Dramatik ala Hitchcock für die Tigers in Regensburg

EV Regensburg – EHC Bayreuth 6:5 n.V.(2-2;1-1;2-2)

 

2 467 Zuschauer Strafen: R: 12 Min BT: 16 Min Powerplays: R: 3/8 BT: 1/6

 

Regensburg: Cinibulk, Hähl – K.Schütz, Schmitt, A.Pielmeier, Stiefenhofer (2), Noe (2), S.Schütz – Böhm, Oakley, Fical, Welter, Stöber, Stieler, Lamich (2), Heger (2), Merka, Stähle, Huber (2) +2

 

Bayreuth: Wiedemann, Bädermann, – Wolsch (2), Sevo (6), Kasten, Franz (2), Potac (2), Mayer (2) – Marsall, Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Kuhn, Warda. Juhasz (2), Feuerpfeil

 

Tore: 1:0 (10) 5-4 Oakley (Heger, Stieler); 1:1 (14) Geigenmüller (Potac, Kolozvary); 2:1 (15) Stähle (Oakley, Pielmeier); 2:2 (16) Bartosch (Potac, Geigenmüller); 3:2 (26) S.Schütz (Stöber, Lamich); 3:3 (37) Bartosch (Kolozvary, Geigenmüller); 3:4 (43) 5-4 Bartosch (Potac, Kolozvary); 4:4 (49) 5-3 Stieler (Noe, Stähle); 4:5 (49) 4-5 Bartosch (Kolozvary); 5:5 (60) 6-5 Oakley (Stiefenhofer, Stieler); 6:5 (62) 4-3 Stiefenhofer (K.Schütz, Heger)

 

Dieses Spitzenspiel war an Dramatik nicht mehr zu überbieten, mit dem glücklicheren Ende für die Hausherren, obwohl die Tigers bis 4 Sekunden vor Ende der 60 Minuten in Führung lagen. Für die Zuschauer war es ein spektakulärer Leckerbissen und für die Trainer wegen der individuellen Fehler bei dieser Torflut eher ein Ärgernis mit immer wechselnden Führungen. Kein Team konnte sich einmal absetzen, schon schlug der Gegner wieder zurück. Nach Oakleys Nachschusstor in Überzahl gelang Geigenmüller schnell mit seinem gefürchteten Handgelenkschuss der Ausgleich und auch nach Stähles 2-1 kam die Antwort prompt. Bartosch ging auf und davon und bekam wegen Haken einen Penalty zugesprochen, bei dem er aber am Pfosten scheiterte. Als er nur Sekunden später erneut aus dem Zentrum zum Schuss kommt trifft er aber zum verdienten Ausgleich.

Im Mittelabschnitt gehen nochmal die Domstädter in Führung, als S.Schütz einen schnellen Gegenzug im vom besonders mit glänzender Beinarbeit bärenstarken Wiedemann gehüteten Tor unterbringen kann. Als Wardas Alleingang, ähnlich wie vorher bei Bartosch per Foul gebremst wird, erhält der Amerikaner ebenfalls völlig zu Recht einen Penalty, bei dem er aber am Tor vorbei schießt. Besser macht es dann Bartosch unter Mithilfe von Torwart Cinibulk, dem die Scheibe zum 3-3 über die Schulter hinter die Linie rutscht. Kurz vor der Pause versucht Tigerdompteur Waßmiller durch den Wechsel von Juhasz zu Thielsch dieser heute nicht so präsenten Reihe etwas mehr Durchschlagskraft zu geben und das Team übernahm wieder die Initiative im Spiel.

Als Regensburg im Schlussabschnitt eine umstrittene Strafe wegen 6 Mann absitzen musste, fackelte Bartosch nicht lange und versenkte die Scheibe sofort nach dem Bully aus halbrechts trocken zur ersten Führung der Oberfranken. Vielleicht von den Diskussionen der Regensburger Bank und der Antistimmung auf der Tribüne etwas beeindruckt, schenkte der Schiedsrichter dem Heimteam dann eine lange doppelte Überzahl, die der klasse frei gespielte Stieler auch tatsächlich zum Ausgleich nutzte. Doch auch hier hatten die Tigers noch eine Reaktion. Kolozvary bediente noch in der gleichen Szene in Unterzahl Bartosch, der mit seinem Tip-in tatsächlich zum vierten Mal an diesem Abend traf und sein Team nochmals in Führung schoss. Die wütenden Angriffe des EVR konnten die Wagnerstädter dann lange schon im Keim ersticken, doch mit sechstem Feldspieler erzwangen die Donaustädter doch noch den Ausgleich, als Oakley nach einem Verzweiflungsquerpass aus der Ecke im Slot traf. Den Zusatzpunkt sicherte Stiefenhofer nach völlig unberechtigter Strafe gegen Sevo in der Overtime dann auch noch. Einen Verlierer hatte diese intensive Partie eigentlich nicht verdient und schon gar nicht den EHC. Zu mehr als den einen Punkt fehlte nur das berühmte Quäntchen Glück, aber auch mehr Entlastung der brand gefährlichen KGB-Reihe. -bis-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH