Tigers geben niemals auf

EHC Bayreuth – Deggendorfer SC 2:3 n.V. (0-0;0-1;2-1)

 

942 Zuschauer Strafen: BT: 8 Min D: 28 Min Powerplays: BT: 1/8 D: 1/3

 

Bayreuth: Sievers, Hartung – Wolsch, Sevo, Hermann, Potac (4), Mayer (2) – Marsall, Geigenmüller, Kuhn, Kasten, Warda (2), Juhasz, Franz, Kouba, Feuerpfeil

 

Deggendorf: Agricola, Filimonov – Benda, Wolfgramm, Platonov, Wiederer, Frank (4), Fatyka (14), Rehthaler – Whitecotton, Litesov (6), Maier (4), C.Retzer, Calovi, Stern, J.Franz, Radlsbeck, Wild, Möhle, Ortolf

 

Tore: 0:1 (24) 4-4 Maier; 1:1 (45) 5-4 Kasten (Geigenmüller, Potac); 1:2 (55) 5-4 Maier (Möhle, Wild); 2:2 (60) 6-5 Marsall (Warda, Potac); 2:3 (64) Whitecotton (Frank, Ortolf)

 

Zwar nach Verlängerung verloren, aber ganz klar ein gewonnener Punkt für den EHC

 

Auf sprichwörtlich der „letzten Rille laufend“, kämpften sich die extrem dezimierten und zusätzlich grippegeschwächten Hausherren nach ausgeglichenem Beginn in die Partie. Vor der Saisonminuskulisse bekamen die fast völlig umformierten Angriffsreihen der Tigers immer mehr Zugriff. Die hier überall spiegelglatten Straßenverhältnisse und frostige Nasskälte hatten am mäßigen Besuch sicher ihren Anteil. Bei zwei Großchancen von Juhasz und dem wegen der Personalnöte linker Außenstürmer spielende Kasten, wäre sogar die Führung absolut verdient gewesen. Weil diese guten Möglichkeiten aber ungenutzt blieben und die Abwehr samt Torwart Sievers auf der Gegenseite bis auf einen Pfostentreffer auch immer Herr der Situation blieben, ging man torlos in die erste Pause.

Aus der kamen die, trotz fast kompletten Team, öfters sehr passiv agierenden Niederbayern etwas forscher aufs Eis zurück. Begünstigt durch eine „Witzstrafe“ des teilweise sehr überfordert wirkenden Schiedsrichtergespanns drängte man die Wagnerstädter nun etwas in die Defensive. Nach einem weiteren Pfostenschuss im Powerplay nutzte Maier dann bei 4 gegen 4 einen kapitalen Abspielfehler der Gelbschwarzen in der Offensive zu einem schnellen Break und traf zum 0-1. Die Oberfranken mühten sich aber immer weiter und übernahmen mit nur 14 Feldspielern (darunter 7 Verteidiger und 2 Junioren) nach kurzem Durchschnaufen wieder die Initiative. Bei gut 80 Sekunden (35.Minute) doppelter Überzahl witterten die Tigerfans die große Chance für ihr Team zum Ausgleich, doch die Abwehrreihe des DSC und Torwart Agricola hielten dicht.

Besser machte es der EHC dann im Schlussabschnitt. Im Powerplay eröffnete Potac mit einem feinen Steilpass eine 2 gegen 1 Situation für Geigenmüller und dem zum Stürmer umfunktionierten Kasten, der die Scheibe trocken hoch versenkte, als hätte er nie etwas anderes gespielt. Davon angestachelt brachte man die Gäste nun richtig in Bedrängnis, konnte aber wieder einige Möglichkeiten nicht nutzen. Agricola hielt stark und durch die schwindenden Kräfte, schlichen sich auch immer mehr kleine Konzentrationsfehler ein. Als dann in Überzahl Maier, schön frei gespielt, seine Farben in Front schoss, dachte mancher sicher „das war’s“. Doch nicht mit dem EHC Bayreuth dieser Zeit ! Trotz 5 fehlender, absoluter Leistungsträger mobilisierte man nochmals alles und nach Auszeit und mit sechstem Feldspieler schlenzte Potac die Scheibe Sekunden vor Schluss vors Tor. Im Gewühl wurde sie dort von Warda und Marsall „verarbeitet“ und lag tasächlich zum umjubelten Ausgleich hinter der Linie. Unglaublich woher diese Truppe immer wieder „noch einen Reservekanister“ herauszaubert.

Sogar in der Verlängerung hatte man noch mehrere gute Gelegenheiten doch das nötige Quäntchen Glück hatten die Gäste, als Whitecotton nach starker Parade von Sievers „abstauben“ konnte. -bis-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH