Tigers stürmen die Teufelshöhle mit souveräner Vorstellung

1.EV Weiden – EHC Bayreuth 1:5 (0-1;0-3;1-1)

 

1 661 Zuschauer Strafen: W: 8 Min BT: 8 Min Powerplays: W: 1/4 BT: 1/4

 

Weiden: Engmann, Huber – Pojkar, Herbst (2), Salinger, Willaschek, Pöpel, Synowiec, Gejerhoss, Ehmann – Schopper, Firsanov (2), Jirik (2), Smazal, Mrazek, Holzmann, Waldowsky (2), Pronath

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch, Sevo, Hermann (2), Kasten (4), Franz, Potac, Mayer – Marsall, Müller, Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary, Thielsch, Bartosch (2), Juhasz, Dam

 

Tore: 0:1 (13) Thielsch (Kasten, Marsall); 0:2 (28) 5-4 Kasten (Bartosch, Kolozvary); 0:3 (33) Bartosch (Mayer, Kolozvary); 0:4 (38) Müller (Kolozvary); 0:5 (44) Marsall (Kasten, Bädermann); 1:5 (53) 5-4 Herbst (Pojkar, Jirik)

 

In diesem bei weitem nicht ausverkauften Derby übernahmen die Gäste von Anfang an auf den Rängen und auf dem Eis die Initiative. Auch wenn die Oberpfälzer versuchten sich dagegen zu stemmen, mussten sie dem EHC ein klares Plus an Spielanteilen, Schüssen und Torchancen zu gestehen. Selbst bei 5 gegen 5 kam es teilweise zu Powerplayähnlichen Szenen, die nur durch gelegentliche Gegenzüge unterbrochen wurden. Folgerichtig auch die Führung für die Gelb-schwarzen, als Thielsch nach einem der vielen Abpraller von Torwart Engmann nach Kasten Schuss nachsetzte und traf. Angepeitscht vom stimmungsvollen Anhang wollten die Bayreuther zwar gleich mehr, doch bis zur ersten Pause gelang trotz weiterer Chancen kein Treffer mehr. Mit diesem 0-1 waren die Devils deswegen auch mehr als gut bedient.

Im Mittelabschnitt versuchte der EVW dann anfangs etwas offensiver zu agieren und hatte auch die eine oder andere Möglichkeit, doch der sichere Bädermann im Tor der Gäste war auf dem Posten. Spätestens mit dem 0-2 durch Kasten, der einen Powerplaynachschuss verwertete hatte das Spiel wieder Einbahnstraßen Charakter und Bartosch und Müller erhöhten für die in allen Belangen überlegenen Tigers auf 0-4 nach 40 Minuten. Phasenweise war ein Klassenunterschied nicht zu leugnen und Gelb-Schwarz regierte auf dem Eis, wie auch auf der stimmungsvollen Tribüne. Spielerisch und läuferisch, aber auch in den Zweikämpfen gewannen die Wagnerstädter alle wichtigen Duelle. Einzig dem besten Blau-weißen Engmann war es zu verdanken, dass es nicht noch deutlicher wurde.

Im Schlussdrittel taten sich beide Teams dann nicht mehr groß weh, denn die Messen waren in der Teufelshöhle schon längst gelesen. Marsalls feine Einzelaktion, als er mit Tempo über die rechte Außenbahn durchbrach, nach innen zog und trocken verwandelte und der Powerplayschlagschuss von Herbst, wo Bädermann überhaupt keine Sicht hatte, brachten das 1-5 Endergebnis. Über die Punkteverteilung war an diesem Abend schon lange vorher die Entscheidung gefallen.

Diese klaren Verhältnisse konstatierten beide Trainer auch in der Pressekonferenz und die Tigers bleiben im Konzert des Führungstrios, das am nächsten Wochenende unter sich, mit Tuchfühlung zur Tabellenspitze voll mit dabei.

 

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH