EHC Bayreuth kann im Wolfsbau diesmal nicht Punkten

 

Paradelinie des VER gewinnt das Duell gegen die der Tigers mit 5 Treffern

VER Selb – EHC Bayreuth 5:3 (1-0;2-2;2-1)

 

3 822 Zuschauer Strafen: S: 34 Min BT: 18 Min Powerplays: S: 1/9 BT: 1/3

 

Selb: Suvelo (20), Kümpel – Lillik, Meier, Schütt, T.Schneider (2), Nägele, Roos (2), Schadewaldt (2) – Piwowarczyk, Mudryk, Heilman (2), Geisberger, Hendrikson, Moosberger, Galvez, Schmid (2), Neugebauer (2), Neumann (2)

 

Bayreuth: Bädermann, Hartung – Wolsch, Sevo, Hermann (2), Kasten (2), Potac (2), Mayer (2) – Marsall (2), Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary (4), Thielsch, Bartosch, Juhasz, Warda, Kouba, Reiter (4)

 

Tore: 1:0 (12) 4-4 Mudryk (Piwowarczyk, Schütt); 1:1 (21) Bartosch (Kolozvary, Potac); 1:2 (22) 5-4 Sevo (Warda, Thielsch); 2:2 (28) 5-4 Piwowarczyk (Geisberger, Mudryk); 3:2 (32) Mudryk (Schadewaldt, Geisberger); 4:2 (50) Geisberger (Hendrikson, Mudryk); 5:2 (52) Geisberger (Mudryk, Piwowarczyk); 5:3 (56) Kouba (Sevo, Juhasz)

 

Dieses Oberfrankenderby im gut gefüllten Wolfsbau lebte diesmal mehr von der Rivalität, als von hochklassigem Eishockeysport. Nach ausgeglichenem Beginn nutzte Mudryk die zweite gute Möglichkeit des VER zur Führung, als er kurz nach Ende einer Strafzeit im Slot vergessen wurde, und mutterseelenalleine mit der Rückhand einnetzen konnte. Die Bayreuther kamen dagegen in diesem Abschnitt nicht richtig in die Partie und nur zu wenig zwingenden Torchancen. Die Porzellanstädter machten die neutrale Zone zu und unterbanden damit den schnellen Aufbau der Tigers, was den Gästen dagegen öfters nicht so gut gelang.

Das änderte sich dann im Mittelabschnitt sofort. Nach nur wenigen Sekunden traf Bartosch bei einem schnellen Gegenzug zum Ausgleich und nur 70 Sekunden später staubte Sevo nach einem Abpraller nach Warda-Schuss bei 5 gegen 4 zum 2-1 ab und drehte die Partie damit völlig. In den Minuten danach schwamm die Heimabwehr bedenklich, doch ein weiterer Treffer gelang nicht. Die Wölfe konnten sich aber wieder befreien und starteten zur Gegenoffensive, auch weil die Gelb-schwarzen nun wieder etwas zu passiv wurden. Eine fragwürdige Strafe gegen Potac nutzten die Hochfranken dann per Nachschuss von Piwowarczyk und als Mudryk erneut im Nachsetzten traf, war das Ergebnis nochmal komplett gedreht. Bei beiden Treffern gelang es der EHC-Abwehr nicht die Nachschüsse effektiv zu unterbinden, weil man “das Aufräumen” im Slot wiederholt nur halbherzig ausführte.

Für die letzten 20 Minuten schien man in Wölfelager Sicherheit als oberste Parole ausgegeben zu haben. Das Augenmerk keine Räume anzubieten und Fehler zu vermeiden war mit der Führung im Rücken deutlich zu spüren. Die Tigers versuchten es, fanden aber auch kein rechtes Mittel und als Geisberger einen Abpraller von der Bande hinter dem Tor gegen die kurz orientierungslos wirkenden Bayreuther zum 4-2 über die Linie drückte, war diese Begegnung vorentschieden. Alles klar macht dann endgültig kurz später nochmal die Paradelinie. Klassisch ausgekontert gegen etwas zu offensive Bayreuther, sorgte Piwowarczyk für einen weiteren Treffer, den Neuzugang Kouba durch sein feines 5-3 zwar noch korrigierte, aber mehr gelang nicht.

Diese zwei Treffer waren die Hausherren an diesem Abend wohl einfach besser und verdienten sich mit einer energischeren und effektiveren Vorstellung diesen Heimsieg.

 

-bis-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH