Tigerkäfig bleibt nach Kantersieg weiter eine uneinnehmbare Festung

EHC Bayreuth – ERC Sonthofen 8:2 (2-0;2-1;4-1)

 

1 412 Zuschauer Strafen: BT: 12 Min S: 8 Min Powerplays: BT: 1/3 S: 1/5

 

Bayreuth: Sievers, Bädermann – Wolsch, Sevo, Hermann, Kasten (2), Franz, Potac (2), Mayer (2) – Marsall, Müller, Pietsch, Kolozvary, Bartosch (2), Kuhn, Warda (4), Juhasz, Kouba

 

Sonthofen: Beech, F.Schütze (ab 42) – Gulda (2), S.Schütze, C.Tarrach, Bindl, Kröber (2), Miller – Noack, Sikora, Vaitl, Berger, Koskinen, Sill, Slanina, Sabautzki, Newhook (2), Kujala, Grimm (2)

 

Tore: 1:0 (12) Kuhn (Warda, Pietsch); 2:0 (15) Warda (Sevo); 3:0 (30) 4-4 Warda (Sevo, Marsall); 4:0 (37) 4-4 Juhasz (Potac); 4:1 (59) Newhook (Vaitl); 5:1 (41) Kouba (Potac, Sevo); 6:1 (46) 5-4 Warda (Juhasz, Marsall); 7:1 (56) 4-5 Kolozvary (Bartosch, Potac); 7:2 (57) 5-4 Miller (Gulda); 8:2 (58) 4-5 Kolozvary (Wolsch)

 

Das erste Heimspiel im neuen Jahr hatte für die ziemlich dezimierten Tigers (ohne Geigenmüller, Thielsch und die bei den Junioren eingesetzten Spieler) einen ausgeglichenen Beginn ohne große Höhepunkt. Die neuformierten Reihen brauchten erst ein paar Wechsel um richtig Fahrt aufzunehmen. Ausgerechnet der mit Abstand Jüngste im Team Michael Kuhn eröffnete nach insgesamt gutem Spiel von ihm den Torreigen. Nach einem Bandenabpraller setzte er clever nach und überwand ERC-Goalie Beech mit der Rückhand. Noch spektakulärer traf etwas später dann der kleine, immer stärker werdende, neue Amerikaner Ben Warda. Sein Kracher an den Innenpfosten traf zurückprallend den Torwart von hinten zum 2-0 ins Netz. Etwas weniger Glück hatte Bartosch dann bei Überzahl, als er die Scheibe voll an den Pfosten setzte und nochmals Warda, dessen nächster Versuch „nur“ auf der Linie „tanzte“. Die Führung nach 20 Min für die nun deutlich agileren Wagnerstädter ging jedenfalls vollauf in Ordnung.

Im Mittelabschnitt blieben die Spielanteile unverändert. Die Gäste mühten sich zwar, doch deutlich mehr Zug zum Tor und spielerische Finesse hatten die Oberfranken. Den vielen Platz zu einem klasse Antritt samt ansatzlosem Schuss nutzte dabei der sehr auffällige Warda bei 4 gegen 4 zum 3-0. Und als Juhasz später bei gleicher Spielerkonstellation ein Potac Anspiel veredelte, in dem er „nur“ den Schläger rein hielt, war die Partie mit 4-0 fast schon vorentschieden. Kurz vor der zweiten Pause nutzten die Bulls die Unordnung kurz nach Ende eines Powerplay durch Newhooks Fernschuss zum Anschluss, und blieben so noch im Spiel.

Das hielt aber nur wenige Sekunden, denn spätestens mit dem 5-1 durch Kouba, gegen den öfters unglücklich wirkenden Beech, waren „die Messen gelesen“. Die Tigers waren aber noch keineswegs satt. Der Torwartwechsel von Beech zu Schütze und eine Auszeit von Gästetrainer Rich half den Allgäuern auch nicht groß weiter. Spieler des Tages Warda im Powerplay und Kolozvary zweimal in Unterzahl (!!!), mit technisch absolut sehenswerten und umjubelten Aktionen, erhöhten weiter für die völlig überlegenen Bayreuther. Spielerisch und besonders läuferisch zeigte sich nun ein Klassenunterschied und der „Tigersexpress“ war kaum noch zu bremsen. Das zwischenzeitliche 7-2 bei doppelter Überzahl der Bullen durch Miller war da schon nur noch Ergebniskosmetik.

Im ganzen Spielverlauf ließ man den (nach zwei Erfolgen) eigentlich mit breiter Brust angetretenen Gästen kaum Entfaltungsmöglichkeiten, sondern erstickte alle Versuche schon im Keim. Während man selbst immer gefährlich blieb, brillierte man mit gutem Positions- und Zweikampfspiel und feierte einen auch in dieser Höhe völlig verdienten Heimsieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Perfekte Einstimmung auf das kleine Derby gegen Weiden nächste Woche. Die Präsenz auf dem Eis der Wagnerstädter war beeindruckend und lässt Trainer Waßmiller und seine Jungs absolut positiv in die nächsten Wochen gehen.

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH