EHC Bayreuth unterliegt gnadenlos effektiven Regensburgern

EV Regensburg – EHC Bayreuth 5:2 (2-0;2-0;1-2)

 

2 654 Zuschauer Strafen: R: 12 Min BT: 8 Min Powerplays: R: 1/4 BT: 1/6

 

Regensburg: Cinibulk, Hähl – K.Schütz (2), Schmitt, A.Pielmeier, Stiefenhofer (2), Noe (4), S.Schütz (2) – Böhm, Oakley, Fical, Stöber, Stieler, Lamich, Heger, Merka, Stähle, Huber, Schreier (2)

 

Bayreuth: Wiedermann, Sievers – Wolsch (2), Sevo, Hermann, Kasten (2), Franz, Potac, Mayer – Marsall, Müller, Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary, Thielsch (2), Bartosch, Kuhn, Juhasz, Dam, Reiter (2)

 

Tore: 1:0 (3) Noe (Schreier, Stieler); 2:0 (16) 5-4 Stähle (Heger, Stieler); 3:0 (28) Schreier; 4:0 (37) 4-5 Oakley (Stieler, A.Pielmeier); 4:1 (48) 5-4 Kasten (Geigenmüller, Bartosch); 4:2 (56) Reiter (Sevo, Juhasz); 5:2 (57) Stähle (Oakley, Stiefenhofer)

 

In diesem Spitzenspiel Zweiter gegen Dritter der Oberliga Süd merkte man beiden Teams den gegenseitigen Respekt an, doch einen kapitalen Stellungsfehler in der EHC-Abwehr nutzte Noe schnell zur Führung der Hausherren, als er völlig ungestört aus der rechten Ecke vors Tor ziehen konnte und einnetzte. Danach hatten die Tigers sogar mehr Spielanteile und durch 2 mal Bartosch und Mayer auch hervorragende Torchancen, bei denen man aber nicht am bärenstarken Cinibulk im EVR-Gehäuse vorbei kam. Und wie es dann so oft ist, nutzt der Gegner seine nächste Möglichkeit sofort. Stähle hatte im Powerplay zu viel Platz und hämmerte die Scheibe zentral aus dem Halbfeld in den Winkel und ließ Förderlizenzgoalie Wiedemann keine Abwehrchance zu einem Spielstand der die Spielanteile und Torchancen nicht wirklich wiederspiegelte.

Zu den zweiten 20 Minuten kamen die Oberpfälzer druckvoll aus der Kabine und der Eindruck, dass sie spritziger und energischer zu Werke gehen als der EHC verstärkte sich noch. Wiedemann konnte mehrere gute Chancen der Gastgeber noch entschärfen, doch bei dem Alleingang, den Schreier mit einem Hammer unter die Latte zum 3-0 abschloss, war er machtlos. Wolsch hatte den Regensburger zuvor angeschossen und konnte ihm im Laufduell nicht folgen. Die auch spielerisch kreativer agierenden Domstädter ließen in der Folgezeit nur wenig anbrennen, denn nur Geigenmüller hatte noch eine tolle Möglichkeit, zögerte aber die berühmte Sekunde zu lange und ein Verteidiger konnte noch blocken. Regensburgs Torjäger Oakley und Spielmacher Stieler ließen ihre Klasse dann bei einem 2 gegen 1 Unterzahlkonter aufblitzen, den der Kanadier nach einem weiteren Stellungsfehler der Oberfranken sicher verwandelte. Die anderen einzelnen Torchancen der Tigers wurden sichere Beute der EVR-Abwehr oder Torwart Cinibulk, auch weil die Tigers öfters zu zögerlich oder zu unpräzise abschlossen.

Im Schlussabschnitt wogte das Spiel dann hin und her, auch wenn große Torchancen in dieser Phase Mangelware blieben. Kastens Powerplaytor, als er im Slot den Querpass von Geigenmüller ins Tor lenkte, hauchte der Partie neues Leben ein. Die Wagnerstädter zogen nochmals an und kamen nun wieder öfters gefährlich vors Tor. Thielsch hatte bei einem Alleingang eine Riesenmöglichkeit, konnte Cinibulk aber wieder nicht überwinden. Besser machte es kurz danach der Weißwasseraner Reiter, als er prima angespielt sofort hoch schoss und ein blitzsauberes Tor zum 4-2 erzielt. Leider nutzte der auffällige Stähle nur 25 Sekunden einen schlimmen Stockfehler in der Abwehr der Gelb-schwarzen zu einem schnellen Gegenzug und dem entscheidenden Treffer, der den möglichen Endspurt der Tigers verhinderte. Wieder hatten die Donaustädter im richtigen Moment eiskalt zugeschlagen, zeigten sich gnadenlos effektiv und verdienten sich die drei Punkte mit ihrer diesmal deutlich größeren Abschlussstärke und einem klasse Goalie zwischen den Pfosten, der immer da war wenn er gebraucht wurde.

 

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH