per Nachsetzen auch noch das 6-0 gegen nun phasenweise völlig überforderte Oberpfälzer.

Im Schlussdrittel verwalteten die Gelb-schwarzen locker die Partie und blieben jederzeit Herr im Haus ohne alles abrufen zu müssen. Die vierte Reihe der Wagnerstädter bekam nun auch vermehrt Eiszeit, zeigte einige gute Ansätze und Junior Feuerpfeil verbuchte z.B. seinen ersten Scorerpunkt. Bartosch traf von Potac klasse frei gespielt gegen den eingewechselten Engmann noch und kurz vor Ende belohnte sich Marsall für seinen unermüdlichen Einsatz schon die ganze Saison über, mit dem Schlusspunkt durch einen „Abfälscher“ nach einem Distanzschuss mit seinem ersten Treffer dieser Spielzeit.

Hoch zufrieden konstatierte Tigerscoach Waßmiller in der Pressekonferenz das Lob an seine Team. „Die Jungs spielen schon seit einiger Zeit genau das Eishockey das ich mir vorstelle. Schnell mit Zug zum Tor und Stabilität in der Defensive.“ 12 Punkte in Serie sind der Lohn für diese klasse Vorstellungen der Tigers.

 

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH