Mehr Torschüsse und Spielanteile reichen für den EHC nicht – Selb gewinnt das Derby knapp

EHC Bayreuth – VER Selb 3:4 (1-1;0-3;2-0)

 

4 389 Zuschauer Strafen: BT: 12 Min S: 43 Min Powerplays: BT: 3/9 S: 1/5

 

Bayreuth: Sievers, Hartung – Wolsch, Sevo, Kasten, Franz, Potac (2), Mayer – Marsall, Geigenmüller, Kolozvary, Thielsch (2), Bartosch, Kuhn, Warda (4), Juhasz, Reiter, Kouba, Feuerpfeil +4

 

Selb: Suvelo, Kümpel – Dunlop, Meier (2), Schütt (27), Nägele, Roos, Schadewaldt – Piwowarczyk, Hördler (2), Schiener (2), Mudryk (4), Heilman, Schwarzmeier, Moosberger, Maaßen (2), Schmid, Neugebauer (2), Neumann (2)

 

Tore: 1:0 (12) 5-4 Bartosch (Kolozvary, Potac); 1:1 (19) Piwowarczyk (Schadewaldt, Mudryk; 1:2 (27) Maaßen (Piwowarczyk, Schmid); 1:3 (32) 5-4 Mudryk (Maaßen, Piwowarczyk ); 1:4 (35) 5-4 Schmid (Dunlop, Hördler); 2:4 (41) 5-4 Sevo (Juhasz, Warda); 3:4 (44) 5-4 Kasten (Geigenmüller, Bartosch)

 

Nach einer kurzen Abtastphase, wo man den großen Respekt auf beiden Seiten vor fast ausverkauften Haus deutlich spürte, übernahmen die Hausherren langsam die Initiative. Die Wölfe leisteten sich viele unnötige Strafen, die der Schiedsrichter konsequent ahndete und den Bayreuthern mehrere Überzahlspiele bescherte. Eines davon nutzte der stark angeschlagen ins Spiel gegangene Bartosch aus der Drehung mit der Rückhand gegen den überraschten Suvelo auch zur verdienten Führung. Trotz klarem Plus an Spielanteilen konnten die Tigers das aber nicht ausbauen und Piwowarczyk nutze die einzige defensive Schwäche, als man kurz einmal die Ordnung verlor, sofort eiskalt per Einzelaktion zum Ausgleich nach 20 Minuten.

Im Mittelabschnitt kamen die Hochfranken zwar etwas stärker aus der Kabine, doch mehr Offensivaktionen hatte vorerst weiterhin Gelb-schwarz, auch wenn die ganz dicken Gelegenheiten da nicht dabei waren. Ziemlich überraschend ging der VER dann durch Maaßen in Führung, dessen haltbarer Schuss EHC-Goalie Sievers über die Schulter ins Tor rutschte. Diesen Aufwind nutzten die Selber um mit zwei Powerplaytoren von Mudryk und Schmid auf 1-4 davon zu ziehen. Sie bewegten die Scheibe dabei schneller durch ihre Reihen als die Tigers bei ihren Überzahlmöglichkeiten zuvor und kamen damit in viel bessere Abschlusspositionen. Die Heimmannschaft schüttelte sich und kämpfte sich wieder in die Partie. VER Schlussmann Suvelo, gelegentlich auch mit der nötigen Portion Glück im Bunde, ließ aber keinen Treffer zu. Kurz vor der Pause kassierte Schütt noch eine 5 Minuten plus Spieldauerstrafe wegen hohem Stock mit Verletzung und bescherte dem EHC ein langes Powerplay ins letzte Drittel hinein.

Dies nutzten die Einheimischen dann auch durch zwei satte Schlagschüsse nach Wiederbeginn von Sevo und Kasten jeweils bei 5 gegen 4, um auch ergebnistechnisch wieder zurück ins Spiel zu finden. Nun kurbelte man die Angriffe weiter unermüdlich an und die Gästeabwehr kam immer wieder ins Schwimmen. Obwohl man der Paradelinie um Kolozvary und Bartosch deutlich anmerkte dass sie nach wie vor nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, drängten die drei Tigers Reihen vehement auf den Ausgleich. Bei einem Lattenschuss von Kasten fehlten dazu auch nur Millimeter. Suvelo musste wegen Problemen mit seiner Ausrüstung auch kurz vom Eis, doch Kümpel vertrat ihn etwa 2 Minuten, bis alles wieder gerichtet war. Schon knapp 100 Sekunden vor Ende nahm Tigerscoach Waßmiller seinen Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch die Wölfe stemmten sich mit allem dagegen und brachten den Sieg über die Zeit. Trotz eines Schussverhältnisses 36 zu 21 gelang ihnen einfach der eine, entscheidende Treffer mehr.

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH