Elektrisierender Krimi mit Happy End für den EHC Bayreuth

EHC Bayreuth – EHC Freiburg 5:4 n.V. (1-0;1-2;2-2)

 

1 446 Zuschauer Strafen: BT: 2 Min F: 18 Min Powerplays: BT: 0/4 F: 0/1

 

Bayreuth: Wiedemann, Sievers – Wolsch, Sevo, Kasten, Franz, Potac (2), Mayer – Marsall, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Kuhn, Warda, Juhasz, Kouba, Feuerpfeil

 

Freiburg: Mathis, Ersel – Vavrusa, D.Meyer (12), Sacher, T.Linsenmaier, Rießle, Brückmann, Frank. Kästle, Peleikis – Henry, Bräuner, Kunz, Wiecki (2), Haluza, C.Billich, Herm (4), Wittfoth, Airich, Saccomani

 

Tore: 1:0 (12) Pietsch (Geigenmüller, Bartosch); 1:1 (32) Bräuner (Haluza, Wiecki); 2:1 (33) Thielsch (Marsall, Kasten); 2:2 (35) Haluza (Sacher); 2:3 (41) 4-5 Haluza; 3:3 (43) Kasten (Thielsch); 3:4 (44) Wiecki (C.Billich); 4:4 (58) Marsall (Thielsch, Warda); 5:4 (65) Kasten (Thielsch)

 

Dieses echte und faire Schlagerspiel Platz vier gegen eins hielt den großen Erwartungen stand und startete vom Bully weg mit gutem Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Wobei die besseren Möglichkeiten zu Beginn die Breisgauer hatten, doch Goalie Wiedemann bewahrte sein Team mit einigen starken Paraden vor einem durchaus möglichen Rückstand. So etwa ab Minute 10 bekamen die Hausherren dann Oberwasser und Pietsch bringt seine Farben gleich mit einem sauber abgeschlossenen Angriff in Führung. Die Freiburger bleiben mit ihren blitzschnell vorgetragenen Angriffen aber immer brand gefährlich. Bis zur ersten Pause gibt es trotz weiterer Gelegenheiten auf der Anzeigentafel aber keine Änderung mehr.

Im Mittelabschnitt halten die Bayreuther diesen Vorsprung dann mit guter Defensivarbeit auch einige Zeit und sorgen mit eigenen Angriffsaktionen auch immer wieder für Gefahr. Doch auch die Rot-weißen demonstrieren mit ihren Kontern ihre individuelle Klasse. Einen davon spielen sie auch konsequent aus und Bräuner nutzt ihn clever zum Ausgleich. Davon unbeeindruckt zeigte sich der nach seinem Handbruch immer besser in Fahrt kommende Thielsch, bei der schnellen Antwort mit seiner Einzelaktion zum 2-1. Einen weiteren Tempogegenstoss nach einem defensiven Stellungsfehler nutzt der auffällige Haluza kurz später noch zum erneuten Remis. Dieses Resultat hat so nach 40 Minuten immer noch Bestand, weil die Einheimischen bei mehreren Powerplays (auch ein kurzes 5 gegen 3) kaum in die Positionen kommen und die Möglichkeiten ungenutzt verstreichen.

Im Schlussdrittel folgt dann die Phase der kuriosen Tore. Erst leisten sich die Wagnerstädter einen totalen Blackout in eigener Überzahl, vergessen mehr oder weniger die frei liegende Scheibe und Gästestürmer Haluza muss nach seinem Alleingang nur noch Dankeschön sagen.

Wiedermal findet Gelb-schwarz darauf noch eine Antwort, bei der diesmal auch Gästetorwart Mathis mithilft. Kastens Fernschuss war jedenfalls alles andere als unhaltbar. Doch damit nicht genug. Auch auf der Gegenseite rutscht Wiedemann ein überraschender Distanzschuss von Wiecki zum 3.4 (44.) durch die Beine. Da diese Tigers aber niemals aufgeben, arbeitete man sich wieder zurück in die Partie, fand aber länger nicht den richtigen Schlüssel gegen die gut organisierten Badener. Der letzte Pass oder Torschuss klappte oft nicht optimal bis Thielsch gut 2 Minuten vor Ende sich nochmal ein Herz fasste und hinten ums Tor kurvte. Sein scharfer Querpass fand Marsall auf den er anderen Seite, der den auf die Spielverlagerung reagierenden Mathis zum umjubelten Ausgleich überwinden konnte.

Auch in der Verlängerung blieben die Tigers die aktivere Mannschaft und drängten auf die Entscheidung. Als kurz vor dem Penaltyschießen ein Treffer der Bayreuther richtigerweise wegen Abseits nicht anerkannt wurde, sortierte man wohl schon die möglichen Schützen für den shoot-out. Doch 13 Sekunden vor Ende wurde “man of the match“ Kasten nochmal in Position kombiniert und sein platzierter Schuss landete tatsächlich zum Siegtreffer in den Maschen.

Dieses Endresultat nach diesem erneuten Hochspannungsthriller lässt den Oberfranken für die letzten beiden Wochenenden der Hauptrunde noch viele Platzierungsoptionen offen und zeigte deutlich das man in den Play-offs ein gewichtiges Wort mitreden will.

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH