EHC Bayreuth gefeierter Sieger in rasantem Spitzenspiel

EHC Bayreuth – EHC Freiburg 5:4 (0-1;2-1;3-2)

 

1 463 Zuschauer Strafen: BT: 20 Min F: 8 Min Powerplays: BT: 3/4 F: 1/5

 

Bayreuth: Wiedemann, Bädermann – Wolsch, Sevo, Hermann, Kasten (10), Potac (2), Mayer (2) – Marsall, Geigenmüller (2), Pietsch, Kolozvary, Thielsch (4), Bartosch, Juhasz, Dam, Reiter

 

Freiburg: Mathis, Hönkhaus – D.Meyer, T.Linsenmaier, Melichar, Rießle, Brückmann (2), Frank. Kästle, Peleikis – Rösch, N.Linsenmaier (2), Henry, Kunz, Wiecki, Haluza, S.Billich, Herm, Wittfoth, Saccomani, C.Billich (4)

 

Tore: 0:1 (5) Kunz (N.Linsenmaier, S.Billich); 1:1 (30) 5-4 Kolozvary (Potac, Geigenmüller); 1:2 (31) S.Billich (Kunz, Kästle); 2:2 (36) Kasten (Sevo, Thielsch); 3:2 (41) Geigenmüller (Mayer, Kolozvary); 4:2 (48) 5-4 Thielsch (Wolsch, Juhasz); 4:3 (50) 5-3 Wiecki (N.Linsenmaier, Kunz); 4:4 (52) Kunz (S.Billich, N.Linsenmaier); 5:4 (58) 5-3 Geigenmüller (Kolozvary, Potac)

 

Bestes Heimteam gegen beste Auswärtsmannschaft versprach viel und diese Partie hielt wahrlich allen Erwartungen stand. In diesem echten Spitzenspiel bekamen die Zuschauer hochklassigen Kufensport mit Mördertempo geboten. Gerade als die Hausherren die Spielinitiative übernahmen, rutschte Tigersgoalie Wiedemann die Scheibe bei einem Kunz-Schuss durch die Fanghand und kullerte über die Linie zur Führung der Breisgauer. Nach einer kleinen Erholungsphase von diesem Schock, bissen sich die Wagnerstädter wieder in die Partie und erspielten sich einige gute Torchancen. Das leidige Thema der nicht optimalen Chancenverwertung und ein starker Torwart Mathis verhinderten aber den Ausgleich, der völlig verdient gewesen wäre. Auch wenn die Gäste mit einigen blitzsauberen, schnellen Gegenstößen ebenfalls wie ein echtes Spitzenteam auftraten.

Im Mittelabschnitt versuchten die Oberfranken weiter auf den Ausgleich zu drängen, mussten gegen die läuferisch und technisch starken Freiburger aber auch immer auf der Hut sein. Nach einigen Minuten nahm die Intensität auch nochmals zu, weil die Bayreuther nun das Körperspiel forcierten. Bei ihrem ersten Powerplay der Partie zog man die Box gut auf und Kolozvary sorgte per Nachschuss für den überfälligen Ausgleich. Kurz danach trat dann das Schiedsrichtergespann mehrmals in den Mittelpunkt. Erst gaben sie den Treffer der Wölfe zum 1-2, obwohl es sehr nach Schlittschuhtor aussah und später noch ließen sie einen hohen Stock gegen Bayreuths Reiter trotz Verletzung komplett ungeahndet, was beim Publikum natürlich nicht gut ankam. Tigersgoalie Wiedemann machte seinen Fehler beim 0-1 mit einigen Prachtparaden mehrmals wieder wett und Verteidiger Kasten gelang dann schön angespielt der erneute Ausgleich für die am Ende wieder drückenden Gelb-schwarzen.

Auch im Schlussdrittel bekam man wieder beste Sportunterhaltung in diesem technisch und läuferisch höchsten Ansprüchen genügendem Spiel geboten. Beide Teams zeigten dem mitgehenden Publikum alles was diese rasante Sportart so einzigartig macht. Torjäger Geigenmüller brachte seine Farben früh mit seinem berüchtigten Handgelenkschuss in Führung und als es Thielsch es ihm bei 5-4 gleichtat und auf 4-2 stellte, wähnte man sich schon auf der Siegerstraße. Der insgesamt schwache Schiedsrichter schenkte den Gästen durch gleich mehrere undurchsichtige Strafen Überzahl, die Wiecki bei 5 gegen 3 und Kunz auch tatsächlich noch zum 4-4 nach 52 Minuten nutzten. Doch diese hochklassige Partie hatte noch einen echten Showdown. Ebenfalls bei 5-3 spielte sich die EHC-Paradeformation gut 2 Minuten vor Ultimo die Scheibe in schneller Passfolge hin und her, bis Geigenmüller frei in Position war und das Eigengewächs hämmerte die Scheibe tatsächlich noch zum vielumjubelten Siegtreffer flach in die Maschen. Die glänzende Bayreuther Heimserie hält weiter an und man bleibt im Spitzentrio voll „bei der Musik“ dabei. -bis-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH