Einbruch im Schlussdrittel verhinderte möglichen Kantersieg des EHC

EC Peiting – EHC Bayreuth 5:6 (0-1;1-4;4-1)

 

471 Zuschauer Strafen: P: 20 Min BT: 16 Min Powerplays: P: 3/8 BT: 0/5

 

Peiting: Hechenrieder Henne (ab 35) – Altenhofen, Carlson, Zink, Feuerecker, Rohrbach (2) – Höfler, Guth (10), Eichberger (2), Baindl, Saal (2), Fischer, Stauder (2) Latta, Bartsch, McDonald (2)

 

Bayreuth: Sievers (2), Bädermann – Wolsch (2), Sevo, Hermann, Kasten, Franz, Potac (2), Mayer – Marsall (2), Müller (2), Geigenmüller, Pietsch (2), Kolozvary, Thielsch, Bartosch (4), Pleger, Kuhn, Juhasz, Dam, Feuerpfeil

 

Tore: 0:1 (16) Bartosch (Geigenmüller, Kolozvary); 0:2 (31) Geigenmüller (Kolozvary); 0:3 (34) Pietsch (Juhasz, Marsall); 0:4 (34) Kolozvary (Geigenmüller, Bartosch); 0:5 (36) Thielsch (Marsall, Müller); 1:5 (38) 5-4 Stauder (Fischer, Zink); 1:6 (44) Kolozvary (Mayer, Potac); 2:6 (48) Carlson (Saal, Baindl); 3:6 (54) 5-3 Feuerecker (Carlsson, Saal); 4:6 (56) 5-4 Feuerecker (Stauder, Carlson); 5:6 (58) Carlson (Baindl, Feuerecker);

 

Mit 6:1 Führung, nach 44 gespielten Minuten, im Rücken schalteten die Jungs des EHC Bayreuth beim EC Peiting zwei Gänge zurück und das sollte sich beinahe noch rächen.Zwei Drittel lang dominierten die Tigers den vor der Saison hoch eingeschätzten, an diesem Abend jedoch stark dezimierten Gegner nach Belieben und mussten dabei noch nicht einmal an ihre Grenzen gehen.

Im ersten Spielabschnitt erspielten sich die Oberbayern noch die eine oder andere Chance – jedoch nicht mit dem Move einer Heimmannschaft, die das Spiel macht und den Gegner unter Druck setzen kann. Mehr aus Kontern heraus kamen die Jungs von Coach Sicinski zu den wenigen Einschussmöglichkeiten, die Sievers jedoch alle souverän parieren konnte. Nach 16 Minuten schickte Kolozvary seinen Reihenkollegen Bartosch auf die Reise, der mit einem Lupfer ins linke, lange Eck die Führung für die Wagnerstädter erzielte.

Das zweite Drittel sollte schon fast zu einer Demonstration werden. Bayreuth schaltete und waltete nach Belieben und schnürte die Gastgeber vor enttäuschenden 471 Zuschauern regelrecht ein. Zwischen der 32. und 36. Spielminute stellten nacheinander Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary und Thielsch mit vier erzielten Treffern das Ergebnis auf 5:0 aus Bayreuther Sicht, bevor kurz vor dem Pausenpfiff Stauder das erste Mal für seine Farben traf.

 

Was dann im Schlussabschnitt passierte, verwunderte die mitgereisten Anhänger der Gelb-schwarzen einigermaßen. Die Gangart wurde etwas härter und die Tigers ließen sich dadurch mehrfach provozieren. Kolozvary legte noch ein Tor zur „sicheren“ 6:1 Führung nach. Doch dann drehte sich die Partie. Vier Treffer in wenigen Minuten nacheinander, das kannte man aus Spielabschnitt 2 von den Tigers – jetzt waren die Gastgeber dran. Innerhalb von neun Minuten kamen die Oberbayern gegen nun völlig verunsicherte Tigers bis auf ein Tor heran. Knapp 1,5 Minuten vor Spielende nahm Sicinski dann den Goalie vom Eis, um das mögliche Remis auf die Anzeigentafel zu bringen. Dies sollte dann aber doch nicht mehr gelingen, stemmten sich die Tigers, jetzt mit allen Möglichkeiten gegen den drohenden Punktverlust.

 

-av-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH