EHC Bayreuth dominiert kleines Deby problemlos

1.EV Weiden – EHC Bayreuth 0:4 (0-2;0-2;0-0)

 

1 483 Zuschauer Strafen: W: 48 Min BT: 14 Min Powerplays: W: 0/7 BT: 3/14

 

Weiden: Huber, Engmann (ab 25) – Pöpel, Synowiec (16), Pojkar (2), Gejerhoss, Ehmann – Siller (2), Schopper (2), Jirik (2), Borrmann (4), Holzmann, F.Zellner (10), Waldowsky (2), Dam (2), Kuchler (2), Pronath +4

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch (2), Sevo (2), Kasten, Franz, (2) Potac, Mayer – Marsall, Geigenmüller, Pietsch (2), Kolozvary (2), Thielsch, Bartosch, Kuhn, Warda. Juhasz, Kouba (2) +2

 

Tore: 0:1 (12) 5-4 Kolozvary (Geigenmüller, Potac); 0:2 (14) 5-4 Kolozvary (Geigenmüller, Potac); 0:3 (25) Pietsch (Franz, Juhasz); 0:4 (35) 5-3 Bartosch (Potac, Kolozvary)

 

Die Vorzeichen in diesem kleinen Deby waren klar verteilt und von Beginn an übernahmen die Gäste die Initiative, auch wenn ihnen anfangs noch der Schüssel fehlte um den Abwehrriegel des EVW zu knacken. Die dezimierten Hausherren hatten sich offensichtlich strikte Defensive verordnet und überboten sich anfangs mit ziemlich destruktiven Icings fast im Sekundentakt. Dazu fehlten lange die sonst Derbyüblichen Szenen wie hartes Körperspiel oder große Torszenen. Die erste große Chance hatte aber sogar der Tabellenletzte, bei dem Waldowsky einmal entwischte, aber mit seinem Konter im guten Bädermann seinen Meister fand. Kurz darauf war es dann der auffällige Kolozvary, der seine Farben gleich mit dem ersten Powerplay in Führung brachte. Geigenmüllers Schuss konnte Torwart Huber nur prallen lassen und der Slowake netzte ein. Richtig Eishockey spielten fast nur die Wagnerstädter und folgerichtig erhöhte erneut Kolozvary wieder bei 5 gegen 4 auch noch auf 0-2, nachdem er Torwart Huber mit einem Schuss ins kurze Eck düpierte. Wie blank die Nerven offensichtlich liegen, zeigte ein Flaschenwurf von der Weidener Bank, der eine weitere 2 Minuten Strafe wegen unsportlichem Verhalten zur Folge hatte, die dann aber ungenutzt blieb.

Im Mittelabschnitt änderte sich an dem Szenario auf dem Eis nichts. Die Oberfranken hatten alles unter Kontrolle, ohne sich verausgaben zu müssen. Und ließen dabei sogar noch einige Möglichkeiten ungenutzt liegen. Schon praktisch vorentschieden war die Partie nach nicht einmal 25 Minuten mit dem 0-3. Viel zu harmlos waren die Oberpfälzer um nach dem Tor von Pietsch, der einen Franz-Schuss noch leicht abfälschte, zurück zu kommen. Da Torwart Huber auch bei diesem Treffer sehr unglücklich aussah, kam sofort danach der Wechsel zu Engmann. Ähnlich wie auf dem Eis dominierten auf den Rängen Gelb-schwarz, denn die gut 500 Anhänger aus Bayreuth hatten auch stimmungstechnisch klar die Oberhand. Für endgültige Klarheit über den Sieger sorgte dann die Bayreuther Paradelinie. Mit schneller Kombination bei 5 gegen 3 spielten sie Bartosch frei, der nur noch zum 0-4 einschieben brauchte. Als dann der EVW in gut 90 Sekunden doppelter Überzahl gerade mal einen Schuss aufs Tor brachte, steckten wohl auch die letzten Weidener mehr oder weniger auf.

Für die letzten 20 Minuten konzentrierten sich die Gäste auf die Verwaltung und die Spannung ging komplett verloren. Das Spiel plätscherte mehr vor sich hin, nur noch gelegentlich von Chancen unterbrochen. Mehr und die besseren hatten weiterhin die Tigers, doch Thielsch scheiterte am Pfosten (47.) genauso wie kurz später Pietsch mit einem Alleingang an Engmann. Da Bädermann auf der Gegenseite die wenigen Bewährungsproben souverän meisterte sicherte er sich seinen zweiten Shutout der Saison und das Team verbuchte relativ lockere drei Punkte auf der Habenseite. Bei weiteren Überzahlspielen wären sogar noch deutlich mehr Treffer machbar gewesen. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Pietsch, der die Partie deswegen nicht zu Ende spielen konnte.

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH