Tigers nun endgültig die beste Heimmannschaft der Liga

 

Shut-out von Sievers und fast 100% Powerplayquote als Einstimmung fürs kleine Derby

EHC Bayreuth – TSV Erding 6:0 (1-0;3-0;2-0)

 

1 034 Zuschauer Strafen: BT: 8 Min E: 18 Min Powerplays: BT: 3/4 E: 0/4

 

Erding: Ewert, Albrecht – Kreß (2), Rische, Steiger, Schwarz (4), Bernhardt, Lorenz (10), Mühlbauer – Zimmermann, P.Samanski, Trox, Pfeiffer, Fischer, Mulvey, Borrmann, Michl (2), Deubler

 

Bayreuth: Sievers, Bädermann – Wolsch, Sevo (2), Hermann (2), Kasten (2), Franz, Potac, Mayer – Marsall, Müller (2), Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary, Bartosch, Kuhn, Juhasz, Dam, Feuerpfeil

 

Tore: 1:0 (8) Pietsch (Marsall, Juhasz); 2:0 (32) Marsall (Juhasz, Pietsch); 3:0 (32) Geigenmüller (Kolozvary, Pietsch); 4:0 (38) 5:4 Geigenmüller (Kasten, Kolozvary); 5:0 (47) 5-4 Bartosch (Kasten, Kolozvary); 6:0 (53) 5-4 Kasten (Kolozvary, Potac)

 

Tigerscoach Waßmiller war durch die Thielsch-Sperre zu Umstellungen in den Angriffsformationen für diese Partie gezwungen, von der nur die KGB-Reihe verschont blieb. Nach gleichverteiltem Beginn gelang dem „versetzten“ Pietsch auch die Führung, als die Erdinger im Zentrum die Scheibe nicht weg bekamen und er entschlossen reagierte. Die durch Verletzungen schon seit Wochen noch mehr dezimierten Gäste waren aber vor allem durch das Hinspiel, wo man sich immer wieder klassisch auskontern ließ, gewarnt und blieben ihrem Augenmerk auf Stabilität und wenig Räume bieten mit gelegentlichen Gegenzügen, treu. So waren Höhepunkte eher Mangelware und bei ihrer besten Chance hatten die Oberbayern Pech, als der sehr junge Trainersohn Patrik Samanski das Aluminium klingeln ließ. So blieb es zur ersten Pause bei der knappen aber durchaus verdienten Führung für die etwas agileren, aber sich auch schwer tuenden Hausherren.

Im Mittelabschnitt starteten die Gladiators dann deutlich offensiver und nur der starke Sievers im EHC-Tor bewahrte in den Anfangsminuten mehrmals sein Team vor dem Ausgleich, oder noch Schlimmeren. Mit dem in dieser Phase sogar überraschenden 2-0 zog der sich immer mehr zur „Scoringmaschine“ entwickelnde Marsall dann aber den Stecker beim TSV. Von da ab waren die Gelb-schwarzen ziemlich klar Herr im Haus. Als sich nur Sekunden später Torjäger Geigenmüller eine schon verlorene Scheibe zurück erkämpfte und trocken einnetzte, war schon eine Vorentscheidung gefallen. Sein zweiter Treffer per Onetimer in Überzahl, der von den Gästen wegen dem vorher vermeintlichen Fangnetzkontakt der Scheibe als irregulär moniert wurde, machte da fast schon „den Deckel drauf“.

Im Schlussdrittel behielten die Oberfranken dann relativ locker und ungefährdet die Kontrolle über das Spiel und erhöhten durch feine Powerplaykombination der Paradelinie noch zweimal. Bartosch und Kasten waren die Torschützen für die nach der Heimniederlage von Regensburg gegen Peiting nun Punktemäßig (in jetzt 10 Heimspielen ungeschlagen bei nur 2 verlorenen Zählern) besten Heimmannschaft der Liga. Der sichere Sievers im EHC-Tor verdiente sich durch seinen Shut-out den Titel Spieler des Tages und nur die ungenutzten 4 Sekunden Überzahl ganz am Ende verhinderten eine fast 100 prozentige Powerplayquote für die Tigers, die nach den relativ vielen Gegentreffern der letzten Spiele, wieder deutlich besser in die die Spur gefunden haben.

Auch wenn noch nicht alles perfekt war, kann man so mit breiter Brust in die nächsten Aufgaben gehen. Zwei Duelle auswärts mit der Oberpfalz steht nun in Weiden und beim nächsten Schlagerspiel in Regensburg auf dem Spielplan der Wagnerstädter.

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH