Ab dem Mitteldrittel überrennen die Tigers die chancenlosen Gäste

EHC Bayreuth – 1.EV Weiden 9:2 (0-1;6-1;3-0)

 

2 246 Zuschauer Strafen: BT: 29 Min W: 37 Min Powerplays: BT: 5/6 W: 0/2

 

Bayreuth: Sievers, Bädermann (ab 41) – Wolsch, Sevo, Hermann, Kasten (25), Franz, Potac, Mayer (2) – Marsall, Geigenmüller, Pietsch (2), Kolozvary, Bartosch, Kuhn, Warda, Juhasz, Dam, Kouba, Feuerpfeil, Reiter

 

Weiden: Huber, Engmann – Herbst (2), Willaschek, Pöpel (2), Synowiec, Pojkar (2), Ehmann (25) – Siller (2), L.Zellner (2), Schopper, Firsanov, Kirchberger, Holzmann, F.Zellner (2), Waldowsky, Pronath

 

Tore: 0-1 (7) Waldowsky (Pojkar,Herbst): 1:1 (22) 5-4 Potac (Geigenmüller, Bartosch); 2:1 (27) Marsall (Warda, Reiter); 3:1 (28) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch); 4:1 (34) Kolozvary (Geigenmüller, Potac); 5:1 (35) Kolozvary (Bartosch, Geigenmüller); 5:2 (37) Holzmann (Pronath, F.Zellner); 6:2 (40) 5-4 Wolsch (Juhasz, Marsall); 7:2 (41) 5-4 Kasten (Geigenmüller, Potac); 8:2 (51) 5-3 Wolsch (Sevo, Marsall); 9:2 (56) 5-4 Geigenmüller (Kolozvary, Potac)

 

Diese zweite Auflage des kleinen Derbys im gut gefüllten, stimmungsvollen Tigerkäfig begann ziemlich untypisch verhalten. 5 Minuten spielte sich das Meiste in der neutralen Zone ab, bis es den ersten ernst zu nehmenden Torschuss gab. Und der Zweite der dezimierten Gäste, nach einer verpassten Chance von Geigenmüller auf der Gegenseite, war dann auch noch drin. Bei einem Weitschuss von Waldowsky griff EHC-Goalie Sievers schlicht und ergreifend daneben. Davon mussten sich die Hausherren erst etwas erholen und übernahmen dann aber doch die Initiative. Unterbrochen nur noch durch ein allerdings sehr gefährliches Unterzahlbreak von Waldowsky, wobei Sievers seinen Fehler beim 0-1 da mit einer klasse Parade wieder wett machte. Besonders bei einem Powerplay brannten die Tigers ein wahres Feuerwerk an Schüssen und Chancen ab, doch die Krönung eines Treffers blieb ihnen verwehrt und man ging trotz überlegener Schussbilanz mit einem Rückstand in die Kabine.

Das wollten die so heimstarken Oberfranken natürlich so nicht auf sich sitzen lassen und hielten das Tempo nun hoch. Eine Welle nach der anderen brach über den EVW herein, der diesem Sturmlauf immer weniger folgen konnte und phasenweise völlig die Ordnung verlor. Potac in Überzahl, Marsall, Geigenmüller und 2 mal Kolozvary sorgten mit einigen wunderschön heraus gespielten Toren für klare Verhältnisse auf der Anzeigentafel. Holzmann gelang mit einem sicher verwandelten Break zumindest noch etwas Ergebniskosmetik für die Oberpfälzer. Das schönste Tor des Tages markierte aber noch der aufgerückte Verteidiger Wolsch aus dem Zentrum, nach einer perfekten und schnellen Passfolge bei 5 gegen 4.

Bädermann übernahm dann den Goalieposten für die letzten 20 Minuten vom leicht angeschlagenen Sievers und bestand seine Prüfungen souverän. Sofort nach Wiederbeginn erhöhten Kasten und nach 51 Minuten nochmals Wolsch, sowie Torjäger Geigenmüller (56.) im fast perfekt genutzten Powerplay, gegen die völlig unterlegenen und noch weitere Blessuren beklagenden Devils. Dazwischen hatte der wieder sehr starke Kolozvary noch eine Chance per berechtigten Penalty, konnte den guten Huber dabei aber nicht überwinden. Einziger Wermutstropfen bei den Wagnerstädtern war die späte Spieldauerstrafe gegen Kasten wegen Kniecheck, der nun in Erding gesperrt fehlen wird.

EVW-Trainer Hefner äußerte sich nach dem Spiel, dass man nur kurzzeitig mithalten konnte und als „die Bayreuther Maschine“ ins Laufen kam, kaum noch Gegenmittel, auch durch die Ausfälle und konditionellen Mängel hatte. Die Festung Tigerkäfig konnte auch von den Teufeln nicht erobert werden. Tigerscoach Waßmiller, der im Schussabschnitt auch alle weiteren Akteure mit Eiszeit bedachte, und seine Jungs können nach etwas holprigem Beginn zufrieden und mit 12 Punkten in Serie weiter gestärkt in die nächsten Aufgaben gehen. – bis-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH