Powerplay der Siegschlüssel für tonangebende Tigers

EHC Bayreuth – EC Peiting 4:1 (2-0;1-1;1-0)

 

1 339 Zuschauer Strafen: BT: 10 Min P: 12 Min Powerplays: BT: 3/5 P: 1/4

 

Bayreuth: Bädermann, Köhler – Wolsch, Sevo, Kasten (2), Franz, Potac, Mayer – Marsall, Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary (2), Thielsch, Bartosch, Kuhn, Warda, Juhasz (2), Dam, Kouba (4), Feuerpfeil

 

Peiting: Hechenrieder Henne – Altenhofen, Carlson (2), Jeske (2), Zink, Feuerecker (2), Zeck (2) – Eichberger, Saal, Fischer, Latta, Bartsch, Krabbat, Radu

 

Tore: 1:0 (11) 5-4 Geigenmüller (Bartosch, Kolozvary); 2:0 (14) Pietsch; 2:1 (29) 5-4 Krabbat (Carlson, Saal); 3:1 (39) 5-4 Potac (Kolozvary, Kasten); 4:1 (45) 5-4 Kolozvary (Bartosch, Potac)

 

Die überragende Heimbilanz der Tigers mit 13 Siegen ohne Niederlage überstand auch ohne Hermann, Müller und Sievers. den ersten Kältetest im Gefrierschrank Tigerkäfig. Auch wenn sich die vor allem im Sturm stark dezimierten Gäste so lange wie möglich dagegen stemmten und 3 Treffer der Bayreuther in Überzahl fielen, war es ein völlig verdienter Erfolg, der mit deutlich mehr Spielanteilen und Torchancen ausgestatteten Gelb-schwarzen.

Die ersten Minuten taten sich die Hausherren aber sehr schwer, gegen die mit gutem Forechecking und auf defensive Ordnung und Fehlervermeidung ausgerichteten Oberbayern. Ihre Minibesetzung von 13 Feldspielern ohne mehrere Leistungsträger ließ auch kaum etwas anderes zu. So brauchte es ein Überzahlspiel als „Brustlöser“. Turbulente Szenen vor dem sehr starken Hechenrieder beschworen Kolozvary und Bartosch herauf, doch die Lücke fanden sie nicht, bis die Scheibe dann zum schon wartenden Torjäger Geigenmüller kam und der trocken einnetzte. Als dann kurz danach Pietsch einen Fehler im Aufbau des ECP mit einem Scheibenklau bestrafte und platziert per Innenpfosten auf 2-0 erhöhte, bekamen die Tigers dann richtig Oberwasser. Bis zur ersten Pause änderte sich am Resultat trotz weiterer guten Spielzüge und Chancen aber vorerst nichts.

Auch im Mittelabschnitt behielten die Hausherren die Partie unter Kontrolle und hinten sorgten die stabile Abwehr und ein aufmerksamer Bädermann im EHC-Tor für Sicherheit. Bei 5 gegen 4 machten dann auch die Rot-weißen einmal richtig Druck und Krabbat gelang im Nachschuss aus Nahdistanz auch der Anschlusstreffer. Davon wieder angestachelt erhöhten die Wagnerstädter dann nochmals das Tempo und zwangen die Gäste zu einigen Strafzeiten die wieder mehrere unübersichtliche Szenen im Slot hervorriefen, wo den Tigers der „finale punch“ aber verwehrt blieb. Trotz „Dauerfeuer aus allen Lagen“ und auch einigen Alleingängen vom immer besser in Schwung kommenden Warda ging keine Scheibe ins Tor. Erst Potac fand mit all seiner Routine dann Hoch aus der Halbdistanz die entscheidende Lücke und platzierte die Scheibe völlig unhaltbar in die Maschen. Der „Quarterback aus der Defensive“ krönte damit seine starke Vorstellung. Da Bädermann danach nochmals klasse parierte ging man wieder mit zwei Toren Vorsprung zum zweiten Mal in die Kabine.

Mit dem 4-1 durch den agilen Kolozvary, natürlich wieder im Powerplay - wie sollte es an diesem Tag auch anders sein – war die Begegnung dann entschieden. Die Oberfranken blieben klar im Herr im Haus, auch wenn keine weiteren Treffer mehr fielen.

Unter dem Strich blieb ein hoch verdienter, vielleicht sogar etwas zu knapper Heimsieg, den beide Trainer auch so bestätigten. Im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten hielten die Gäste nicht einmal schlecht dagegen und für die Tigers kam dieser Erfolg nach den letzten beiden Auswärtsniederlagen genau richtig, um im Konzert ganz Vorne auch im neuen Jahr voll mit dabei zu bleiben. -bis-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH