Ungewohnte Torflut in Bayreuth

EHC Bayreuth – EV Füssen 8:7 (5-2;2-3;1-2)

 

1086 Zuschauer Strafen: BT: 39 Min F: 14 Min Powerplays: BT: 3/6 F: 2/8

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch (2), Sevo, Hermann, Kasten (25), Potac, Mayer – Marsall, Müller, Geigenmüller (2), Pietsch (6), Kolozvary (2), Thielsch, Bartosch (2), Juhasz, Dam, Feuerpfeil

 

Füssen: Fießinger, Offer – Dressel, Schmid (2), Kolb, Jentsch, Kames – C.Mayr (8), Kirsch, Klingler, Friedl (2), Kink, Gohlke (2), Huber, Goller, Pfohmann, Burnell

 

Tore: 1:0 (3) 5-4 Wolsch (Marsall, Juhasz); 2:0 (6) 5-4 Thielsch (Juhasz, Marsall); 3:0 (7) Sevo; 4:0 (9) Bartosch (Feuerpfeil, Kolozvary); 4:1 (13) Burnell (Pfohmann, Huber); 5:1 (16) Marsall (Müller, Wolsch); 5:2 (18) 5-3 Burenll (Kames, Pfohmann); 5:3 (27) Burnell (Friedl, Kink); 6:3 (32) 5-4 Marsall (Juhasz, Wolsch); 7:3 (33) Bartosch (Geigenmüller, Potac); 7:4 (34) Kames (Friedl, Kink); 7:5 (39) 5-3 Kames (Kink, C.Mayr); 8:5 (44) Bartosch (Potac, Kolozvary); 8:6 (54) Burnell (Friedl, Kink); 8:7 (57) Friedl (Burnell, Kink)

 

Eine auf eher unerwartete Art ereignisreiche Partie bekam die überschaubare Kulisse im eiskalten Tigerkäfig diesmal geboten. Die ersten Sekunden gehörten dabei den Gästen, bevor die Wagnerstädter mit zwei schnellen und schön herauskombinierten Powerplaytoren durch Wolsch und Thielsch in Führung gingen. Als Sevo und Bartosch nach gerade einmal 9 Minuten schon auf 4-0 gestellt hatten, sah es sogar nach einem Schützenfest für die Hausherren aus, doch ein haltbarer Fernschuss des agilen Kanadiers Burnell unterbrach den Lauf. Zwar erhöhte Marsall noch auf 5-1, doch das folgende doppelte Überzahlspiel nutzten die Allgäuer auch noch konsequent vor zum 5-2 und die große Linie war spätestens nach Kastens Spieldauerstrafe wegen hohem Stock mit Verletzung (18.) kurz darauf endgültig weg.

Im Mittelabschnitt fanden die Bayreuther immer weniger Zugriff aufs Spiel und gestatteten den nun nicht mehr jeden wichtigen Zweikampf verlierenden EVF immer mehr. Burnells dritten Treffer, nachdem zuvor Mayr schon den Pfosten anvisiert hatte, konterten Spieler des Tages Marsall und Bartosch zwar noch zum 7-3 Zwischenstand, doch der neue tschechische Abwehrchef Kames des Altmeisters traf doppelt mit guten Schüssen und brachte sein Team gegen in der Defensive ungewohnt zaghaft und fahrlässige Tigers wieder zurück in die Partie

Als Bartosch in den letzten 20 Minuten schnell sein dritter Treffer des Tages gelang, schien die Begegnung dann entschieden, doch weil Marsall einen berechtigten Penalty des ansonsten relativ schwach und ohne Linie agierenden Schiedsrichters nicht nutzen konnte, blieben die Gäste noch „am Leben“. Erneut der treffsichere 4-fach Torschütze Burnell und Friedl verkürzten dann tatsächlich in den letzten 7 Minuten noch bis auf 8-7, wobei Tigersgoalie Bädermann diesmal auch nicht seinen besten Tag erwischt hatte. So kam nochmals völlig unnötige Spannung auf, die wegen einer Strafe des EHC und ohne Torwart des EVF bei 6 gegen 4 in den letzten Sekunden fast noch auf die Spitze getrieben wurde. Es blieb aber beim knappen Sieg der Hausherren

3 weitere Punkte waren diesmal fast die einzig positive Nachricht im Tigerslager, gegen nie aufsteckende Gäste. Die sonst so gefestigte Abwehr des EHC samt Torwart ließen diesmal viel zu viele Wünsche offen und bescherten den Allgäuern fast einen Tag des offenen Tores.

 

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH